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Gbureks Geld-Geklimper: Bankenkrise + Staatsschulden = Rette sich, wer kann

Kolumne von Manfred Gburek

Banken müssen ihre Geschäftsmodelle reformieren, Staaten ihre leeren Kassen füllen. Beides zwingt Kreditnehmer und Anleger zum Handeln.

Registrierkasse mit Münzgeld Quelle: dpa/dpaweb
Registrierkasse mit Münzgeld und Scheinen Quelle: dpa/dpaweb
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Vor drei Jahren warnte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) vor den schlimmen Folgen der amerikanischen Häuserspekulation. Was folgte, war noch dramatischer als befürchtet. Denn es kam zu einer globalen Finanzkrise von gigantischen Ausmaßen, die schließlich nur mithilfe von enormen Geldmengen zu stoppen, aber nicht zu bewältigen war. Als Bank der Notenbanken hat die BIZ die Aufgabe, rechtzeitig auf drohende Schieflagen im Finanzsystem hinzuweisen, und deshalb sind ihre neuerlichen Warnungen im gerade veröffentlichten Jahresbericht besonders ernst zu nehmen. Diese zielen vor allem auf die zweifelhafte Refinanzierung der Banken und auf die nicht mehr zu bremsenden Staatsschulden.

Banken müssen jetzt innerhalb von nur zwei Jahren fällige Anleihen im Wert von 3 Billionen Dollar refinanzieren, mit denen sie sich zuletzt aufgrund von extrem niedrigen kurzfristigen Zinsen über Wasser gehalten haben. Um den Betrag konkret zu veranschaulichen: Er entspricht gut der Hälfte des Geldvermögens, das die Deutschen in mehr als sechs Jahrzehnten angespart haben. Er relativiert sich nicht dadurch, dass auch die Staaten in den vergangenen Jahren die scheinbar ach so preiswerten kurzfristigen Kredite bevorzugt haben, im Gegenteil: Von nun an drohen - abgesehen von weiteren Kreditnehmern – Banken und Staaten in einen schärfer werdenden Wettbewerb um Geldgeber einzutreten. Das kann die Zinsen über Nacht explodieren lassen, eine Gefahr, vor der die BIZ eindringlich warnt.

Banken müssen um das Überleben kämpfen

Banken werden in nächster Zeit ihre Geschäftsmodelle nachhaltig ändern müssen. Noch versuchen sie ihre Ertragsziele durch ein mehr oder weniger erfolgreiches, in jedem Fall zyklisches Spiel mit eigenen Finanzwetten zu erreichen, ergänzt um die zum Teil lächerlich restriktive Kreditvergabe und um die Verführung von Anlegern entweder zum Spiel mit dem Trading (Hin und Her macht Taschen leer) oder zum Kauf von Zertifikaten, deren Funktionsweise außer einigen gewieften Finanzmathematikern kaum jemand versteht. Beratung im Kundensinn findet kaum noch statt, Verkauf um fast jeden Preis, so lautet die Devise.

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7 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 06.07.2010, 19:31 UhrAnonymer Benutzer: Leser

    "banken müssen jetzt innerhalb von nur zwei Jahren fällige Anleihen im Wert von 3 billionen Dollar refinanzieren"

    welche banken? wie viele?

    3 Deutsche billionen also 3.000.000.000.000 $
    oder
    3 Amerikanische billionen also 3.000.000.000 $ ?????

    und woher hast du diese Zahl? wo kann ich das nachprüfen?

  • 04.07.2010, 23:43 UhrAnonymer Benutzer: Benedikt-Gruppe

    bankenkrise-Sicherheit bei den banken. Die banken
    werden noch sicherer werden dank AMC. Nur noch
    das 21 fache des Eigenkapitals soll die bilanzsumme
    ausmachen. Da die banken ihre Aktionäre nicht mehr
    für Eigenkapitalerhöhungen in die Pflicht nehmen wollen,
    kann eine Verringerung der Geschäfte helfen. Die Zinsen
    bleiben niedrig; ansonsten würden vielen Marktteilnehmern
    die Luft ausgehen. Europa braucht den Euro und dieser
    kann nur bei niedrigen Zinsen überleben.

  • 04.07.2010, 10:12 UhrAnonymer Benutzer: Kleines 1 x 1

    Natürlich machen die banken da weiter, wo sie aufgehört hatten. Die Coba stuft, ohne ein beratungsgepräch zZ ihre Kunden in neue Risikogruppen ein. Das spllte doch eigentlich streng verboten sein. Es ist klar, sollten die Zinsen auf ein langfristiges Mittel von 6-7 %pa für 10-Jahre steigen, können die Gebietskörperschaften, die Sondervermögen und die immobilienanleger ihre Darlehen nicht mehr bedienen. Es ist indirekt ein Zinsdumping, daß unser System noch am laufen hält.

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