Gbureks Geld-Geklimper: Die ultimative Altersvorsorge

kolumneGbureks Geld-Geklimper: Die ultimative Altersvorsorge

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Manfred Gburek

Kolumne von Manfred Gburek

Geld fürs Alter anlegen, indem man davon profitiert, dass immer mehr Menschen alt werden - eine bedenkenswerte Alternative zu den üblichen Angeboten.

Der Duden definiert den Begriff Demografie kurz und bündig: „Bevölkerungsstatistik, -wissenschaft“. Die Fondsgesellschaft Schroders macht mehr daraus, nämlich den „Megatrend des 21. Jahrhunderts“ - und eine Geldquelle. Zum Beispiel in Gestalt des Schroder ISF Global Opportunities, eines Fonds, der „nach den Gewinnern von morgen“ sucht. Damit gemeint sind Unternehmen, „die sich erfolgreich an den demografischen Wandel anpassen und nachhaltiges Wachstum erzielen können“. Für den Fonds kämen etwa 9000 Aktien infrage, die diesen Anforderungen entsprechen, heißt es bei Schroders.

Also hurtig den Fonds geordert, und schon hat man die später drohende Altersarmut ein Stück weit kompensiert? Schön wär's, doch das Thema ist so reich an Nuancen, dass ihm allein Demografiefonds, von denen es bereits eine ganze Reihe gibt, bei Weitem nicht gerecht werden. Zum Beispiel könnten Immobilienmakler behaupten, mit einem selbst genutzten Haus, dessen Zinsen und Tilgungen bis zum Erreichen der Altersgrenze abgestottert werden, sei viel besser fürs Alter vorgesorgt. Und um dem Thema mehr als nur eine Nuance zu geben: Altersvorsorge bedeutet Vermögensaufbau in vielfältiger Form, von der gesetzlichen Rentenversicherung bis zu betrieblichen Varianten, von Immobilien aller Art bis zu Aktien und Aktienfonds, von Versicherungspolicen bis zur Riester-Rente. Die Verkäufer geschlossener Fonds behaupten sogar, wer von ihnen solche kauft, die in Seniorenheim-Immobilien investieren, profitiere ganz besonders von der Demografie.

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Alle zur Altersarmuts-Kompensation und -Vorsorge angebotenen Produkte haben einen Haken: Fonds wie der von Schroders hängen von der Qualität ihrer Manager ab, Immobilien aller Art binden viel Kapital und lassen sich nicht mal eben von heute auf morgen verkaufen, die gesetzliche Rentenversicherung verliert real an Wert, Betriebsrenten hängen vielfach vom Wohl und Wehe der jeweiligen Unternehmen ab, der Erfolg von Aktien und Aktienfonds wird stark vom Timing bestimmt, der überwiegende Teil der Lebensversicherungspolicen basiert auf nicht vor Inflation geschützten Anleihen und Geldmarktpapieren, die Riester-Rente bleibt ein bürokratisches Monster, und ob in Seniorenheime investierende geschlossene Fonds – wie die meisten anderen auch – jemals akzeptable Renditen erwirtschaften, ist äußerst zweifelhaft, denn laut Umfragen wollen neun von zehn Bundesbürgern ihr Alter lieber in den eigenen vier Wänden verbringen.

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