
Auch wenn der Wahlkampfmarathon ein für ihn glückliches Ende genommen hat: Barack Obama sucht schon wieder den Kontakt mit den Wählern. So traf sich der wiedergewählte US-Präsident am Dienstag mit einer Gruppe von Inhabern kleinerer Unternehmen und am Mittwoch mit Amerikanern aus der Mittelklasse, die „schwer getroffen werden könnten, wenn der Kongress es nicht schafft, die Steuererleichterungen für die Mittelklasse zu verlängern“, so die offizielle Erklärung des Weißen Hauses.
Der kleine, aber gezielt geführte Stich macht es deutlich: Obama will über seine Auftritte in der Öffentlichkeit Druck auf die Republikaner ausüben. Diese haben die Mehrheit im Kongress – und damit die Macht, wichtige Entscheidungen zu blockieren. Vor allem anderen geht es um das „fiscal cliff“ (fiskalische Klippe), ein Programm aus Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen, das automatisch in Kraft treten würde, wenn sich Demokraten und Republikaner bis Jahresende nicht auf Einsparungen in der Haushaltspolitik einigen können.
Börsianer vom Wahlausgang wenig begeistert
Die Börsen fürchten, dass es Obama nicht gelingen könnte, diese Klippe zu umschiffen. Vor allem deshalb hatten sich Börsianer vom Wahlausgang wenig begeistern lassen. Der Aktienmarkt gab in den Wochen nach der Wahl sukzessive Terrain ab, sicher auch deshalb, weil die Börse in den Monaten vor der Wahl noch stark gestiegen war: Im September hatte der S&P 500, der Index der 500 größten börsennotierten Unternehmen der USA, mit 1474 Punkten ein neues Jahreshoch erklommen, er blieb nur rund 100 Punkte vom bisherigen Allzeithoch aus dem Jahr 2007 entfernt.
US-Aktienfonds: Chancen im größten Aktienmarkt der Welt
Fondsname: iShares S&P 500 ETF (Acc.)
ISIN: DE000A0YBR61
Wertentwicklung
1 Jahr: +24,4 %
3 Jahre: +15,2 % pro Jahr
5 Jahre: neu
Anlagestrategie: Indexfonds, der alle Aktien aus dem S&P 500 komplett im Portfolio hält
Quelle: Morningstar; Stand: 28. November 2012
Fondsname: JPM Global Healthcare B (Acc)
ISIN: LU0432979705
Wertentwicklung
1 Jahr: +37,3 %
3 Jahre: +19,9 % pro Jahr
5 Jahre: +4,4 % pro Jahr
Anlagestrategie: Investiert in der Gesundheitsbranche, regelmäßig besser als sein Index
Fondsname: Schroder ISF US Small & Mid Caps
ISIN: LU0248178732
Wertentwicklung
1 Jahr: +16,6 %
3 Jahre: +13,5 % pro Jahr
5 Jahre: +4,4 % pro Jahr
Anlagestrategie: Um die 120 ausgewählte US-Unternehmen, derzeit eher mittelgroße als kleine
Fondsname: M&G American A EUR
ISIN: GB0030926959
Wertentwicklung
1 Jahr: +24,7 %
3 Jahre: +12,6 % pro Jahr
5 Jahre: +2,5 % pro Jahr
Anlagestrategie: Konzentriert sich auf 50 große und mittelgroße US-Aktien, ohne Indexvorgaben
Fondsname: Flossbach von Storch Global Opportunities
ISIN: LU0399027290
Wertentwicklung
1 Jahr: +24,8 %
3 Jahre: +9,5 % pro Jahr
5 Jahre: neu
Anlagestrategie: Weltweit anlegend, US-Anteil flexibel, aktuell 19 Prozent USA
Fondsname: iShares S&P 500 ETF (Acc.)
ISIN: DE000A0YBR61
Wertentwicklung
1 Jahr: +24,4 %
3 Jahre: +15,2 % pro Jahr
5 Jahre: neu
Anlagestrategie: Indexfonds, der alle Aktien aus dem S&P 500 komplett im Portfolio hält
Quelle: Morningstar; Stand: 28. November 2012
Die Skepsis der Börsianer, die den Index nach der Wahl zeitweise wieder auf ein Niveau unterhalb von 1350 Zählern drückte, resultierte weniger aus der Enttäuschung über die Personalie Obama als daher, dass sein Sieg über den republikanischen Kandidaten Mitt Romney so knapp ausgefallen war. Bernd Weidensteiner, US-Experte der Commerzbank, glaubt, dass „die Demokraten ihre Verhandlungsposition durch die Wahlen zwar etwas verbessert haben, der Präsident bleibt aber auf einen Kompromiss mit den Republikanern angewiesen“. Und das ausgerechnet jetzt.
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