Gbureks Geld-Geklimper: Sparer für dumm verkauft - Seite 2

Gbureks Geld-Geklimper: Sparer für dumm verkauft

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Manfred Gburek
Manfred Gburek

Damit ist das staatlich sanktionierte Schneeballsystem allerdings nicht abschließend beschrieben. Denn es gibt ja noch die Riester-Rente, eine inzwischen über 13 Millionen mal verkaufte Variante der privaten Altersvorsorge, die diese Bezeichnung eigentlich gar nicht verdient. Warum nicht, hat Uwe Wystup, Mathematikprofessor an der Frankfurt School of Finance & Management, akribisch anhand der ihm vorliegenden Angebote ermittelt. Danach bleiben große Teile der Ersparnisse von potenziellen Riester-Rentnern in einem wahren Gebührenwirrwarr hängen. Wystup zählt auf: Abschluss-, Verwaltungs- und Managementgebühr, Gebühren auf Zulagen und Zuzahlungen, Ratenzuschläge und Ausgabeaufschläge, Depot-, Fondswechsel-, Anbieterwechsel- und Kapitverrentungsgebühr. Insgesamt versickert so etwa ein Zehntel der eingezahlten Beiträge bei den Anbietern, die das Geld der Sparer – sieht man vom so genannten Wohn-Riester ab – wiederum überwiegend in das staatlich geförderte Schneeballsystem investieren. So gesehen, ist die Riester-Rente zunächst vor allem ein Subventionsprogramm für Banken, Sparkassen, Versicherer, Bausparkassen und Finanzvertriebe. 

Wenn die Umverteilung schon solche Formen angenommen hat, dass der Staat sie in der hier beschriebenen Art und Weise sogar auf die Anbieter von Finanzprodukten ausdehnt, wie kann man ihr dann noch entgehen? Vor allem durch Verzicht auf staatliche Geschenke, die bei näherer Betrachtung keine sind, durch Nachdenken über Alternativen und darauf aufbauend durch eine individuelle flexible Anlagestrategie. So dürften die meisten Sparer, die beabsichtigen, später in den eigenen vier Wänden zu wohnen, mit der Kombination aus einem normalen Bausparvertrag und dem auf die persönlichen Verhältnisse abgestimmten Vermögensaufbau besser fahren als mit dem total überregulierten Wohn-Riester.

Lieber individuell vorsorgen

Und beim individuellen Vermögensaufbau sollte die steuerliche Komponente mehr Beachtung finden, als die Propaganda der Finanzkonzerne und der anderen Anbieter verheißt. Das bedeutet: Da der Staat den Sparern ein Viertel ihrer Gewinne aus Wertpapieranlagen mithilfe der Abgeltungsteuer wegnimmt, sind sie gut beraten, ihr Geld in Wohnimmobilien und physische Edelmetalle (Anlagemünzen, vorwiegend aus Gold und Silber) zu investieren, deren Gewinne von der Abgeltungsteuer verschont bleiben – und nicht zu vergessen: von der unsäglichen Umverteilung sowie der staatlich initiierten Geldentwertung ebenfalls.

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45 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 17.02.2010, 19:26 UhrAnonymer Benutzer: Tom

    bravo Kombo !

  • 17.02.2010, 14:46 UhrAnonymer Benutzer: kombo

    Tolle Komentare habt ihr mal überlegt, das wenn der kleine Mann in immobilie und Edelmetallen anlegt die Größen Manager schon da waren und das Feld abgegrast haben.
    siehe iMMO- blase USA.
    Seid ihr wirklich so naiv, das nicht bald Erze und Edelmetalle den Keller der Gier besuchen!
    ich zahle brav meine Steuern und führe alles ab, was ich muß und für wie doof ihr mich auch immer halten solltet, lest nicht alle Schlauheiten nach, sondern denkt euch selber was aus.
    Das zeichnet Euch als einzelnes individium aus.
    EGAL was Andere schwätzen!

  • 14.02.2010, 22:51 UhrAnonymer Benutzer: Xavier

    Liebe Leute seid beruhigt, dieses Mal hat es auch die "Reichen" dick erwischt. ich war einer davon...

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