Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

von Anton Riedl und Sebastian Kirsch

Die Deutsche Bank muss sich derzeit gegen Vorwürfe der Marktmanipulation wehren, trotzdem soll der Anleihenhandel lebhaft bleiben. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp: Deutsche Bank - Spekulation auf ein Ende mit Schrecken

Die Deutsche Bank hat schwere Probleme. Wegen möglicher Manipulation der Devisen- und Zinsmärkte drohen ihr Strafen in Milliardenhöhe. Weltweit muss sie sich in rund 1000 größeren Rechtsstreitigkeiten verteidigen, zuletzt wurde sie vom US-Bundesstaat Virginia wegen fauler Hypothekenpapiere verklagt. Co-Chef Jürgen Fitschen hat eine Anklage wegen versuchtem Prozessbetrugs am Hals.

2,5 Milliarden Euro hat die Deutsche Bank dafür bisher zurückgestellt. Diese Summe dürfte kaum zur Beilegung aller Rechtsstreitigkeiten ausreichen. Die Bank Morgan Stanley rechnet damit, dass auf die Deutsche weit mehr als fünf Milliarden Euro an Rechtskosten zukommen.

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Sehr hohe Strafzahlungen aber könnten das Signal für eine antizyklische Spekulation geben. Die könnte ähnlich ablaufen wie bei der französischen Großbank BNP Paribas, die Mitte des Jahres von der US-Justiz zu einer Rekordstrafe von neun Milliarden Dollar verdonnert wurde. Die Aktie knickte kurzfristig ein, ging danach aber auf Erholungskurs.

Fondsmanager Michael Muders "Bei Rocket Internet waren Hedgefonds am Werk"

Fondsmanager Michael Muders lenkt den Aktienfonds für kleinere heimische Unternehmen UniDeutschland XS. Er erwartet, dass sich die Kurse der Nebenwerte stabilisieren - auch die der Internet-Beteiligungsgesellschaft Rocket Internet.

Die Aktie von Rocket Internet fiel bereits kurz nach Handelsstart um rund 13 Prozent. Allgemein war mit einem deutlichen Kursplus gerechnet worden. Quelle: REUTERS

Operativ ist die Deutsche Bank reif für höhere Kurse. Im Investmentbanking gibt es angesichts der lebhaften Emissionstätigkeit hohe Einzelerträge. So hat die Deutsche am Mega-Börsengang des chinesischen Online-Händlers Alibaba geschätzt 45 Millionen Dollar verdient. Die Zinswende ist nicht in Sicht, der Anleihenhandel sollte lebhaft bleiben. Im Geschäft mit Unternehmen setzt die Bank darauf, dass die internationale Kreditnachfrage – auch als Folge der EZB-Politik – langsam anzieht. Die Vermögensverwaltung profitiert davon, dass vor allem in den asiatischen Schwellenländern mehr wohlhabende Privatkunden Anlagemöglichkeiten suchen. Auf der Kostenseite will die Deutsche Bank ab 2015 den Aufwand um mehr als zwei Milliarden Euro drücken.

Dank der Kapitalerhöhungen im Frühjahr kletterten die Eigenmittel im Jahresvergleich um ein Fünftel auf 64,7 Milliarden Euro. In der gleichen Zeit wuchs die Bilanzsumme nur um drei Prozent. Die Bank unterlegt also ein nur wenig erhöhtes Geschäftsvolumen mit viel mehr Kapital. Damit dürfte die Deutsche nicht nur gegen hohe Strafzahlungen gewappnet sein, sondern auch keine Probleme haben, die von der EZB geforderte Kapitalstärke in Krisenzeiten zu erfüllen.

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