
Nicht dagegen aus Anbietersicht, und da wird die Antwort erst richtig spannend. Denn über den Vertrieb können Fondsgesellschaften mit Banken und Sparkassen im Rücken, die über ein großes Zweigstellennetz verfügen, die Geldströme ihrer OIF so steuern, dass sie diese auch bei einer größeren Abgabewelle erst gar nicht zu schließen brauchen. Das gilt vor allem für die Fondsgesellschaften Union (Volks- und Raiffeisenbanken), Deka (Sparkassen) und Commerz Real (Commerzbank/Dresdner Bank). Bezeichnenderweise verfügen ihre Konkurrenten, deren Fondsanteile in Hamburg so munter gehandelt werden, nicht über einen adäquaten Zweigstellenvertrieb. Die ehemalige Dresdner- und jetzige Aberdeen-Tochter DEGI läuft sogar Gefahr, dass die Zweigstellen ihrer unter das Dach der Commerzbank geschlüpften früheren Mutter Anteile der DEG-Fonds zum Verkauf stellen können.
Die Aufspaltung des OIF-Marktes in mit Abschlägen von Gutachterwerten an der Börse gehandelte Fonds einerseits und vertriebsgesteuerte Fonds mit den bisher überwiegend gängigen Ausgabe- und Rücknahmepreisen andererseits hat nicht nicht nur schlechte, sondern auch gute Seiten. Es kommt halt darauf an, ob Anleger schon OIF-Anteile besitzen oder ob sie erst welche kaufen wollen.
Im ersten Fall bestehen zwei Möglichkeiten: Sie besitzen Anteile von Union, Deka, Commerz Real oder von anderen Fondsgesellschaften mit Vertriebspower; dann sitzen sie die so gut wie sich noch kommende Krise der Gewerbeimmobilien mit immer schmaler werdender Rendite bei langfristigem Anlagehorizont aus oder verkaufen ihre Anteile bei kurz- bis mittelfristigem Anlagehorizont zum Rücknahmepreis bei ihrer Zweig- oder sonstigen Vertriebsstelle. Oder sie besitzen Anteile von zwischenzeitlich geschlossenen OIF; dann wählen sie bei dringendem Geldbedarf zum Ausstieg den Weg über die Hamburger Fondsbörse, wohingegen bei weniger dringendem die Überlegung nahe liegt, die anstehende Krise der Gewerbeimmobilien zur passenden Zeit für Nachkäufe an der Börse zu nutzen, etwa wenn Schlagzeilen in der Boulevardpresse den immobilen Untergang verkünden.
OIF bleiben spekulativ
Letzteres gilt natürlich auch für spätere spekulative Neukäufe. Spekulativ wird es im OIF-Metier ohnehin weiter zugehen; dafür werden allein schon die kommenden Turbulenzen um die geschlossenen OIF, die von Fonds zu Fonds immer weiter auseinander gehenden veröffentlichten Ergebnisse sowie die starken Abweichungen zwischen den Rücknahmepreisen und den Börsenkursen sorgen. Für potenzielle Anleger sollte die Devise jedenfalls lauten: Die OIF-Krise bietet große Gewinnchancen.









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Alle Kommentare lesen26.02.2010, 18:55 UhrAnonymer Benutzer: AJ
Spekulation kann auch nach hinten losgehen. in der Fondsbranche ist momentan so viel bewegung. Wer sagt denn, daß die ganzen offenen immobilienfonds überleben? Der einzige Sieger ist und bleibt immer die Fondsgesellschaft.
26.02.2010, 18:03 UhrAnonymer Benutzer: weiß einfach mehr
im Gegensatz zu den nachstehenden Kommentatoren halte ich
die Anlageidee für Neueinstiege über die börse für sehr interessant
25.02.2010, 19:30 UhrAnonymer Benutzer: Banker0815
An den Verfasser Herr Gburek. Nach fünf Jahrzehnten Erfahrung sollte man USD nicht mit EUR gleich stellen :-) Der Rücknahmekurs von KanAm US wird in USD ausgewiesen und in EUR an der börse gehandelt. Viele Grüße... -> "KanAm US-grundinvest – 43,2"