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Gbureks Geld-Geklimper: Notenpresse auf Hochtouren

Kolumne von Manfred Gburek

US-Regierung und US-Notenbank wachsen klammheimlich zusammen. Das verheißt nichts Gutes. Anleger sollten sich rechtzeitig darauf einstellen.

Ben Bernanke, Chef der Quelle: AP
Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank Federal Reserve Quelle: AP

Die aktuelle Wirtschaftskrise hatte ihren Ursprung in den USA; also könnte man erwarten, dass von dort auch die größten Impulse zu ihrer Bewältigung ausgehen. Das ist geldpolitisch sicherlich der Fall. Doch realwirtschaftlich? Fehlanzeige, stattdessen jetzt - aus Anlass der jüngsten routinemäßigen Anhörung vor dem US-Kongress - das Geblubber von Ben Bernanke, Chef der amerikanischen Notenbank Fed: Seine Institution verfüge über die erforderlichen Instrumente, um die Geldpolitik bei Bedarf zu straffen. Soll das etwa als Signal zu verstehen sein, das Schlimmste sei überstanden und die US-Wirtschaft robust genug, um sogar wieder höhere Zinsen zu verkraften?

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Offenbar ist das so gemeint, aber leider steht das Schlimmste noch bevor: Da eine nachhaltige Erholung der Konjunktur (nicht nur der amerikanischen) weiter auf sich warten lässt, bleiben die Instrumente ungenutzt. Derweil bewegen sich die Zinsen, etwa in Gestalt der repräsentativen Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen, auch so schon seit Monaten in Wellen nach oben, ganz zu schweigen von den Zinsen, die Unternehmen und Konsumenten für ihre Kredite berappen müssen.

Bernankes Druckerpresse

Am 21. November 2002 hielt Bernanke, damals noch nicht in seiner Rolle als Fed-Chef, vor dem National Economists Club in Washington eine Rede zum Thema Deflation. Darin ließ er den oft zitierten Satz vom Stapel: "Die US-Regierung hat eine Technologie, genannt Druckerpresse (heute: das elektronische Äquivalent), die ihr erlaubt, praktisch kostenlos so viele US-Dollar zu drucken wie sie will."

Nun ist Bernanke aber kein Regierungsmitglied. Oder klammheimlich vielleicht doch? Fest steht jedenfalls, dass US-Präsident Barack Obama der Fed zusätzliche öffentliche Aufgaben übertragen will. Welche das am Ende sein werden, bleibt zwar vorerst im Dunkeln, aber an der kommenden Koordination der Funktionen von Regierung und Fed ist nicht mehr zu zweifeln.

Kumpanei von US-Regierung und Fed

Dafür gibt es Indizien, die kaum deutlicher sein könnten. Beispielsweise vertritt Bernanke eine recht seltsame Meinung zur Unabhängigkeit der Fed: Als der Republikaner Ron Paul ein Gesetz anregte, wonach die Geldpolitik der Fed einer strengeren Prüfung zu unterziehen sei, reagierte Bernanke erbost, dadurch werde die Unabhängigkeit der Fed infrage gestellt. Mehr noch, die Ergebnisse einer solchen Prüfung würden zu höheren Inflationserwartungen führen.

Diese Reaktion lässt in zweierlei Hinsicht erhebliche Bedenken aufkommen: 1. Die Kumpanei zwischen Regierung und Fed geht offenbar schon zu weit, sodass die Öffentlichkeit nichts davon erfahren soll. 2. Die Fed wird, anders als etwa die EZB, nicht von mehr oder weniger unabhängigen Notenbanken mit öffentlich-rechtlichem Status getragen, sondern von regionalen Federal Reserve Banks und letztlich von privaten Großbanken. Unter den regionalen Instituten ist die Federal Reserve Bank of New York am einflussreichsten. Deren Präsident war von 2003 bis 2009 Timothy Geithner - bis Präsident Obama ihn zu seinem Finanzminister erkor. Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt.

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12 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 30.07.2009, 15:32 UhrAnonymer Benutzer: DasOmen

    He he he Dollarfreund,

    man da existiert ech noch ein Hirnie der Dollars will?! Kannst meine bekommen, ich nehme Dein schäbiges Gold und Silber ...echt ungern ...entgegen. Klar doch die bösen bösen Goldbugs haben fast alles Gold schon eingehamstert, selbst die COMEX kann Gold nicht mehr physisch bedienen. Die nutzen aber schon das schöne Papiergold oder Goldapier genannt, also die ETF's der Papierfreunde ähmmm Dollarfreunde. Einen Trost kann ich dir geben die Dollars werden mal richtig wertvollen brennstoff in den harten Wintern liefern.

  • 29.07.2009, 17:26 UhrAnonymer Benutzer: Ein EU-Bürger

    Es wird höchste Zeit, dass dieser internationalen Geld-Mafia mal der Marsch geblasen wird!

  • 28.07.2009, 21:37 UhrAnonymer Benutzer: Dollarfreund

    ich kann das jahrelange Geplapper der Goldbugs über den bösen Helicopter-ben + über manipulierte Gold- und Silberpreise nicht mehr hören. Auch die Gold- und Silberprediger verdienen prächtig am System und verleiten ängstliche Seelen zu investments in Gold und Silber, mit denen diese dann immensen Schaden nehmen. Vielleicht wird der Goldpreis irgendwann nach Gburek´s Ableben in vierstelliger Höhe notieren. Dann werde ich ein Geplapperkommen-tar hier veröffentlichen. Dollarfreund

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