Gbureks Geld-Geklimper: Der trickreiche Kampf Dollar gegen Euro - Seite 2

Gbureks Geld-Geklimper: Der trickreiche Kampf Dollar gegen Euro

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Manfred Gburek
Manfred Gburek

Angelsächsische Medien bauschen diesen Umstand voreilig zu einer griechischen Tragödie und darüber hinaus noch zu einem europäischen Dilemma auf. Doch das ist Unfug, weil erstens Griechenland im Verhältnis zum ganzen Euro-Raum nur eine marginale Bedeutung hat, weil zweitens die Hilfe von Seiten der anderen Euro-Länder im Prinzip schon jetzt feststeht und weil drittens die vorerst unter den Teppich gekehrten Probleme von Briten und Amerikanern viel gravierender sind. Im Übrigen ließe sich noch hinzufügen: Mit der gezielten Euro-Schwächung auf dem Umweg über Griechenland ist der Dollar als internationale Reserve- und Ölwährung bis auf Weiteres gerettet.

Schuldenberge: Epizentrum USA

Die eingangs gestellte Frage nach der Bedeutung der Griechenland-Krise für deutsche Anleger und Steuerzahler ist unter Berücksichtigung aller relevanten Faktoren einfach zu beantworten: zunächst nur marginal. Denn zum einen werden auch andere Euro-Länder Opfer für Athen bringen müssen, wenngleich nicht so große wie Deutschland; die weiterhin niedrige Rendite langlaufender Bundesanleihen zeigt jedenfalls Entwarnung an. Und zum anderen zöge ein Verzicht auf die Neustrukturierung der griechischen Schulden im April eine große Bankenkrise nach sich, was allein schon weder im Interesse der an den Schulden verdienenden Banken noch im Interesse der Länder des Euro-Raums sein kann.

Dass deutsche Anleger und Steuerzahler vom griechischen Dilemma zunächst nur marginal betroffen sein werden, kann indes kaum über die negativen Auswirkungen der viel weiter reichenden internationalen Schuldenkrise hinwegtrösten, deren Epizentrum die USA sein werden. Konjunkturerholung dort? Mission impossible. Stattdessen: schon über zwölf Prozent der Amerikaner auf Lebensmittelkarten angewiesen, rasant steigende Arbeitslosigkeit und ein Haushaltsdefizit von inzwischen zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (zum Vergleich Griechenland: mit 12,7 Prozent nur geringfügig darüber).

Gigantische Geldspritzen

Die Krise aus dem Jahr 2008 wurde weitgehend mit gigantischen Geldspritzen von Seiten der Notenbanken und mit Schuldenorgien der Staaten abgefangen. Gewinner unter den Anlagen waren – und sind noch – Staatsanleihen führender Länder, denen man seit drei Jahrzehnten erfolgreich die Funktion des sicheren Hafens zuspricht. Nach den Übergangsjahren 2009 und 2010 wird es nichts mehr mit diesem vermeintlich sicheren Hafen, dafür sind allein die staatlichen Schuldenberge der 30 führenden Industrienationen nach den Quantensprüngen ihrer Haushaltsdefizite mit über 42 Billionen Dollar einfach schon zu hoch.

Fazit: Langlaufende Anleihen in Kurzläufer erster Qualität oder in Tages- und Festgeld umschichten, Dollar meiden, Aktien erst nach kräftigen Kursrückgängen selektiv in Betracht ziehen, Gewerbeimmobilien vorerst ignorieren, Wohnimmobilien nur in Wachstumsregionen und dort nur in besten Lagen kaufen, Edelmetalle bei jedem kleinen Rücksetzer aufstocken.

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36 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 22.02.2010, 14:46 UhrAnonymer Benutzer: kombo

    Wow, hier ist ja Einiges los. Hier wurde ja weit vom Thema abgedrifftet und für mich ist es trotzdem interessant! Und was hat das alles mit Toyota zu tun? Hey ihr lieben Weltenbummler macht euch nicht kirre, vieleicht habt ihr ja beide Recht, Meinungen kann man doch immer mal austauschen, auch wenn man sie nicht teilt, macht dies doch alles erst interessant! Wo auch immer der Euro hintriftet der kleine Mann wird die Zeche zahlen. Aber so lange im Fernsehen das reiche Pack auch noch sich darstellen darf, an Dummheit kaum zu übertreffen, möchte ich lieber arm sein!

  • 22.02.2010, 13:56 UhrAnonymer Benutzer: Ernst Fall

    ich weiß gar nicht, warum sich alle über den fallenden Euro aufregen. Für die deutsche Exportwirtschaft ist das doch bestens - genau das was wir brauchen. Wenn nicht sowieso exportorientierte Finanzmagnaten dahinterstecken, sollte man solche Manöver erfinden, um Deutschland aus der Krise zu führen. Für den USA-Touristen ist die Entwicklung natürlich doof, aber es gibt Schlimmeres.

  • 21.02.2010, 19:18 UhrAnonymer Benutzer: Huehnerauge

    @ric: Na, wenn Sie angeblich die USA besser kennen, dann brauchen Sie ja nicht weiterzulesen. Und was das madig machen angeht, sind die Sozis in D ja nicht auch gerade zimperlich bei den USA. So sieht dann hier auch der Kommentarbereich aus. Aber bleiben wir beim Euro. Gucken Sie mal nach italy. Dagegen ist Greece tatsaechlich ein Troppen auf den heissen Stein. Als naechstes Domino Event waere noch Spanien, Portuga, irland zu nennen. D stehet auch nicht mehr sehr gut da. Ausserhalb des suedlichen Raums sieht es nicht nur in berlin ziemlich duester aus. Und ihre angeblichen guten US Kenntnisse spotten jeder beschreibung. Deswegen lass ich Sie da mal ganz problemlos in ihrer ignoranz versinken, bis Sie ihre Kenntnisse mal bei einer Stippvisite bei ihrer Sippschaft ausbessern. Obwohl, vielleicht wollen die Sie ja auch gar nicht da haben und jammern deswegen so. Das ist eine profunde Methode, um sich deutsche besserwisser vom Leibe zu halten. ich bereue auch schon, ihnen die USA-Fakten praesentiert zu haben, wie sie sind. Am Ende belaestigen Sie hier noch die Amis mit diesem Sozialistenaufwasch. Also, alles Kaese hier! bleiben Sie um Gottes Willi wo Sie sind! Wie immer nix fuer unknut und alles Gute!

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