Aktienmärkte: Wie Anleger von Trumps Twitter-Tiraden profitieren

Aktienmärkte: Wie Anleger von Trumps Twitter-Tiraden profitieren

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US-Präsident Trump sorgt mit seinen Tweets öfters für Bewegung an den Börsen.

von Jakob Blume

Jeder Tweet ein potentieller Kurstreiber: Für Anleger sind US-Präsident Donald Trumps Attacken auf Unternehmen via Twitter unkalkulierbar. Geld verdienen lässt sich damit trotzdem.

Sie kommen unerwartet und können Milliarden bewegen: Twitter-Nachrichten von Donald Trump. Regelmäßig nutzt der US-Präsident das soziale Netzwerk, um einzelne Unternehmen zu loben oder zu beschimpfen. Weder heimische noch ausländische Firmen sind vor Trumps Zorn sicher. Jüngstes Beispiel: die US-Kaufhauskette Nordstrom. Sie hatte angekündigt, Schmuck und Klamotten des Labels von Trumps Tochter Ivanka aus dem Sortiment zu streichen. Der Präsident schimpfte: „Meine Tochter wurde so unfair behandelt von Nordstrom. Schrecklich!“.  Die Nordstrom-Aktie reagierte prompt – allerdings nicht wie erwartet: Nach einem kurzen Einbruch stieg das Papier um rund sieben Prozent.

Für Aktionäre sind die Auswirkungen von Trumps Twitter-Tiraden vor allem eines: unkalkulierbar. Doch es zeigt sich: Bislang haben sich die Aktien von Unternehmen, die im Fokus von Trump standen, vergleichsweise gut entwickelt. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie Trump mit positiven oder negativen Kommentaren bedacht hat. Das zumindest geht aus der Entwicklung des Trump Index hervor, den das US-Finanzportal Bankrate veröffentlicht.

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Der Index umfasst alle Unternehmen, die der US-Präsident seit seinem Wahlsieg in seinen Tweets erwähnt hat. Ebenfalls enthalten sind Konzerne, deren ehemalige Mitarbeiter in der Trump-Administration vertreten sind. Zu den Firmen im Index gehören die börsennotierten Medienhäuser New York Times und Fox News, der Rüstungskonzern  Lockheed Martin, Flugzeugbauer Boeing, Goldman Sachs oder der Öl-Konzern Exxon. Jedes Unternehmen wurde am Ende des Handelstages in den Index aufgenommen, an dem Trump darüber getwittert hat. „Wir werden in den kommenden Jahren die Unternehmen beobachten, auf die Trump ein Auge wirft, um zu sehen, ob sich das langfristig auf ihren Aktienkurs auswirkt“, sagt Bankrate-Analyst Claes Bell.

Seit der Wahlnacht ist der Trump-Index bislang um knapp zehn Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Der S&P 500, ein Index der die 500 größten US-Unternehmen umfasst, ist im gleichen Zeitraum nur um 6,7 Prozent gestiegen. Ein Blick auf die Einzeltitel im Trump-Index zeigt: Vielfach waren die Reaktionen der Börse auf Trumps Tweets übertrieben – und eine gute Einstiegsmöglichkeiten für risikofreudige Anleger.

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