Geldanlage: Die Zeit der Mutigen ist gekommen

Geldanlage: Die Zeit der Mutigen ist gekommen

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Deutsche Börse in Frankfurt am Main

Wer jetzt Aktien kauft, ist verrückt. So denken momentan die meisten. Doch wer jetzt kauft, ist nicht mutiger, als Anleger, die vor drei Monaten gekauft haben. Langfristig wird sich das Gegensteuern lohnen.

Es reicht, einen Blick in die gesammelten Börsen-Weisheiten zu werfen, um zu wissen, dass man als Anleger derzeit die Finger von Aktien lassen sollte. "Greife nie in ein fallendes Messer", lautet eine davon. "The trend is your friend", eine andere.

Doch Privatanleger machen häufig den Fehler, sich viel zu stark von der aktuellen Börsenstimmung leiten zu lassen. Sie kaufen, wenn die meisten Profi-Anleger schon gekauft haben und die Kurse entsprechend hoch stehen. Sie verkaufen, wenn eine Verkaufswelle, wie wir sie derzeit erleben, schon herbe Verluste in ihre Depots gerissen hat. Die Sorge, dass diesmal wirklich die Welt zusammenbrechen könnte, ist meist stärker, als die Zuversicht, dass sich die Welt am Ende doch weiterdreht. Und Unternehmen Geschäfte machen.

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Kurse zum Einstieg nutzen

Auch wenn es derzeit vielen verrückt erscheint, sollten langfristig orientierte Anleger die stark gefallenen Kurse nun nach und nach zum Einstieg nutzen, beispielsweise mit einem Indexfonds auf den Dax. Natürlich ist es möglich, dass die Kurse noch ein Stück nachgeben. Doch wenn die Wirtschaft nicht komplett zusammenbricht und sich die Panik wieder etwas gelegt hat, wird sich zeigen, dass die aktuellen Kursniveaus für Käufer attraktiv waren. Ist es wirklich mutiger, jetzt Aktien zu kaufen, als vor drei Monaten, als der Dax noch bei 7500 Punkten stand und nicht bei rund 5500 Punkten wie zur Zeit? Die meisten Risiken, die derzeit so übermächtig und unausweichlich erscheinen, waren den Investoren schließlich auch schon vor drei Monaten bekannt.

Orientierung und etwas Antrieb, sich nicht von Euphorie und Panik anstecken zu lassen, geben Muster-Depotaufteilungen. So können langfristig orientierte Anleger mit etwas Mut zum Risiko beispielsweise 30 Prozent ihres Depots in Aktien investieren, 30 Prozent in Unternehmensanleihen, 25 Prozent in Gold und 15 Prozent auf dem Tagesgeld-Konto halten.

Goldgewinne gleichen Aktienverluste aus

Wenn dann, wie derzeit, der Goldpreis steigt, die Aktienkurse aber sinken, sollten die Anleger nachjustieren. Sie verkaufen etwas Gold, und kaufen dafür Aktien. So bringen sie die Depotanteile wieder auf das gewünschte Niveau. Um nicht ständig umschichten zu müssen, empfiehlt es sich gerade in hektischen Börsenzeiten, die Anpassungen zu strecken, etwa über ein paar Wochen.

Der positive Nebeneffekt der Strategie: Anleger kaufen gerade dann, wenn die Kurse gefallen sind. Sie verkaufen, wenn die Kurse gestiegen sind. Dass die Depotstreuung auch in Krisenzeiten einen guten Vermögensschutz bietet, zeigt sich momentan recht eindrucksvoll: So haben zum Beispiel über die vergangenen 12 Monate die Gewinne mit Gold die Verluste mit Aktien ausgeglichen, die weiteren Depotposten blieben stabil. Über die vergangenen zwei Jahre, liegen Anleger noch deutlich im Plus. Solch eine Strategie kann Anlegern deshalb etwas Gelassenheit geben, auch wenn es an der Börse heftig stürmt.

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