Doch der Widerstand formiert sich, die Machenschaften der Branche werden immer kritischer hinterfragt, immer mehr Anleger wehren sich. Zu Tausenden klagen sie gegen besonders krasse Fehlberatungen. Anders als noch vor wenigen Jahren stehen ihre Chancen dabei oftmals gar nicht schlecht. Verbraucherschützer und Anwälte erkämpfen zunehmend Erfolge gegen provisionshungrige Vermittler, auch die Politik -- zuvor jahrzehntelang auf Schmusekurs auch zu den besonders aggressiven Finanzstrukturvertrieben -- scheint endlich aufgewacht. Nach und nach wird der Verbraucherschutz verbessert, werden Gesetze europaweit immer kundenfreundlicher. In Großbritannien soll die provisionsgetriebene Geldanlageberatung sogar verboten werden.
Alternativen für Anleger
Auch, wenn der deutsche Gesetzgeber so weit vermutlich nicht gehen dürfte -- auch hier zu Lande haben Anleger inzwischen Alternativen. Es gibt gute Anlageberatung schon heute. Doch sie hat ihren Preis. Noch kämpft die unabhängige Honorarberatung mit Akzeptanzproblemen durch die Bürger, und die Lobby der Vertriebe läuft gegen neue Gesetze und kritische Verbraucheranwälte Sturm.
Doch nicht wenige Experten sind der Ansicht , dass sie sich langfristig durchsetzen wird. Ihre Vorteile liegen zu klar auf der Hand.
In der aktuellen WirtschaftsWoche (Heft 44/2009 ab Montag am Kiosk) lesen Sie, welche guten, neutralen Beratungsangebote es für Anleger aller Vermögensklassen schon heute gibt, warum sie Geld kosten muss, warum die Gefahr besteht, dass Trittbrettfahrer vordergründig auf den Trend zur neutralen Honorarberatung aufspringen und hinten rum weiterhin Provisionen abkassieren, und wie Sie ehrliche und falsche Berater erkennen können.









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Alle Kommentare lesen26.10.2009, 13:17 UhrAnonymer Benutzer: wie ...
... dumm sind diese kommentare hier!? natürlich steckt der fehler im system und ich bin selbst schuld, wenn ich dem banker/vertreter vertraue, weil er die kohle nicht von mir bekommt, sondern von der bank. deswegen ist es aber noch lange nicht selbstverständlich übern tisch gezogen zu werden. die wenigsten kennen sich mit geldanlagen aus und deswegen bekommen wir noch ne private alteresvorsorge aufgebrummt, weil die gesetzliche ja wegen des "demographischen wandels" nicht reicht. wenn dann bitte: selbst schuld wer in diesem land alles hinnimmt und sich verblöden lässt!
25.10.2009, 22:22 UhrAnonymer Benutzer: Profit
Ganz klar: Wer geschäftsfähig ist, trägt auch letztlich die Verantwortung für seine Geldanlageentscheidung. Wer denn sonst? Wenn dies an eine bank delegiert wurde, ist man auch hierfür verantwortlich, indem man das Delegationsrisiko trägt. Wer denn sonst? Daß sogenannte bankberater oft selbst keine Ahnung haben, wundert doch nun wirklich niemanden mehr. Machen sie den Test und fragen einen bankmenschen einmal nach der Rentenbarwertformel! Das Gesicht mutiert zum Fragezeichen! Man muß allerdings auch sagen, daß niemand, aber auch niemand damit gerechnet hat, daß eine bank wie Lehmann pleite geht. insofern nur ein leises Sorry für diejenigen, die deren Papiere gekauft haben. Allerdings zieht hier auch das Argument, daß man eine Altersvorsorge niemals auf einen Anlagebaustein fokussiert! bei Kaupthing verbietet sich geradezu jedes Mitleid. im Gegenteil: Es hat die richtigen, geilen Renditezocker getroffen!
24.10.2009, 13:31 UhrAnonymer Benutzer: Peter Bartl
Die Dresdner bank hat mir solche Papiere ins Depotgelegt. Habe ca. Euro 350.000.-- eingebüßt. Meine Vorgabe war, mit 65 will ich keine Risiken mehr eingehen und ich brauche das Geld, daß mir von meiner Lenesversicherung ausbezahlt wurde zur Altersversorgung, da ich als Selbstständiger keine Rente bekomme und 40 Jahre dafür in die private Lebensversicherung einbezahlt habe. Hauptanlagen waren Lehmann, sSchiffsfonds und geschl. immobilienfonds. Wer gibt mir recht? Auf jeden Fall hat das Gericht meine Klage zurückgewiese, obwohl ich nur auf Auskunft wegen Provisionen geklagt hatte. Kosten E 5000.-- und ein dickes Grinzen vom Gegenanwalt(Dreba) Es ist schon unverständlich wie sich das Gericht und die banken dem schlecht beratenen Anleger gegenüber verhalten. Auf einen Vergleichsvorschlag bekomme ich nicht mal eine Antwort. Jetzt hat mein Anwalt einen Zahlungsbefehl geschickt. Mal sehen was jetzt passiert