Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

von Anton Riedl

Stabiles Gewinnniveau bei Münchener Rück und gute Aussichten für MS Spaichingen. Aktien und Anleihen für die private Geldanlage.

Aktientipp: Münchener Rück - Dicke Dividende und Schutz vor Cyberangriff

Nach der Hauptversammlung am 23. April könnten die Aktionäre der Münchener Rückversicherung 7,50 Euro je Anteil Dividende bekommen. Beim aktuellen Kurs von 155 Euro wären das 4,8 Prozent Rendite. 2,4 Milliarden Euro netto hat die Münchener Rück in den ersten neun Monaten 2014 verdient, bis Ende Dezember dürften es über drei Milliarden werden. Das wären fast 18 Euro je Aktie – genug Spielraum, die mögliche Erhöhung von bisher 7,25 auf 7,50 Euro zu leisten. Und die Münchner legen hohen Wert auf die Auszahlung: Noch nie seit 1970 haben sie die Dividende gesenkt.

Natürlich, die Branche hat zwei zentrale Probleme.

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Das allgemein niedrige Zinsniveau erschwert es, aus Anleihen und Zinspapieren gute Renditen zu holen. Umso wichtiger ist, dass bei der Münchener wenigstens das Volumen der Anlagen wächst, in diesem Jahr um 6,6 Prozent auf 223 Milliarden Euro.

Die Münchner Finanzmanager mussten im Jahresverlauf Abschreibungen auf Inflationsschutzderivate vornehmen, sie dürften jetzt die Finger von solch kostspieligen Spekulationen lassen.

Münchener Rück-Aktie

  • Stärken

    Bestes Risikomanagement in der Branche, solide Kapitalausstattung

  • Schwächen

    Erstversicherungsgeschäft (Ergo) läuft nicht; Skandale kosten Geld

  • Chancen

    Großanleger könnten aufstocken; wegen solider Geschäftspolitik für Pensionsfonds interessant

  • Risiken

    Naturkatastrophen könnten kurzfristig den Gewinn verhageln; Rekordergebnis kaum wiederholbar

  • Empfehlung

    Kaufen

Zweites Problem: Weil Großschäden aus Naturkatastrophen derzeit rückläufig sind, Erstversicherer mehr Risiken auf ihre eigene Kappe nehmen und fremde Anbieter (Hedgefonds, Pensionskassen) ins Versicherungsgeschäft einsteigen, sind die Prämien unter Druck. Doch die Münchner steuern dagegen. So unterschreiben sie nur Neuverträge, die auskömmliche Margen versprechen. Zudem bieten sie komplexe Finanzprodukte an, bei denen sie keine Konkurrenz der Branchenneulinge befürchten müssen: Versicherung von Satelliten, Schutz vor Cyberattacken oder Absicherung gegen ausufernde Kosten bei Neubauvorhaben.

Auch wenn das Prämienvolumen der Münchener sinken sollte, dürfte das Gewinnniveau (und damit auch die Dividende) stabil bleiben. Zudem senken die Münchner damit ihr Risiko. Beides trägt dazu bei, dass die Eigenmittel wachsen, allein in diesem Jahr bisher um zwölf Prozent auf 29,3 Milliarden Euro. Kein Wunder, dass die Ratingagentur Standard & Poor’s die Münchener Rück mit der Note AA- als Top-Investment betrachtet.

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