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Geldanlage: Afrika bietet neue Chancen für Investoren

von Stefan Hajek

Anders als Asien und Lateinamerika ist Afrika für fast alle Investoren ein weißer Fleck auf der Anlage-Landkarte. Erstmals in der Geschichte des Kontinents könnte sich das ändern - auch abseits der Rohstoffmärkte.

Liberianer mit Handy. In Quelle: dpa
Liberianer mit Handy. In Afrika nimmt der Mobilfunkmarkt rasant zu Quelle: dpa

Es sind Geschichten wie diese, die Afrika-Optimisten wie Vijay Mahajan, Wirtschaftsprofessor von der Universität Austin in Texas, Hoffnung machen: Weil sauberes Leitungswasser in vielen Regionen Afrikas so selten ist wie Neuschnee, basteln Mineralwasserkonzerne wie Danone oder Coca-Cola seit Jahren am Afrika-Geschäft mit abgefülltem Wasser.

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Das Problem: Kühlung und Transport verschlingen wegen der schlechten Infrastruktur Unsummen; zudem ist der Liter Evian oder Bonaqua mit umgerechnet 30 bis 50 Cent für die meisten Afrikaner unerschwinglich. Findige Nigerianer kamen deshalb auf die Idee, Wasser dezentral zu desinfizieren und es in kleinen Plastikbeuteln für 5 Naira (umgerechnet 2,25 Euro-Cent) zu verkaufen. Begeistert reißen ihnen die Nigerianer heute das günstige, saubere und einfach zu transportierende Wasser aus den Händen.

Die Mittelschicht treibt die afrikanische Wirtschaft voran

Es ist eine von Dutzenden hoffnungsvoller Wirtschaftsgeschichten, die Mahajan in seinem Buch „Africa Rising“ zusammengetragen und analysiert hat. „Sie beweisen, dass die Menschen Afrikas erfinderisch, optimistisch und alles andere als resignative Jammerlappen sind – Eigenschaften, wie man sie vor 25 Jahren auch den damals bitterarmen Chinesen und Indern zuschrieb.“ Mahajan ist kein Romantiker. Er weiß um die vielen Probleme wie Krieg, Aids, Hunger, Korruption. „Doch es soll niemand glauben, dass die Probleme Indiens in den frühen Achtzigern sehr viel kleiner waren. Auch dort kam der Wandel sehr schleppend in Gang und ging mit zahlreichen Rückschlägen einher.“

Den Vergleich mit seiner alten Heimat zieht der Texaner indischer Abstammung gerne: „Afrika weist viele Parallelen zu Indien vor 25 Jahren auf – korrupte Systeme, schlechte Infrastruktur, aber auch eine schnell wachsende, konsumhungrige Mittelschicht.“ Die Mittelschicht aller afrikanischen Länder zusammen ist mit 400 Millionen Menschen größer als die indische; Afrika hat auch ein höheres durchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen als Indien, in zwölf afrikanischen Staaten ist es sogar höher als in China. Hinzu kommt: Anders als in Indien oder China altert die afrikanische Bevölkerung von gut 900 Millionen Menschen noch nicht.

6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 19.08.2009, 01:42 UhrAnonymer Benutzer: Roonie

    Der Artikel ist das bitterste was ich seit langem gelesen hab!

    in der wirtschaftswissenschaftlichen Literatur versteht man im Allgemeinen unter investition die „Verwendung finanzieller Mittel“ (Wöhe) oder die Anlage von Kapital in Vermögen bzw. Geldkapital, um damit neue Geldgewinne, oder höhere Geldgewinne aus bestehenden Unternehmungen zu bekommen. (Wikipedia)

    irgendwer wird den Preis für unsere Geldgier und unseren Konsumrausch schon zahlen. Wenn nicht unsere Kinder, dann vielleicht die Generation danach.

    PS: An sauberem Trinkwasser sollte keiner verdienen!

  • 13.08.2009, 16:01 UhrAnonymer Benutzer: Michael Tyssen

    Der im Artikel erwähnte Magna-Afrika-Fonds von Charlemagne (iSiN: iE00b0Tb5201) sollte nur als längerfristiges investment, und nur als Depotbeimischung betrachtet werden, da die afrikanische börsen-Liquidität noch sehr gering ist, und die künftige Entwicklung noch stark von der sozialen und politischen Situation des Landes abhängt. Wer sich für den Fonds interessiert, kann ihn am günstigsten über den Fondsshop profinance-direkt.de kaufen, da hier der reguläre Ausgabeaufschlag von 5% wegfällt und der Anleger auf den Fondsbestand eine jährliche Treueprämie von 0,25% erhält. Allerdings ist dieses Direktgeschäft nur für erfahrene Anleger geeignet, da keine beratung erfolgt.

  • 13.08.2009, 13:21 UhrAnonymer Benutzer: Redaktion

    lieber "Ramaduri",
    ihr Kommentar ist in weiten Teilen rassistisch und dumm, bitte posten Sie diesen Unsinn auf anderen Seiten, aber nicht bei uns:

    "....die sich gegenseitig bekriegen und die Köpfe ab-
    schlagen , das hat dort tausende Jahre lang gut funktioniert und so sollte man es auch weitermachen. Zu einer anderen Form des Zusammenlebens sind die Schwarzen dort unten wahrscheinlich nie imstande..."

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