Analystenerwartungen: Wie Experten das Anlagejahr 2013 deuten

28. Dezember 2012
von Saskia Littmann

Was passiert nächstes Jahr an den Börsen und Anleihemärkten dieser Welt? Einige Experten haben sich bereits an der Deutung der Zukunft für Anleger versucht.

Es ist Tradition. Jedes Jahr am Silvesterabend schütten zahllose Familien in Deutschland flüssiges Blei in kaltes Wasser. Anhand der entstehenden Figuren wollen sie einen Blick auf die Ereignisse des kommenden Jahres werfen.

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Die Wahrscheinlichkeit, damit die entscheidenden Wendepunkte der kommenden zwölf Monate vorherzusehen, ist freilich äußerst gering. Eine korrekte Prognose für das Verhalten der Börsen und Anleihemärkte 2013 ist ähnlich unwahrscheinlich. Gerade in Krisenzeiten wie diesen sind korrekte Vorhersagen schwierig.

Realistische Vorhersagen

Trotzdem wagen alle Jahre wieder zahlreiche Anlageexperten einen Blick in die Glaskugel und verkünden ihre Erwartungen an Dax, Dow Jones und Co. Wie dünn das Eis ist, auf dem sie sich bewegen, zeigt die dänische Saxobank. Jedes Jahr erstellen die Investment-Experten zehn provokante Thesen für das kommende Anlagejahr. Auf den ersten Blick scheinen die zwar unwahrscheinlich, sind aber weit weniger abwegig, als es der erste Eindruck Glauben macht.

Analystenschätzungen So wird das Anlegerjahr 2013

Nach der Deutschen Bank, der Helaba und Goldman Sachs haben nun auch die Experten der DekaBank in die Kristallkugel geschaut. In zwei Punkten sind sich alle einig: Aktien bleiben ein Thema, Gold wird teurer.

Analystenschätzungen: So wird das Anlegerjahr 2013

Für 2012 prophezeiten die Dänen beispielsweise einen Einbruch der Apple-Aktie. Satte 50 Prozent sollte das Papier gegenüber seinem Höchststand von 2011 verlieren. Grund sei die wachsende Konkurrenz von Samsung, Google und Co. Von einem derartigen Einbruch blieben die Kalifornier zwar verschont, denn die Aktie kletterte auch 2012 munter weiter auf immer neue Höchststände. Innerhalb der letzten drei Monate ist das Papier aber immerhin um mehr als 25 Prozent eingebrochen – es gibt nicht wenige, die meinen, der Vorzeigekonzern hätte seine besten Zeiten hinter sich.

Relevante Gedankenspiele

Auch für 2013 spielt die Saxobank "mögliche, meist sehr negative Ereignisse durch, die die Finanzmärkte sowie den politischen Status quo grundlegend verändern würden", sagt Steen Jakobsen, Chefvolkswirt bei der Bank. Zwar handle es sich dabei nicht um offizielle Prognosen, sondern eher um Gedankenspiele. Dennoch könnten sie laut Jakobsen für Investoren relevant sein.

Das stimmt, denn gleich die erste These hätte für deutsche Anleger möglicherweise fatale Konsequenzen. Die Dänen befürchten, der Dax könnte im Laufe des Jahres wieder auf 5000 Punkte absinken, das wäre ein Verlust von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nicht nur die sinkenden Popularitätswerte von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor der Wahl im September, auch die schwächelnde Konjunktur Chinas könnten den Leitindex in den Augen der Saxobank auf Talfahrt schicken.

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Kommentar | 1Alle Kommentare
  • 28.12.2012, 14:11 UhrKronecker

    Sorry, so geht das nicht. Zum einen sagen Sie, die Wahrscheinlichkeit, die Wendepunkte vorherzusagen, sei äußerst gering (wie gering, eine Zahl gäbe hier Aufschluss). Zum andern beschießen Sie uns mit Analystenerwartungen für 2013. Was soll ich als Leser jetzt damit anfangen? Mir eine eigene Meinung bilden, dazu brauche ich keine zusätzliche Analystenmeinung. Alles Information? Zwischen 10% und 30% der DAX®-Entwicklung (und eben nicht nur der DAX®) ist "markowitzfrei", und durch nicht-diversifiziertes (spekulatives) globales Kapital festgelegt, ganz unabhängig davon, was gerade im DAX® an Blue-Chips vorhanden ist. Wenn also der DAX® 2013 steigt/fällt, dann wissen Sie warum. Gehen Sie dem nicht-diversifizierten Kapital nach, dann haben Sie vielleicht ein Chance, 2013 positiv abzuschließen. Alles andere ist (grob) fahrlässig, denn die unbestimmte Informationsmenge, die im DAX® gegenwärtig verarbeitet wird, steht seit 2007 weit näher am Casino als am Sparbuch. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Oder warum meinen Sie, hat der DAX® 2012 um fast 30% zugelegt? Weil er es Wert ist? Vor zwei Jahren noch, haben Sie einen gewissen Herrn Ackermann, für solch eine Renditevorgabe als Spekulanten angeprangert.

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