Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

von Frank Doll, Anton Riedl und Sebastian Kirsch

Der amerikanische Versicherungskonzern Travelers profitiert davon, dass Schadenszahlungen für Naturkatastrophen derzeit rückläufig sind. Anleger sollten die Aktie im Blick haben. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp: Travelers - Defensiver Favorit mit Top-Rating

Mit 919 Millionen Dollar Nettogewinn, sechs Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, schnitt Travelers im dritten Quartal wesentlich besser ab als von Analysten erwartet. Der amerikanische Versicherungskonzern profitiert davon, dass Schadenszahlungen für Naturkatastrophen derzeit rückläufig sind. Nachdem bis Ende September unterm Strich 2,6 Milliarden Dollar geblieben sind, steuert Travelers im Gesamtjahr auf 3,4 Milliarden Dollar Reingewinn zu. Je Aktie wären das etwa zehn Dollar. Travelers ist einer der günstigsten US-Standardwerte, ein defensiver Favorit auch in schwächeren Börsenzeiten. Ein Signal dafür ist, dass Travelers von Standard & Poors’s mit der sehr guten Ratingnote AA bewertet ist.

Das Geschäftsvolumen wächst. Nachdem die Amerikaner im November vergangenen Jahres für 1,1 Milliarden Dollar den kanadischen Versicherer Dominion of Canada übernommen haben, dürften die eingenommenen Prämien in diesem Jahr mit rund 27 Milliarden Dollar einen Rekordwert erreichen. Travelers entstand 2004 aus der Fusion des Versicherers Saint Paul aus Minnesota und dem vom ehemaligen Bankenkonzern Citicorp abgespalteten Assekuranzgeschäft. Die Wurzeln der Einzelunternehmen reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück.

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Gut die Hälfte seines Geschäfts macht Travelers mit professionellen Kunden, vom kleinen Ladenbesitzer bis zum internationalen Konzern. Zweiter Schwerpunkt sind Versicherungen für Privatkunden (Auto, Hausrat, Schaden, Unfall, Hagel, Feuer, Wind). Mit 90,3 Prozent hat Travelers ein gutes Verhältnis aus Aufwand und Schadenszahlung zu Prämieneinnahmen (Combined Ratio).

Große Gewinnsprünge sind vorerst aber nicht drin. Wegen der allgemein niedrigen Renditen wird es nicht leicht sein, wie bisher gut drei Prozent Gewinn aus den angelegten Geldern zu holen. Ein Vorteil für Anleger: In den vergangenen zehn Jahren ist das Eigenkapital je Aktie kontinuierlich gestiegen. 78 Dollar je Aktie sollte es Ende des Jahres betragen – das wären dann knapp vier Fünftel des aktuellen Kurses. Und bereits laufende Aktienrückkäufe über 4,8 Milliarden Dollar treiben die Kennzahl weiter.

Aktientipp: Hasbro - Monopoly auf dem Smartphone

Alle Kinder orientieren sich stark an Marken. Entsprechend kümmert sich der US-Spielzeughersteller Hasbro konsequent um Markenbildung. So basieren die Kinoschlager „Transformers“ oder „G.I. Joe“ auf Figuren des Spielzeugherstellers. Hasbro besitzt Lizenzen auch für Figuren von „Star Wars“ und dem Comicverlag Marvel, dessen Film „Guardians of the Galaxy“ 2014 ebenfalls die Kinokassen klingeln ließ. Seit Oktober 2010 betreibt Hasbro gemeinsam mit dem Medienkonzern Discovery Communications einen eigenen TV-Sender (Dicovery Family) und produziert in den hauseigenen Studios Serien um Actionfiguren, Brettspiele und Spielshows.

Im Juli 2013 kaufte Hasbro für 112 Millionen Dollar die Mehrheit (70 Prozent) an Backflip Studios, einem Entwickler erfolgreicher Smartphone-Spiele wie Dragonvale. Das Zusammenspiel zwischen digitalen Inhalten und physischen Produkten klappt bei Hasbro in beide Richtungen. Der digitale Hit Angry Birds wurde erfolgreich als Spielzeug etabliert, während Klassiker wie Monopoly, Risiko und Scrabble den Weg aufs Smartphone fanden.

Der Umsatz im dritten Quartal stieg um 7,3 Prozent auf 1,47 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn verbesserte sich um 43 Prozent auf 180,5 Millionen Dollar. Und Weihnachten steht erst noch vor der Tür. Hasbro produziert stete und solide freie Mittelzuflüsse, 2014 vermutlich 400 Millionen Dollar. Das garantiert Aktionären verlässliche Dividenden. Aktuell wirft die Aktie drei Prozent Rendite ab. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis 2015 ist mit 16 im Rahmen.

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