Gbureks Geld-Geklimper: Heiße Aktien, kühler Kopf

kolumneGbureks Geld-Geklimper: Heiße Aktien, kühler Kopf

Bild vergrößern

Manfred Gburek

Kolumne von Manfred Gburek

Seit den 90er Jahren schwanken die Aktienkurse enorm. Das lässt Fondsmanager verzweifeln. Umso mehr können Privatanleger davon profitieren.

Doug Casey wurde neulich nach seiner Börsenprognose gefragt. „Es wird ein wilder Ritt“, war die Antwort. Er ist Chef von Casey Research und nicht nur in den USA ein gefragter Anlagestratege. Kein Wunder, hat er doch schon in zwölf Ländern gelebt, 15 mal so viele bereist, um Anlagechancen vor Ort zu erkunden, und mit den Ergebnissen seiner Recherchen so manchen Anleger reich gemacht.

Wie man sich einen wilden Ritt vorzustellen hat, zeigt die Entwicklung der Aktienkurse seit den 90er Jahren. Nehmen wir als Ausgangspunkt das Jahr 1995. Da setzte der Deutsche Aktienindex Dax zu seinem Sprung von 2000 auf über 8000 Punkte an, und das in nur fünf Jahren. Also eine Vervierfachung. Sein amerikanisches Pendant, anders als der Dax kein üblicher Index, sondern ein Durchschnittswert, schaffte in derselben Zeit von etwas unter 4000 auf fast 12 000 Punkte, immerhin eine Verdreifachung. Dieser Phase folgte ein Dax-Absturz nahezu wieder auf den Ausgangspunkt, also drei Viertel Verlust, während der Dow Jones es bei nur etwa einem Drittel Verlust beließ. Dann vervierfachte der Dax sich fast wieder, der Dow Jones bekam nicht einmal die Verdoppelung hin. Schließlich die Halbierung des Dax mit dem darauf folgenden Anstieg in die Zone um 7500 Punkte und die Halbierung des Dow Jones mit dem anschließenden Anstieg über 12 000 Punkte.

Anzeige

Riesige Chancen für Privatanleger

Das alles nur als wilden Ritt zu bezeichnen, ist fast untertrieben – es ist die Abfolge von Geldschöpfung und -vernichtung. Sie droht sich fortzusetzen, mögen die Amplituden auch mal kleiner, mal größer sein. Denn sobald die Konjunktur brummt und Inflationssorgen aufkommen, beginnen die Zinsen zu steigen, und Fondsmanager interpretieren das regelmäßig als Wink, Kursgewinne mitzunehmen. Tritt später das Gegenteil ein und die Konjunktur wird immer schwächer, fangen die Zinsen an zu fallen, und die ersten mutigen Fondsmanager wagen sich wieder an Aktien heran. Das bedeutet in der heute weitgehend globalisierten Welt: Wenn die Aktienkurse in Europa steigen oder fallen, steigen oder fallen sie im selben Rhythmus, wenn auch nicht in derselben Höhe, ebenfalls in Amerika. Schwellenländer machen da eine Ausnahme – noch, denn sie drohen diesem Rhythmus zu folgen oder, denkt man an China, ihn eines Tages sogar vorzugeben.

Privatanlegern eröffnen sich durch das Auf und Ab der Kurse riesige Chancen. Denn zum einen sind sie im Gegensatz zu Fondsmanagern nicht gezwungen, besser abzuschneiden als ein korrelierender Index, sie sind also bei der Aktienauswahl und obendrein auch beim Anteil ihrer liquiden Mittel völlig frei. Zum anderen werden sie im Gegensatz zu Fondsmanagern weder mit Geld zugeschüttet, wenn die Kurse oben sind, noch bekommen sie Geld entzogen, wenn an der Börse die große Flaute herrscht. Im ersten Fall verlängern die Fondsmanager mit dem zusätzlichen Geld, das sie in Aktien investieren - ja oft investieren müssen, um mit dem entsprechenden Index mitzuhalten - die Aufwärtsbewegung der Kurse. Im zweiten Fall sorgen sie mit ihren Verkäufen, die wegen des Geldentzugs notwendig sind, für weiteren Kursdruck und damit für die Verlängerung des Abwärtstrends.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%