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Anlagerisiken: Ihr Vermögen im Crashtest

Obwohl die Rücklagen der Deutschen auf Rekordhoch sind, sorgen sich die meisten um ihr Geld. Anlagen bringen kaum noch Rendite, über allen Investments hängt das Damoklesschwert der Euro-Krise. Wie sicher Kapital in welchen Anlagen ist, wie vorsichtige Investoren agieren sollten: 25 Antworten auf Ihre drängendsten Fragen.

Die meisten Deutschen sorgen sich um ihre Ersparnisse. Die WirtschaftsWoche schickt alle wichtigen Anlageformen und -klassen in den Crashtest und beantwortet die drängendsten Fragen Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche
Die meisten Deutschen sorgen sich um ihre Ersparnisse. Die WirtschaftsWoche schickt alle wichtigen Anlageformen und -klassen in den Crashtest und beantwortet die drängendsten Fragen Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

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Wenn Daniel von Borries einen Bankvorstand trifft, dann stellt der Chef der Ergo-Lebensversicherung ganz gerne die Frage: „Wann ist endlich die Krise vorbei?“ Die Antwort dürfte dem Versicherungsvorstand, der für die Anlage von 112 Milliarden Euro an Kundengeldern verantwortlich zeichnet, weniger schmecken: „Kluge Banker“, erzählt von Borries, würden ihm dann antworten, dass die Krise erst vorbei sei, wenn er endlich wieder Staatsanleihen aus Spanien und Italien kaufen würde. Aber das „tun wir derzeit nicht. Also ist die Krise noch nicht vorbei“, sagt von Borries.

Bargeld

In Krisenzeiten ist es sinnvoll, das Portemonnaie voll zu haben. Möglicherweise werden ec-Karten zur Bezahlung nicht akzeptiert, und Geldautomaten spucken kein Geld mehr aus. Sehr Vorsichtige horten das für vier Wochen nötige Bargeld im heimischen Safe. Nach einer Bankpleite müssen die EU-weit vorgeschriebenen gesetzlichen Einlagensicherungstöpfe einspringen. Sie sollen Guthaben von Girokonten, Tagesgeldern und Sparbüchern bis zur Höhe von 100.000 Euro nach maximal 20 Arbeitstagen wieder bereitstellen. Diese Zeit ist zu überbrücken.

Graue Flamme = Sicher bei Bankpleite, fünf rote Flammen = hohes Risiko

Bild: Sebastian_Wolf

Wenn schon Profianleger in Sachen Schulden- und Euro-Rettungsversuchs-Tohuwabohu irritiert sind, wundert es nicht, dass private Anleger sich große Sorgen um ihr Vermögen machen. Je nach Umfrage wollen 40 bis 60 Prozent der Deutschen ihre alte D-Mark zurück. Eine „so tief gehende Verunsicherung breiter Anlegerschichten wie zurzeit“ habe er „noch nicht erlebt“, sagt Joachim Paul Schäfer, Partner bei der Münchner Vermögensverwaltung PSM.

Nüchtern betrachtet haben Bankencrash und die damit einhergegangene massive Erhöhung der Staatsschulden weltweit keine Schneisen in die Vermögen der Deutschen geschlagen. Mit fast zehn Billionen Euro liegt das in Immobilien, Sparkonten und anderen Investments geparkte Geld auf Rekordhoch. Das Gefühl, dass was faul ist im Staate Euro-Land und anderswo, dürfte nicht trügen. Müssen Anleger jetzt Gold kaufen, ihre Lebensversicherung kündigen, Euro horten? 25 klare Antworten auf die 25 drängendsten Fragen zum Geld.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 24.07.2012, 11:13 Uhrpurzel

    Kein Spaß.
    Wie man so sieht ist Geldanlage kein Spaß, sondern eine Aufgabe. "Rundum-Sorglos-Pakete" gab und gibt es nicht! Das Unternehmen pleite gehen ist ja keine Neuigkeit.
    Aktuell werden von Volkswirtschaftlern nur Aktien empfohlen, diese Leute erwarten spätestens 2017 ein Anziehen der Inflation. Dann sind alle Besitzer von Anleihen im Nachteil.
    Immobilien, selbst genutzt ja, vermietet nicht unbedingt. Weil man zusätzlich zum eigenen Zahlungsrisiko auch noch das Zahlungsrisiko des Mieters hat. Außerdem wäre ein "Betriebskapital" von mind. 2% des KP angemessen.
    Aktien, bedeutet die regelmäßige Beschäftigung mit dem Emittenden, der Weltwirtschaftslage und mehreren anderen Aspekten.
    Also auf in den Job!

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