2013 könnte schlechtestes Jahr werden: Goldman Sachs senkt Goldpreisprognose

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2013 könnte schlechtestes Jahr werden: Goldman Sachs senkt Goldpreisprognose

Der Goldpreis ist seit Januar um knapp ein Viertel zurückgegangen: 2013 könnte das schwächste Jahr seit mehr als 30 Jahren werden. Goldman-Sachs bereitet seine Anleger darauf vor, dass das Risiko für weitere Verluste steigen könnte.

Die US-Großbank hat ihre Goldpreisprognosen bis 2014 reduziert - die Bank stellt sich auf weitere Verluste beim Goldpreis im Zuge einer Rückführung der Geldpolitik der US-Notenbank Fed ein, wie Bloomberg berichtet. Der Goldpreis wurde zum Jahresende von 1435 auf 1300 Dollar herabgesetzt. Bis Ende 2014 soll die Feinunze noch weiter sinken, nämlich von 1270 auf 1050 Euro. Derzeit werde am Markt eine frühere Rückführung der so genannten quantitativen Lockerung erwartet, wie es in der Begründung der Goldman-Strategen Damien Courvalin und Jeffrey Currie hieß.

Die wichtigsten Fakten zu Gold

  • Goldnachfrage

    Die gesamte Goldnachfrage im dritten Quartal 2014 betrug 929,3 Tonnen. Damit ist die Nachfrage um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q3'13: 952,8) gefallen.

    Quelle: World Gold Council

  • Schmucknachfrage

    Die weltweite Nachfrage nach Schmuck betrug im dritten Quartal 2014 insgesamt 534,2 Tonnen und ist damit um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q3'13: 556,3) gefallen.

  • Industrienachfrage

    Die Nachfrage des Technologiesektors belief sich im dritten Quartal 2014 auf 97,9 Tonnen und fiel, verglichen mit den 103,1 Tonnen im dritten Quartal 2013, um fünf Prozent.

  • Goldbarren- und Münznachfrage

    Die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen ist im dritten Quartal 2014 deutlich gesunken – auf 245,6 Tonnen. Ein Minus von 21 Prozent im Vergleich zu 2013 (Q3: 312,3).

  • EFTs und ähnliche Produkte

    Dass die Gesamtnachfrage nach Gold gefallen ist, ist auch auf die Abflüsse aus Gold-EFTs zurückzuführen. Im dritten Quartal 2014 beliefen sich diese auf 41,3 Tonnen. Allerdings ist das deutlich weniger als im Vorjahr. Im dritten Quartlal 2013 betrugen sie noch 120,2 Tonnen.

  • Notenbanken

    Die Nettoeinkäufe von Zentralbanken betrugen im dritten Quartal 2014 92,8 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von neun Prozent (Q3'13: 101,5).

  • Investment gesamt

    Die Goldnachfrage im Investment belief sich im dritten Quartal 2014 auf 204,4 Tonnen. Das ist eine minimale Steigerung von sechs Prozent, im Vorjahresquartal waren es 192 Tonnen.

Die Aufwertung des Dollar hat dem Gold zusätzlich zugesetzt zugesetzt. Das Edelmetall verbilligte sich um ein Prozent auf 1283,31 Dollar je Feinunze. Anleger warfen auch börsennotierte Gold-Fonds (ETFs) aus ihren Depots. Die Bestände des weltgrößten ETF SPDR Gold fielen am Freitag um 0,5 Prozent auf 989,94 Tonnen. Das ist der niedrigste Stand seit vier Jahren. Sollte Gold die Marke von 1300 Dollar nicht bald zurückerobern können, trübe sich das charttechnische Bild weiter ein, schrieben die Analysten der Credit Suisse. Dann müsse mit weiteren Kursverlusten gerechnet werden.

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Gold ist in die Sprache eingedrungen, die das Denken bestimmt. Quelle: REUTERS

Seit Anfang Januar ist der Goldpreis um knapp ein Viertel zurückgegangen. Damit steuert das Edelmetall auf das schwärzeste Jahr seit 1981 zu. Von Goldman heißt es dazu: "Die jüngsten Bewegungen des Goldpreises haben die Risiken für weitere Verluste erhöht." Mittelfristig sei wegen einer Konjunkturerholung in den USA und einer weniger unterstützenden Geldpolitik mit einem weiteren Goldpreisverfall zu rechnen.

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