
Was das für den Goldpreis – und in seinem Gefolge für den Silberpreis – bedeutet, liegt auf der Hand: in immer stärkeren Schwingungen aufwärts, und zwar nicht nur gemessen in US-Dollar, sondern auch in anderen Währungen (wie Euro, Schweizer Franken und Yen), in denen der Goldpreis zuletzt erst knapp das Niveau der bisherigen Höchststände erreicht hat. Gemessen in indischen Rupien, bricht er seit Monaten einen Rekord nach dem anderen.
Das gilt auch für den G5-Index, aus dessen Verlauf hervorgeht, dass Gold international schon seit geraumer Zeit eine viel wichtigere Rolle spielt, als gängige Medien wie „Börse im Ersten“ ihm zubilligen. Dieser Index besteht aus dem gewichteten Durchschnitt des Goldpreises auf Basis des entscheidenden Londoner Nachmittagsfixings, und zwar in US-Dollar, Euro, Yen, britischem Pfund und kanadischem Dollar. Er notiert auf Spitzenniveau, und der Trend zeigt weiter nach oben, aber vorerst noch ohne die für das Ende einer Hausse üblichen Übertreibungen.
Noch drei bis fünf Monate aufwärts
Daraus folgt, wie die Angelsachsen zu sagen pflegen: The trend is your friend. Wie lange? Nach dem Schema vergangener Jahre müsste der jetzige mittelfristige Aufwärtstrend, dem – nach einer Unterbrechung – in den kommenden Jahren weitere folgen werden, noch drei bis fünf Monate anhalten und am Ende dieser Entwicklung in einen sog. Spike übergehen, das heißt, in einen fast senkrechten Preisanstieg, auch Fahnenstange genannt.
Nach demselben Schema dürften die Aktien der führenden Edelmetallkonzerne (Barrick, Newmont, Anglogold, Gold Fields u.a.) ihre Höchstkurse in diesem Zyklus erfahrungsgemäß schon vorher erreicht haben. Als weiteres klares Indiz dafür, dass der Preisgipfel für Gold (und Silber) in der fraglichen Zeit nach drei bis fünf Monaten erreicht sein könnte, gilt die kurz vorher zunehmende Spekulation mit Explorationsaktien, zu erkennen am zunehmenden Auftauchen selbst ernannter Goldgurus mit Anpreisungen von wertlosen Bohrlöchern.
Da es längst noch nicht so weit ist, spricht alles dafür, in Edelmetallen und in Aktien von bereits Gold und Silber fördernden Minenkonzernen weiter engagiert zu bleiben bzw. sich bei vorübergehenden kurzfristigen Preisdellen zu engagieren. Abweichungen vom beschriebenen Ablaufschema sind eher nach oben als nach unten zu erwarten, weil vom China-Faktor noch stärkere Preisimpulse erwartet werden können als vom Goldkauf Indiens. Wer die hier vorgebrachten Argumente insgesamt für zu vage hält, sollte sich einen Spruch von Albert Einstein durch den Kopf gehen lassen: Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.









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Alle Kommentare lesen14.11.2009, 14:36 UhrAnonymer Benutzer: Rentner
@Rentner 2
Zufriedener und Renter 2 sind ein und dieselbe Person. Schwachmat!
12.11.2009, 16:29 UhrAnonymer Benutzer: Rentner
@Rentner2
Hier geht wirklich alles durcheinander (Kraut- und Rüben).
Zunächst darf ich Dir sagen, dass ich die Anlagen immos (selbstgenutzt) und Edelmetalle schon sehr lange präferiere. Lehmann-Papiere wollte man mir kurz vor der Rente auch andrehen. ich habe meinem banker daraufhin gesagt: Wenn sie noch einmal die Worte "Zertifikate", strukturierte Produkte" usw. in meiner Gegenwart in den Mund nehmen, werde ich alles - bis hin zum Schließfach - von ihrer bank abziehen. Aber um dies alles geht es gar nicht. Thema verfelt. Schulnote 6.
Weltgeldbetrug ist kein "Jammerer". ihm ging es darum, dass wir als bürger in wichtigen Dingen erst gar nicht gefragt werden. Als beispiel darf ich die Abschaffung der DM anführen. Vor dem Euro gab es 5 Weltwährungen: DM, Dollar, Yen, Schweizer Franken und Pfund). Die DM war die stärkste Währung. Rate einmal, welche Währung es nicht mehr gibt?
in wichtigen Dingen werden wir als bürger nicht gefragt. Warum? Weil in fast allen Fällen die Entscheidung nicht so ausfallen würde, wie es die Mächtigen WOLLEN. Dies wollte Weldgeldbetrug zum Ausdruck bringen. Und damit hat er recht. Dies alles hat gar nichts mit der Anlage von Geldern, wie Du es heute beschreibst oder mit "Jammerei" zu tun.
Die wirklichen "Jammerer", die ihr meint, sind mir auch zuwider. Die waren hier nicht Thema. Nicht immer alles in einen Topf schmeißen. Dies führt dann dazu, dass wir aneinander vorbeireden.
ich will nur verstanden werden!
12.11.2009, 05:43 UhrAnonymer Benutzer: Rentner 2
@Rentner: ich bin auch Rentner und kann dem zustimmen, was Zufriedener an unserer "Jammer"-Kultur in Deutschland kritisiert.
Wenn es dabei um das Thema "Weltgeldbetrug" geht, gehoeren immer zwei dazu: Ein betrueger und ein betrogener. betrogene tragen in der Regel eine Teilschuld (Verantwortung), da sie sich im Vorfeld nicht ausreichend informiert bzw. gutglaeubig, fahrlaessig oder naiv gehandelt haben. Wer sein Geld langfristig in Edelmetalle oder immobilien (fest Werte) anlegt, wird sich nicht beschweren, betrogen worden zu sein. Wer jedoch Zertifikate von Lehman bros. gekauft hat, ist selbst schuld.