Amundi-Vorstandschef Yves Perrier: "Selbstverständlich werden unsere Anleger davon profitieren"

InterviewAmundi-Vorstandschef Yves Perrier: "Selbstverständlich werden unsere Anleger davon profitieren"

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Der Vorstandschef der französischen Fondsgesellschaft Amundi, Yves Perrier, zur Pioneer-Übernahme.

Amundi-Vorstandschef Yves Perrier hat die Übernahme von Wettbewerber Pioneer Investments gestemmt und danach gute Zahlen vorgelegt. Warum er damit vor allem auf europäische und deutsche Anleger zielt.

WirtschaftsWoche: Amundi hat vor kurzem die Übernahme von Pioneer Investments abgeschlossen. Wie bewerten Sie diesen Schritt?
Yves Perrier: Wir sind stolz und sehr zufrieden mit dieser für unsere Gesellschaft bedeutende Transaktion. Derzeit beginnt für die Amundi Aktie, die seit Ende 2015 an der Börse notiert ist, mit der Akquisition von Pioneer Investments eine neue Phase in der Entwicklung des Konzerns. Mit der Übernahme konsolidiert Amundi seine Positionierung als europäischer Marktführer gehört ab sofort zu den weltweiten Top Ten.

Zur Person

  • Yves Perrier

    Der Chief Executiv Officer (CEO) von Amundi. Yves Perrier, ist seit 2003 Mitglied des Exekutivkommitees der Crédit Agricole S.A. und seit 2015 Kopf von Asset Management, Versicherungen und Real Estate. Als solcher ist er auch CEO von Amundi Asset Management und leitet auch die Abteilungen Crédit Agricole Insurance and Crédit Agricole Immobilier. Davor war er zwischen 2007 und 2015 Vorstand von Asset Management, Securities und Investor Services von Crédit Agricole S.A.

Welche Vorteile ergeben sich aus der Akquisition und auf welche Weise werden Ihre Anleger davon profitieren?
Selbstverständlich werden unsere Anleger davon profitieren. Die Synergien zwischen den beiden Unternehmen eröffnen Möglichkeit, unsere Anstrengungen zu verstärken. Unseren Kunden können wir so einen besseren Service anbieten. In erster Linie werden sich die Bedingungen in der Expertise unseres Alpha Management verbessern. Pioneer wird unser Know How in den Bereichen europäischen Aktien, Schuldtiteln von Schwellenländern sowie US-Dollar-Strategien sowohl bei Aktien wie bei Anleihen stärken.

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Wird sich auch die Positionierung von Amundi verbessern?
Auch das ist der Fall. In jedem Land der Eurozone wird sich unsere Präsenz erhöhen: Wir sind derzeit die Nummer Eins in Frankreich und wir werden zur Nummer Zwei in Österreich und Italien. Zudem wollen wir die Spitzenposition als ausländischer Asset Manager in Deutschland erobern.

Amundi nach Pioneer-Übernahme Neuer Fondsriese auf Gewinnkurs

Ohne viel Tamtam übernahm die Fondsgesellschaft Amundi im Sommer Wettbewerber Pioneer. Jetzt hat der neue Fondsriese erstmals Quartalszahlen gemeldet. Schiere Größe bietet offenbar Vorteile – auch für Anleger.

Nach der Pioneer-Übernahme feiert Amundi Absatz- und Gewinnwachstum. Die Aktie befindet sich seit dem Sommer 2016 in einem sehr starken und robusten Aufwärtstrend. Quelle: Reuters

Welche Ziele verfolgt Amundi nach der Übernahme von Pioneer Investments?
Unsere Ziele bleiben nach wie vor die Gleichen: einerseits unsere Kunden mit effektiven Empfehlungen zu versorgen und sie andererseits im Hinblick auf ihr Kapital und ihre Anlagekonzepte nach ihren Vorstellungen zu unterstützen. Auf diese Weise möchten wir noch mehr Vertrauen gewinnen.

Können Sie Eckpfeiler der Organisationstruktur benennen?
Sehr gern: Die Organisationsstruktur von Amundi ist gekennzeichnet durch folgende Zielvorgaben: Sie ist weltweit ausgerichtet hinsichtlich unserer Investment-Plattformen, die unabhängig von den führenden Finanzzentren arbeiten. Sie ist lokal ausgerichtet in Bezug auf unsere Präsenz in 35 Ländern, was uns in die Lage versetzt mit allen unseren Kunden enge und effiziente Beziehungen zu pflegen.

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