Aktien: Das sind die Gipfelstürmer der Nebenwerte

Aktien: Das sind die Gipfelstürmer der Nebenwerte

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Viele Papiere großer Gesellschaften sind schon sehr teuer. Wer der Rally bei Dax, MDax und Dow Jones misstraut, findet in der dritten Reihe noch einige substanzstarke Anteile an Unternehmen in aussichtsreichen Nischen.

Die Warnzeichen für Börsenenthusiasten mehren sich: So sagt die Investmentbank Goldman Sachs für die kommenden zwei Jahre einen Börsen-Boom voraus. „Die globalen Aktienmärkte werden bis Ende 2015 um 43 Prozent steigen“, sagte Philip Holzer, der stellvertretende Deutschland-Chef von Goldman Sachs, vergangene Woche in Frankfurt. Besonders gut seien die Perspektiven in Europa. Viele US-Investoren, die wegen der Euro-Schuldenkrise lange einen Bogen um den Kontinent machten, seien hier wieder aktiv.

Häufig haben die Vertreter von Goldman aber anderes im Sinn als das, was sie öffentlich sagen. Mitte Juli vergangenen Jahres etwa empfahlen Goldman-Analysten, Nokia-Aktien zu verkaufen, mit einem Kursziel von 1,30 Euro. Goldman selbst jedoch stockte im Sommerquartal 2012 den eigenen Nokia-Bestand von gut 61 Millionen auf mehr als 116 Millionen Stück auf. Lohn der öffentlichen Täuschung: ein Plus von rund 200 Prozent von Nokia seit dem damaligen Tief.

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Gewinnerwartungen sinken

Auch diesmal könnte es anders laufen als gedacht. Goldman Sachs, der wohl wichtigste Spieler an den Börsen, könnte in steigende Kurse eigene Positionen und die von Kunden sukzessive abbauen.

Kursvrlauf Bijou Brigitte von 2011-2013

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US-Aktien und der Dax markierten nach der Entscheidung der US-Notenbank, die lockere Geldpolitik ungebremst fortzusetzen, neue Höchststände. Die erwarteten Gewinne der Unternehmen aber sind eher rückläufig – eine Divergenz, die zu Vorsicht mahnt.

Privatanleger, die aktuell berechtigterweise zu Zurückhaltung neigen, sollten sich für Neuengagements Aktien zuwenden, die nicht in den Depots der von Goldman Sachs & Co. verwalteten Superreichen-Vermögen liegen. Kleine Klassiker, deren Kurse weniger abhängig sind von der Geldpolitik der Notenbanken und die nicht von programmierten Börsenalgorithmen ohne Verstand in die Höhe gehandelt werden.

Bijou Brigitte: Glööckler gibt Schub

50 glitzernde Jahre hat Bijou Brigitte hinter sich. Zur Feier des Jahres wird die deutsche Glamour-Modeikone Harald Glööckler demnächst eine Spezial-Edition im Online-Shop des Hamburger Modeschmuckvertriebs anbieten. Das könnte den hierzulande von Timmendorfer Strand bis Berchtesgaden glänzend laufenden Geschäften von Bijou weiteren Schub geben. Im ersten Halbjahr wuchs der Umsatz in Deutschland um 8,5 Prozent auf knapp 78 Millionen Euro. Bijou aber ist eine paneuropäische Marke mit einem Schwerpunkt in Südeuropa.

Gabelstaplerhersteller Jungheinrich setzt auf China

Nahe Shanghai eröffnet der Konzern in wenigen Monaten eine eigene Fabrik.

Ein Gabelstapler von Jungheinrich. Quelle: dpa

Der Wirtschaftscrash und der damit einhergehende Kaufkraftverlust der Konsumenten am Mittelmeer schwappt deutlich in die Gewinnrechnung. In Spanien sackte der Umsatz um gleich 12,4 Prozent auf nur noch 25,5 Millionen Euro, in Portugal um sieben Prozent auf 5,3 Millionen Euro. Im Rest Europas mit Frankreich und Italien hielt sich der Erlösrückgang mit minus 3,5 Prozent in Grenzen. Trotzdem sackte der Konzerngewinn von 13,4 Millionen Euro auf nur noch 8,2 Millionen Euro ab. Einbrüche, die die Börse aber schon länger mit einkalkulieren durfte. Seit Mitte Dezember zog der Bijou-Kurs um ein Fünftel an (WirtschaftsWoche 50/2012). Zudem kassierten Anleger 5,50 Euro an Dividende oder neun Prozent auf ihr Investment.

So dick dürfte die Rendite in den kommenden Jahren, gemessen am aktuellen Kurs, nicht mehr ausfallen: Analysten erwarten eine Ausschüttung von rund 6,5 Prozent – das wäre trotzdem immer noch mehr als doppelt so viel wie die aktuelle Verzinsung der Dax-Aktien. Puffer in der Bilanz hat Bijou zudem deutlich überproportional: Die Nettobarmittel betragen 120 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote liegt bei enorm guten 85 Prozent. Positiv auch, dass trotz des Ertragseinbruchs die Barmittelzuflüsse aus den laufenden Geschäften von 7,4 auf 11,9 Millionen Euro sprangen.

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