Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

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Aktuell ist Thyssenkrupp die günstigste Industrieaktie im DAX

von Anton Riedl und Sebastian Kirsch

ThyssenKrupp ist die billigste Industrieaktie im Dax, bei ElringerKlinger ist Wachstum und die neuseeländische Wirtschaft ist stärker als in den vergangenen Jahren. Aktien, Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktientipp: ThyssenKrupp - Mächtige Aktionäre puschen den Kurs

ThyssenKrupp ist derzeit die heißeste Spekulation im Dax. Nur 33 Cent kostet ein Euro des jährlichen Umsatzvolumens an der Börse. Nirgendwo sonst gibt es im Dax echtes Industriegeschäft noch so billig. Die Versorger E.On und RWE mögen ähnlich günstig sein. Doch zum einen ist dort – besonders bei E.On – das Geschäftsvolumen durch Energiehandel aufgebläht. Zum anderen steckt hinter ThyssenKrupp eine Triebkraft, die alle Hebel in Bewegung setzt, damit die Aktie steigt: der schwedische Finanzinvestor Cevian, der im Herbst 2013 mit 5,19 Prozent bei Thyssen eingestiegen ist, mittlerweile im Aufsichtsrat sitzt und seinen Anteil auf 15,08 Prozent aufgestockt hat.

„Viel Potenzial“ gebe es bei Thyssen zu heben, versicherte Cevian-Partner und Thyssen-Aufseher Jens Tischendorf vor Kurzem. An der Börse gibt es Hinweise, dass hohe Umsätze in Thyssen-Aktien auf strategische Käufer zurückzuführen seien, die das Cevian-Lager verstärken könnten. So weit, dass die Schweden über 25 Prozent kämen und damit wichtige Entscheidungen durchdrücken könnten: Im Extremfall sogar die Aufspaltung des Konzerns, vor allem den Verkauf des Stahlgeschäfts, um für die Aktionäre das Maximale herauszuholen. Die Vertreter der klassischen Thyssen-Linie, die Krupp-Stiftung, könnten mit ihren 23 Prozent in die Defensive geraten.

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Je mehr Druck Cevian macht, desto wichtiger sind für das Thyssen-Management operative Fortschritte. Und die gibt es. Erstmals nach schweren Verlusten blieb im Geschäftsjahr 2013/14 mit 210 Millionen Euro ein echter Gewinn übrig. Der Verlauf des aktuellen Geschäftsjahrs (Umsatz plus elf Prozent, Betriebsgewinn plus 29 Prozent) könnte 2014/15 insgesamt zu mehr als 500 Millionen Euro netto führen. Im Stahlgeschäft helfen Kostensenkungen sowie günstige Preise für Erz und Energie, im Industriegeschäft (Aufzüge, Anlagen) ist die Auftragslage gut. Und bei der wichtigsten Kundengruppe, den Autoherstellern, laufen die Bänder auf vollen Touren. Auch bei seinem neuralgischen Thema, der knappen Eigenkapitalquote (acht Prozent), kommt Thyssen voran. Die Nettoschulden wurden von 6,5 Milliarden auf 4,2 Milliarden Euro abgebaut, die Finanzierung durch zwei Anleihen zu günstigen Konditionen gesichert.

Aktientipp: ElringKlinger - Doppelte Drehzahl in einem flotten Rennen

Weil Autozulieferer ElringKlinger mit 106 Millionen Euro netto im vergangenen Jahr nicht ganz so viel verdiente wie erwartet, läuft die Aktie derzeit schlechter als der Gesamtmarkt. Dabei ist Elring ein aussichtsreiches Wachstumsunternehmen, das mit 50 Prozent Eigenkapital auch noch solide finanziert ist.

ElringKlinger wird von drei großen Trends im Autobau beflügelt. Dem Bedarf nach effizienten Motoren und leichten Fahrzeugen kommen die Schwaben mit ihrem Kerngeschäft entgegen: Spezialdichtungen, Hitzeabschirmungen und hochwertige Kunststoff- und Karosserieteile. Weltweit liegt das Wachstum hier bei zehn Prozent und mehr. Die Sparte Abgasnachbehandlung profitiert von den gesetzlichen Vorgaben, die für alle großen Automärkte niedrigere Emissionen vorschreiben. Und das noch junge Geschäft mit Komponenten für alternative Antriebe (bisher ein Prozent Umsatzanteil) wird durch den Zukauf eines Brennstoffzellen-Spezialisten ausgebaut. Seit einigen Monaten liefert die Tochtergesellschaft aus Neubrandenburg erste Brennstoffzellen-Module aus, für Segelboote oder Wohnmobile.

Der weltweite Automarkt dürfte in diesem Jahr um zwei bis drei Prozent wachsen. Ähnlich wie im vergangenen Jahr dürfte Elring mindestens das Doppelte schaffen. Das Auftragspolster lag zum Jahresultimo mit 688 Millionen Euro um 15 Prozent über dem Vorjahreswert. Dass die Schwaben nach der Hauptversammlung am 13. Mai je Aktie 55 Cent Dividende zahlen, die sechste Erhöhung in Folge, ist ein optimistisches Signal.

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