Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

von Frank Doll, Anton Riedl und Heike Schwerdtfeger

Die Marktaussichten für den Ingenieurdienstleister Bertrandt sind bestens und beim österreichischen Industriekonzern Andritz ist mit einer Jahresrendite von knapp 1,8 Prozent zu rechnen. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp: Bertrandt - Voll in der Spur und mit Porsche-Option

Der Autoverband VDA erwartet, dass die Zahl der Neuwagenverkäufe weltweit 2015 um zwei Prozent steigt. Überproportional zulegen dürften dabei die Forschungs- und Entwicklungsausgaben. Sie machen derzeit etwa fünf Prozent vom Umsatz der Autohersteller aus. 2020, so die US-Berater Frost & Sullivan, werde dieser Anteil bei sechs bis sieben Prozent liegen. Davon profitiert Ingenieurdienstleister Bertrandt aus Ehningen in Baden-Württemberg. Bertrandt entwickelt Antriebe, Elektronik, Karosserie und Fahrwerke für alle namhaften Autohersteller.

Die Marktaussichten sind gut. Autokonzerne bieten eine immer größere Zahl von Einzelmodellen an, die Zyklen für Neuwagen werden kürzer. Dazu kommen der Trend zu geringerem Verbrauch und niedrigeren Emissionen sowie der Ausbau der Elektromobilität. All dies erhöht den Bedarf an technisch speziellen Bauteilen, vom Lenkrad bis zur Motorelektronik, vom Navi bis zum Antriebsstrang. Hier kommt Entwickler Bertrandt ins Spiel, bei dem Hersteller Know-how einkaufen und zugleich ihre Kosten senken. Dass der Automarkt in Westeuropa derzeit generell wieder in Bewegung gekommen ist (Neuzulassungen im November: plus 1,4 Prozent), hilft Bertrandt zusätzlich.

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Schon im vergangenen Geschäftsjahr (bis Ende September 2014) hat Bertrandt mit 871 Millionen Euro Umsatz und 62 Millionen Euro Nettogewinn besser abgeschnitten als erwartet. Die Auftragslage ist gut, die Nettomarge mit sieben Prozent vom Umsatz stabil. Im laufenden Jahr sollten rund 950 Millionen Euro Umsatz und unterm Strich mehr als 65 Millionen Euro Gewinn bleiben. Finanziell ist Bertrandt solide. In den Büchern stehen 281 Millionen Euro Eigenkapital, 60 Prozent der Bilanzsumme.

Bertrandt gehört zu 29 Prozent zu Porsche und damit zum Volkswagen-Imperium. Offiziell ist ein weiteres Aufstocken nicht geplant. Doch das war auch der Tenor, als Porsche noch 25 Prozent hatte, bevor die Zuffenhausener dann im Juli um vier Prozentpunkte aufstockten. Ob Porsche eines Tages über 30 Prozent zieht und dann ein Übernahmeangebot machen muss, ist offen. Die Spekulation darauf macht die Aktie zusätzlich interessant.

(Für weitere Details zur Aktie bitte auf dem Chart oben klicken)

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