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Aktien: So schlagen Sie Inflation und Niedrigzins

von Stefan Hajek

Warum Anleger in den nächsten Jahren Aktien brauchen, mit welchen Werten sie ein Vermögen aufbauen und wie sie das Risiko von Kursverlusten minimieren. Und welche die besten aus über 9000 Aktien sind.

So lesen Sie die Tabellen:

Boston Consulting ermittelt die besten zehn Aktien jeder Branche. Der Gesamtertrag (Tabelle, linke Spalte) zeigt, wie viel Prozent Anleger aus Kursgewinn und Dividenden seit Ende 2006 im Schnitt pro Jahr verdienten. Aus der Analyse der Quellen, aus denen der Erfolg sich speist, lässt sich ableiten, ob eine Aktie günstig ist. Beruht der Ertrag auf Umsatzwachstum, Gewinnmargen und Schuldenabbau, ist dies positiv.

Wankelmütige Anleger

Ein Unternehmen, das unter sonst gleichen Bedingungen seine Gewinnmarge verdoppelt, etwa von 20 auf 40 Cent Gewinn je Dollar Umsatz, müsste auch seinen Börsenwert verdoppeln. In der Realität passiert das nie, weil Anleger
Zahlen je nach Börsenstimmung anders bewerten. Ist eine Aktie stark gestiegen, obwohl sich die fundamentalen Daten eher schwach entwickelt haben, muss sich die Haltung der Anleger verändert haben: Sie gestehen dem Unternehmen etwa pro erwirtschafteten Dollar Gewinn einen höheren Börsenwert zu. Je mehr eine Aktie vom Faktor Börsenbewertung (vorletzte Spalte) profitiert hat, desto riskanter. Denn ebenso schnell, wie Aktien an der Börse beliebt werden, können sie in Ungnade fallen. Bei der Berechnung gilt: Höherer Umsatz und höhere Gewinnmargen sind wertsteigernd, ebenso Dividenden, Schuldenabbau und Aktienrückkäufe. Kapitalerhöhungen sind wertmindernd, da der Gewinn sich danach auf mehr Aktien verteilt. Der Erfolg von Kia Motors (Zeile 2) berechnet sich so: 17 Prozentpunkte aus Umsatzwachstum, 39 Prozentpunkte aus höheren Gewinnmargen, ein Punkt Dividende. 33 Punkte hat die Geringerbewertung der Kia-Gewinne (Anleger gestehen Kia für einen Dollar Gewinn relativ weniger Börsenwert zu) zunichte gemacht, drei Punkte gingen durch Ausgabe neuer Aktien verloren, 18 Prozentpunkte plus wiederum schuf Kia aus Schuldenabbau. In Summe sind dies 17+39+1–33–3+18 = 39 Prozent Gesamtertrag pro Jahr.

Illustrationen: Kristina Düllmann

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"Na ja, es könnte schlimmer sein", sagte Britta Quoka, als sie, wie Millionen Deutsche, jetzt die Prognose für ihre Rente bekam. 2100 Euro ab 2041 – wenn sie weiter einzahlt wie bisher. Damit käme die Rheinländerin über die Runden. Aber würde sie auch noch reisen oder ausgehen können? Was, wenn Miete, Heizung, Benzin weiter so schnell teurer werden wie in den letzten Jahren?

31 Jahre sind eine lange Zeit.

Sie suchte einen Finanzberater auf. Der rechnete vor: Schon bei nur drei Prozent Inflation bis 2031 hätten Quokas 2100 Euro nur noch eine Kaufkraft von 840 Euro. Quoka besitzt zwar eine Lebensversicherung und legt jeden Monat 200 Euro aufs Tagesgeldkonto. Dessen Zinsen aber gleichen nicht mal die aktuelle Niedriginflation aus; und die Lebensversicherung schickt Jahr für Jahr eine schmalere Gewinnprognose.

Der Berater schlägt vor, in Aktien zu investieren.

Und so eröffnet Quoka einige Tage später ein Depot. 10.000 Euro, die sie in Aktien stecken will, zieht sie vom Konto ab, jeden Monat kommen 150 Euro in einen Aktienfonds. Damit liegt Quoka im Trend: Erstmals seit 2001 steigt die Zahl der Aktionäre wieder: Knapp zwei Millionen Deutsche trauten sich seit Januar neu an die Börse.

Aber welche Aktien sollen Neuaktionäre wie Quoka kaufen? Solche aus Wachstumsbranchen – oder langweilige Klassiker, die regelmäßig Dividenden überweisen? Es gibt weltweit 50.000 Aktien. Wie eine sinnvolle Auswahl treffen?

Tipps für Einsteiger Tipps für Einsteiger

Was Anleger, die sich erstmals an die Börse wagen, wissen sollten.

Tipps für Einsteiger: Wann und wie viele?

Helfen dabei kann die weltweit einzigartige Analyse der Boston Consulting Group (BCG): Seit 1999 durchkämmt ein Team von Analysten jedes Jahr die Bilanzen von 9000 großen Unternehmen aus mehr als 50 Ländern. Dabei ermitteln die BCG-Analysten jene Aktien, die Anlegern über mehrere Jahre hinweg die höchste Gesamtrendite (Kursgewinne plus Dividenden) bringen. Vor allem aber analysieren sie, wie gut diese Kursgewinne vom Geschäftserfolg der Unternehmen untermauert sind – und wie gut daher die Chancen stehen, dass diese Aktien auch weiter gute Ergebnisse liefern.

Die besten Aktien der Welt

Die WirtschaftsWoche stellt die jeweils zehn besten Aktien aus zwölf Branchen weltweit exklusiv vor. Aus den Branchen-Spitzenreitern von BCG wiederum haben wir 14 chancenreiche Aktien ausgewählt, die auch durchschnittlichen Privatanlegern zugänglich sind und sich für ein sehr langfristig angelegtes Investment eignen.

Sicher: Wer Aktien kauft und – frei nach Börsenguru André Kostolany – sich schlafen legt, macht es sich zu einfach. Ab und zu ein Blick ins Depot und auf das Geschäft der darin enthaltenen Unternehmen muss sein. Auch Weltkonzerne, die heute hervorragend dastehen, können morgen unter die Räder geraten, wie zuletzt etwa General Motors, Kodak oder Nokia. Und es gibt natürlich keine Aktie, die immer steigt.

Tool: Immobilienscout24

Immobilien-Wertfinder

Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet.

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