Gbureks Geld-Geklimper: Warum Gold zum Tabuthema geworden ist - Seite 2

Gbureks Geld-Geklimper: Warum Gold zum Tabuthema geworden ist

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Manfred Gburek
Manfred Gburek

Vor fünf Jahren besaßen die USA und Deutschland nur geringfügig mehr an offiziellem Gold als heute. Die Differenz ergibt sich im Wesentlichen aus der Münzprägung. Nicht so im Fall Portugal: Das Land verfügte vor fünf Jahren noch über gut 462 Tonnen Gold und baute den Bestand bis heute  überwiegend am freien Markt um 80 Tonnen ab. Ganz anders Griechenland, dessen Goldschatz vor fünf Jahren mit knapp 108 Tonnen sogar um fast fünf Tonnen niedriger war als heute. Hier drängt sich die Frage auf, warum statt Deutschland nicht Griechenland einen Teil seines Goldschatzes einsetzen sollte, um die Staatsfinanzen selbst in Ordnung zu bringen.

Steigender Goldanteil in den Reserven

Doch ein solches Ansinnen würden die Griechen weit von sich weisen – zumal in den vergangenen fünf Jahren etwas geschah, was den Anteil des Goldes an den Währungsreserven rund um den Globus und damit auch in Griechenland erhöhte: Der Goldpreis stieg in dieser Zeit auf Euro-Basis per Saldo um rund 155 Prozent, auf US-Dollar-Basis sogar um 170 Prozent. Da der übrige Teil der Reserven überwiegend aus Anlagen in US-Dollar besteht und dieser wegen der im Vergleich zu Europa schwachen US-Konjunktur wie auch wegen der für längere Zeit weiterhin expansiven Geldpolitik schwach bleiben dürfte, ist der Anstieg des Goldanteils an den Währungsreserven weltweit so gut wie programmiert.

Das Finale dieser Entwicklung wird erst noch kommen, unter anderem aus dem folgenden Grund: Exportweltmeister China ist mit 1054 Tonnen offiziellem Gold, gemessen am Stand vor fünf Jahren (600 Tonnen), im internationalen Vergleich zwar von Platz 10 auf Platz 6 vorgerückt, aber die höhere Menge entspricht gerade mal 1,6 Prozent der chinesischen Währungsreserven; der Löwenanteil entfällt auf Anlagen in US-Dollar. Daraus lassen sich mit etwas Phantasie allerlei Schlussfolgerungen ableiten, vor allem die eine entscheidende, dass der Goldanteil von nur 1,6 Prozent, außer über mehr Tonnen, bei fortgesetzter Dollar-Schwäche auch über den weiter steigenden Goldpreis zunehmen wird, weil die Schwäche des einen nachgewiesenermaßen die Stärke des anderen ist. Und die Goldverwalter anderer Länder, etwa die deutschen Bundesbanker, werden ihre Schätze allein schon in Anbetracht der WGC-Statistiken mit Klauen und Zähnen zu verteidigen versuchen.

Gold bleibt eine lohnende Investition

Was den letzten Punkt betrifft, könnte es allerdings beim Versuch bleiben. Denn eine Reihe von Ländern, auch Deutschland, hat Gold zu einem großen Teil bei der Federal Reserve Bank of New York eingelagert. Ob die es bei einem internationalen Run aufs Gold herausrücken wird, ist mehr als fraglich. Und so schließt sich der Kreis zur eingangs erwähnten Informationsblockade: Offiziell bloß nicht an diesem Tabuthema rühren. Aus Anlegersicht lässt sich dem Ganzen sogar etwas Positives abgewinnen: Wer Gold hat oder jetzt noch kauft, kann so gut wie sicher sein, dass diese Investition sich auszahlen wird.

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76 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 30.03.2010, 21:11 UhrAnonymer Benutzer: Rentner

    @Ernello
    ich sagte doch, Sie bekommen keine Antwort hin!

  • 30.03.2010, 20:24 UhrAnonymer Benutzer: Ernello

    Lieber Rentner,
    Sie verstehen aber genauso wohl wie ich, dass der absehbare Grenzertrag dieser Diskussion leider negativ ist.

  • 30.03.2010, 20:03 UhrAnonymer Benutzer: Rentner

    @Ernello
    bitte auf meine konkrete, allseits interessierende und grundlegende Frage antworten. Sie bekommen keine Antwort hin.

    Zu den Aktien: Was erzählen Sie den Anlegern, die vor Jahren in eine Citigroup, Fannie Mae, Lloyds bank, RbS, AiG eingestiegen sind, Diese Aktien sind zu Pennystocks degradiert worden. Da sehen die Anleger, die in den letzten Jahren vor dem Absturz eingestiegen sind, ihr Geld nie mehr wieder. ich will ja erst gar nicht von Aktien des Neuen Marktes reden, sondern von den oben genannten Weltfirmen. Genauso erging es Kleinanlegern, die vor Jahren in eine Nokia, Sun, Cisco usw. eingestiegen sind. Alle Aktien sind weit von ihren Höchstständen entfernt. Ein Einjahresvergleich ist Nonsens!

    Wenn Sie wieder eine kurzfristigen Vergleich von Aktien (seit einem Jahr) mit Edelmetallen bringen, haben Sie leider nichts verstanden bzw. Sie WOLLEN nicht verstehen.

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