Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

Aktien, Anleihen, Fonds: Die Anlagetipps der Woche

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Trotz Deregulierung auf dem Weg der Gesundung.

von Frank Doll, Anton Riedl, Heike Schwerdtfeger

Südzuckeraktien vor Comeback, Ebro Foods ist solide finanziert und Korrektur bietet Chance bei Silber. Anleihen und Fonds für die private Geldanlage.

Aktie: Takkt - Intaktes Geschäftsmodell aus dem Haniel-Portfolio Anleihe:

Damit das Geschäft des Spezialversandhändlers aus dem Takt gerät, muss die Weltwirtschaft schon zum Erliegen kommen wie während der Finanzkrise 2008/09. Ansonsten geht es mit Takkt stabil aufwärts. Das Geschäftsmodell hat sich bewährt und liefert stabile freie Mittelzuflüsse. Der Konzern ist mit seinen Töchtern in mehr als 25 Ländern vertreten. Das Sortiment umfasst Betriebs- und Lagereinrichtung, Büromöbel, Transportverpackungen, Displayartikel und Ausrüstungsgegenstände für Gastronomie, Hotels und Einzelhandel, kurzum: langlebige und preisstabile Ausrüstungsgegenstände.

Erfreulich: Die Aktionäre werden nun stärker am Erfolg beteiligt. Hauptaktionärin der Stuttgarter mit 50,28 Prozent Kapitalanteil ist die Investmentholding der Duisburger Familie Haniel. Auf der Hauptversammlung wurde einer Anhebung der Dividende von 32 auf 50 Cent zugestimmt. Bezogen auf den Gewinn, der sich 2015 von 65,7 auf 81 Millionen Euro verbesserte, liegt die Ausschüttungsquote bei 40 Prozent. Die Dividendenrendite erreicht 2,7 Prozent. Im Vorjahr knackte Takkt erstmals die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 8,5 Prozent auf 1064 Millionen Euro. Takkt knüpft in diesem Jahr an die gute Entwicklung an. Nach drei Monaten 2016 zogen die Erlöse im gleichen Tempo an. Die Nettofinanzschulden liegen mit 205 Millionen Euro lediglich 2,2 Mal so hoch wie die freien Mittelzuflüsse. Die Eigenkapitalquote erreicht 50 Prozent. Das eröffnet Flexibilität, wenn sich Chancen für Zukäufe eröffnen.

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Aktie: Ebro Foods - Spanisches Weltreich aus Reis und Nudeln

Wer über Nahrungsmittelaktien nachdenkt, dem fallen reflexartig milliardenschwere Multis ein wie Nestlé, Danone oder Unilever. Kaum weniger multinational aufgestellt ist Ebro Foods aus Spanien. Wer die Aktie vor knapp drei Jahren gekauft hat, liegt, Dividenden eingerechnet, 30 Prozent vorne (WirtschaftsWoche 39/2013). Der größte Reishersteller und zweitgrößte Nudelhersteller der Welt ist in mehr als 25 Ländern vertreten. Hierzulande ein Begriff sind etwa die Reismarken Reis-Fit und Euryza. In Spanien selbst macht Ebro Foods nur noch weniger als sechs Prozent des Gesamtumsatzes.

Dagegen entfallen auf das restliche Europa 44 Prozent und auf Nordamerika fast 40 Prozent. Der Anteil der Schwellenländer am Geschäft gewinnt zusehends an Bedeutung. Nach drei Monaten 2016 erzielten die Spanier bei Gesamterlösen von 613 Millionen Euro, gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda), eine Marge von 13,5 Prozent. Die Nettogewinnmarge lag bei gut sieben Prozent, und das eingesetzte Kapital verzinste sich ordentlich mit 16,3 Prozent. Zugute kommen Ebro Foods die tiefen Notierungen für Agrarrohstoffe. Weniger glücklich dürften die Iberer wegen ihres hohen Umsatzanteils in Nordamerika bei einer spürbaren Abwertung des Dollar sein. Doch in Panik verfallen muss man in der Madrider Konzernzentrale deshalb nicht. Immerhin entlastete ein schwacher Dollar den Einkauf, weil die meisten Rohstoffe in Dollar gehandelt werden. Ebro Foods ist solide finanziert. Die Nettoverschuldung des an der Börse mit 3,2 Milliarden Euro bewerteten Konzerns erreichte zuletzt 414 Millionen Euro. Das entspricht lediglich dem 2,4-fachen freien Cashflow und dem 1,3-fachen Ebitda. Die Nahrungsmittelaktie kommt auf eine Dividendenrendite vor Steuern von 3,2 Prozent.

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