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Gbureks Geld Geklimper: Inflation kommt spät, aber gewaltig

Kolumne von Manfred Gburek

Frankreich gewinnt, Deutschland verliert. Das ist nur eine von mehreren fatalen Folgen der jüngsten geldpolitischen Beschlüsse der EZB. Jetzt bleibt Anlegern erst recht nichts anderes übrig, als in Edelmetalle zu flüchten.

ARCHIV - ILLUSTRATION - Zwei Quelle: dpa
ARCHIV - ILLUSTRATION - Zwei Hände halten am 14.11.2008 in München (Oberbayern) einen Goldbarren mit zwolf Kilo Gewicht, dahinter ein Plakat mit Goldmünzen und Goldbarren und einem Dollarzeichen. Quelle: dpa
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Als am Dienstagabend in der ZDF-Sendung „Neues aus der Anstalt“ eine Währung mit dem Namen „Schizo“ aus der Taufe gehoben wurde, hatten die Kabarettisten die Lacher auf ihrer Seite. Dabei ist die Idee, den Euro von nun an schizophren anmuten zu lassen, gar nicht so abwegig.

Denn auf einmal bildet die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) mit der Fiskalpolitik der Euro-Länder einen ungesunden Mischmasch, und  - schlimmer noch – alle Euro-Länder haften gegenseitig für ihre Schulden. Abzusehen ist, dass Deutschland als führende europäische Wirtschaftsnation bald am meisten in Haftung genommen wird, und zwar nicht nur qua Beschluss (wie offenbar bereits geschehen), sondern in Form von immer größer werdenden Hilfspaketen.

Da klingt der folgende Satz von Kanzlerin Angela Merkel wie blanker Hohn: „Wir schützen das Geld der Menschen in Deutschland.“

Derweil ergießt sich das Geld der Profis in Konsequenz aus dem in die Schizophrenie (schwere Psychose) geratenen Euro dahin, wo die Profis es sicher wähnen: weiter in Edelmetalle und nach kurzer Pause wieder in Aktien. Das, obwohl die Edelmetalle ihre alten Preisgipfel entweder schon übersprungen haben (Gold) oder kurz davor sind (Silber) und obwohl die Aktienkurse immer wieder mal kräftig schwanken.

Die EZB lädt zum Spiel ein

Diese Entwicklung ist am besten so zu erklären: Andere Euro-Länder, besonders Frankreich, haben offenbar schon lange einen schwachen Euro herbeigesehnt.

Warum auch und gerade Frankreich, konnte man leicht an den eiskalten Mienen ablesen, mit denen sich Kanzlerin Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy zeitweise in der Öffentlichkeit begegneten. 

Die tiefen Ursachen des Zerwürfnisses zwischen Deutschland und den meisten anderen Euro-Ländern bestehen wohl darin, dass diese Länder unfähig sind, Reformen durchzusetzen, und jetzt hoffen, erst mit deutscher Hilfe einen Teil ihrer Probleme bewältigen zu können und später ihre Schulden mit inflationiertem Geld zurückzuzahlen. Die Edelmetall- und Aktienmärkte nehmen das mit steigenden Preisen bzw. Kursen vorweg.

Dorthin fließt indes nicht nur Anlage-, sondern auch Spielgeld. Die Einladung zum Spiel kommt von der EZB, die nach wildem Hin und Her beschlossen hat, Staats- und Privatanleihen zu kaufen, damit also dem Modell der US-Notenbank Fed und der Bank von England zu folgen.

Um jedoch von den fatalen Folgen dieser Wende um 180 Grad abzulenken, versucht die EZB die Gemüter mit den folgenden Sätzen zu beruhigen: „Um die Auswirkungen der obigen Interventionen (gemeint sind die Anleihenkäufe)  zu sterilisieren, werden gezielte Operationen durchgeführt, um die durch das Programm für die Wertpapiermärkte bereitgestellte Liquidität wieder abzuschöpfen.

Dadurch wird gewährleistet, dass der geldpolitische Kurs nicht beeinflusst wird.“ Sozusagen sterilisieren auf der Intensivstation. Die Wortwahl kann kaum davon ablenken, dass die Geldpolitik der EZB in Zukunft extrem expansiv sein wird.

Streuung, Timing und das Gold

Besteht unter diesen Voraussetzungen Inflationsgefahr? Bundesbank-Präsident und EZB-Ratsmitglied Axel Weber beantwortet diese zurzeit heiß diskutierte Frage auf seine zurückhaltende  Art: „Der Ankauf von Staatsanleihen birgt erhebliche stabilitätspolitische Risiken.“

Die Antworten anderer führender Köpfe lauten ähnlich, aber um einige Nuancen schärfer. Tenor: Die Inflation kommt spät, aber gewaltig. Das heißt, das Inflationspotenzial baut sich erst langsam auf. Es erfasst wie bereits in den vergangenen Jahren vor allem die sogenannten Assets (Aktien, Immobilien, Edelmetalle, Rohstoffe). Und wenn die Voraussetzungen für das Überschwappen auf die Güter des täglichen Bedarfs gegeben sind, ziehen auch deren Preise kräftig an.

118 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 19.05.2010, 15:44 UhrAnonymer Benutzer: Haribo50

    HighwayToHell,
    von was träumst Du nachts? Dein Erwachen wird schrecklich

  • 18.05.2010, 17:44 UhrAnonymer Benutzer: @HighwayToHell

    Den Artikel zu lesen habe ich mir getrost gespart.. Viel interessanter sind die Kommentare. Und das ist grösstenteils Müll ! Die Diskussion in diesen Kommentaren handelt nur um dieses: Kontra Euro, Untergang der Währung, Goldhamstern. Als würde der Euro tatsächlich kollabieren.. HAHA. Eher fliegt ein PiiGS Staat aus der Eurozone als der Euro abgesetzt wird und wir irgendwann einmal mit Gold bezahlen werden. So ein Käse ! Und zu "die Amis haben zuviel Dreck am Stecken" Das ist ja mal wieder so ein Michel der glaubt Europa oder Deutschland wäre eine grosse Macht.. Die Amis wissen schon genau was sie tun. Und übrigens die Amis hatten letztes Jahr den Dollar absichtlich abgewertet und Dollars gedruckt um ihre Wirtschaft anzukurbeln. Und jeder dachte jetzt ists aus mit der amerikanischen Wirtschaft und die würden nie die Kurve kriegen. Tja wieder falsch gedacht.

  • 18.05.2010, 17:15 UhrAnonymer Benutzer: HighwayToHell

    Was will ich mit Heizöl bei ner Erdgasheizung? Da bleibt mir dann doch nur noch Wasser, Konserven, Zigaretten und Klopapier.
    @les choses
    Habe ich hier schon so einigen Müll gelesen. Daß die inflationsgefahr steigen sollte, wenn der EUR/USD-Kurs fällt, hat hier aber noch keiner behauptet. Natürlich wird der Euro wieder ggü. dem USD steigen, dazu haben die Amis einfach zuviel Dreck am stecken, ja und? Dein ganzer langer Text besteht einfach nur aus einem Haufen blabla, das Null mit dem Artikel oder der Diskussion hier zu tun hat.

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