Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

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Gehört zur Indus-Gruppe: Aurora

von Frank Doll, Anton Riedl und Heike Schwerdtfeger

Bei Indus-Aktien zeichnet sich eine Erholung ab und auch das Papier von United Health ist dank Obamacare einen Blick wert. Ebenfalls spannend: Fonds, die in Hochzinsanleihen investieren. Die Anlagetipps der Woche.

Aktie Indus: Bergische Connection kommt wieder

Indus übernimmt die Mehrheit an dem Automatisierungsspezialisten IEF-Werner aus Furtwangen. Das breite Kundenspektrum von IEF (Autoindustrie, Medizintechnik, Elektronikindustrie) trägt dazu bei, den Gewinn von Indus stetig und wenig abhängig von allgemeinen Konjunkturschwankungen steigen zu lassen. 43 mittelständische Unternehmen mit insgesamt 8100 Mitarbeitern stehen mittlerweile unter dem Dach der Beteiligungsgesellschaft aus Bergisch Gladbach, die in diesem Jahr auf einen Rekordumsatz von gut 1,3 Milliarden Euro zusteuert.

Ein Viertel ihres Werts haben Indus-Aktien binnen fünf Monaten verloren, weil Anleger im internationalen Geschäft der Indus-Unternehmen mit Rückschlägen rechnen, vor allem in den Schwellenländern. Zudem ging der Umsatz in der Sparte Bau und Infrastruktur im ersten Halbjahr um drei Prozent zurück. In der Metalltechnik belastet der starke Schweizer Franken. Zudem drückte der Verkauf eines größeren US-Fonds die Aktienkurse. Bis Ende des Jahres aber zeichnet sich nun eine Erholung ab.

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Den Einfluss der Krisen in Russland und China bezeichnen die Indus-Manager als spürbar, aber nicht dramatisch. Die Bausparte dürfte dank guter Aufträge im zweiten Halbjahr wieder mehr Umsatz erzielen. Den Schweizer Metalltechnik-Ablegern hilft, dass der Franken in den vergangenen Monaten wieder etwas an Wert verloren hat. Insgesamt dürfte Indus in diesem Jahr unterm Strich, je Aktie gerechnet, etwa drei Euro verdienen, einen Tick mehr als im Jahr 2014.

Aktie United Health: Gesunde Kursgewinne durch Obamacare

UnitedHealth, die größte amerikanische Krankenversicherung, dürfte in diesem Jahr ein Rekordgeschäftsvolumen von 155 Milliarden Dollar erzielen und erstmals sechs Milliarden netto verdienen. In den vergangenen zehn Jahren hätte sich der Umsatz damit verdreifacht. UnitedHealth ist einer der stärksten Wachstumstitel im amerikanischen Aktienbarometer Dow Jones und derzeit ein interessantes Basisinvestment.

Der Supreme Court, das oberste Gericht der USA, hat die von Präsident Barack Obama in die Wege geleitete Gesundheitsreform vor Kurzem als rechtmäßig abgesegnet. Damit sind alle Amerikaner verpflichtet, sich bei einer Krankenversicherung anzumelden. Geringverdiener bekommen Steuererleichterungen, niemand darf wegen Vorerkrankungen abgelehnt werden. Der Anteil der Nichtversicherten in den USA ist seit Start von Obamacare von 20 Prozent auf 13 Prozent gesunken.

Gewinner dieser Revolution im amerikanischen Gesundheitswesen ist Marktführer UnitedHealth. In der Krankenversicherung erhöhte der im Bundesstaat Minnesota ansässige Finanzkonzern die Zahl seiner Kunden im Sommerquartal um 290.000 auf 42 Millionen. Derzeit stellt UnitedHealth weit mehr als 1000 neue Mitarbeiter ein, um die anstehenden Neukunden zu betreuen.

UnitedHealth hat zudem einen zweiten Geschäftsschwerpunkt, Dienstleistungen im Gesundheitswesen, den er in diesem Jahr durch den Zukauf des Konkurrenten Catamaran aus Illinois erweitert hat. Angeboten wird hier etwa das Management von Arzneiplänen, IT-Service für Kliniken, medizintechnische Beratungen oder Gesundheitsdienstleistungen für Arbeitgeber. UnitedHealth erzielt in diesem Geschäft nicht nur zweistellige Wachstumsraten; langfristig ist die Sparte sogar ein Kandidat für eine Abspaltung.

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