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Anlagestrategie: So finden Sie die Super-Aktie

von Christian Panster, Katharina Schneider, Jessica Schwarzer und Serkan Dizbay Quelle: Handelsblatt Online

Wer Aktien kauft, braucht gute Nerven und Geduld. Gerade in Krisenzeiten. Doch ganz ohne geht es auch nicht. Worauf Anleger bei der Aktienauswahl achten sollten - und welche Unternehmen derzeit attraktiv bewertet sind.

Händler an der Frankfurter Börse. Die Aktienauswahl ist eine Kunst für sich. Quelle: dpa
Händler an der Frankfurter Börse. Die Aktienauswahl ist eine Kunst für sich. Quelle: dpa

Die Lage an den Finanzmärkten ist unübersichtlich. Die Anzeigetafel an der Frankfurter Wertpapierbörse zeigt einen Dax-Stand nahe der 7000-Punkte-Marke. Das ist nicht wenig, werden sich viele Anleger denken, schließlich tobt draußen, vor der Börsentüre, noch immer die Euro-Krise.

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Es wird Jahre dauern, ehe das Schuldenproblem der Euro-Staaten gelöst ist, wenn nicht sogar länger. Was das für die Aktienmärkte bedeutet – in den nächsten Wochen, aber auch langfristig -, mag niemand so recht vorherzusagen.  Das Gefühl jedenfalls sagt: die Kurse sind zuletzt zu weit nach vorn geprescht.

Und doch gibt’s da noch diesen zweiten Gedanken. Und zwar den, dass man eigentlich gar keine andere Wahl hat, zumindest einen Teil seines Geldes in Aktien zu stecken. Weil das Zinsniveau auf Jahre niedrig bleiben wird und Anleihen, Sparbücher oder Festgeld kaum Rendite abwerfen.

Was Fondskäufer wissen sollten

  • Hausbank

    Die Mehrheit der deutschen Anleger handeln ihre Wertpapiere über ihre Hausbank. Doch gerade bei Aktienfonds, die rasch an Wert gewinnen oder verlieren können, ist der Gang zum Bankberater nicht immer optimal. Denn einerseits gilt die Alternative zu Recht als teuer. Zahlen Anleger hier beim Kauf doch meist den vollen Ausgabeaufschlag. Dafür bleibt jedoch die Rückgabe der Anteile spesenfrei. Das Problem: Die Abwicklung kann hier deutlich länger dauern als einen Handelstag. Das kann zwar gute Gründe haben. Vorsichtige bevorzugen dennoch die Abwicklung über die Börse.

  • Börse

    Der sicherste Variante für zeitbewusste Anleger ist der Handel über die Börse. Dabei geben Anleger wie gewohnt ihre Order beim Bankberater ab, tragen aber als Handelsplatz die Börse Hamburg an. Dadurch fallen zwar Kosten an, die je nach Fonds etwas variieren können (www.fondsboerse.de). Dafür erfolgt die Abwicklung zeitnah. Beim Kauf von Papieren ist es ohnehin meist billiger, Fonds über die Börse zu kaufen. „Wenn Sie die Bank auf diese Option nicht hinweist, macht sie sich unter Umständen eines Beratungsfehlers schuldig“, sagt Johannes Fiala, Anwalt mit dem Schwerpunkt Kapitalmarktrecht aus München.

  • Onlinebroker

    Fondskäufer, die wissen, was sie wollen, sollten Onlinebroker oder Fonds-Supermärkte ins Kalkül ziehen. Sie bieten meist nicht nur eine Auswahl unter tausenden Fonds, die in Deutschland zum Vertrieb zugelassen sind. Oft können sie hier auch problemlos auf Sparpläne auf Wunschfonds abschließen, die sie via Hausbank nicht bekommen. Die Anbieter handeln die Fondsanteile dabei über dieselben Plattformen wie die Profis. Manche der Anbieter garantieren zudem eine taggleiche Abwicklung der Aufträge, sofern die Order vor zwölf Uhr eintrifft.

  • Absichern

    Wie bei Aktien können Fondsanleger bei manchen Anbietern zudem Limits setzen. Das bedeutet, sie beauftragen den Händler etwa mit einem Stopp-Loss den Fondsanteil zu verkaufen, sobald der Fondspreis unter eine gewisse Grenze fällt. Diese Order kostet wird dann bei steigenden Kursen nicht ausgeführt. Einige Online-Broker ziehen diese Grenze auf Wunsch bei steigenden Kursen kostenlos nach.

Schlimmer noch: die mickerigen Zinserträge könnten sogar von den höheren Inflationsraten aufgefressen werden. Die Gefahr, dass die Teuerungsraten in den kommenden Jahren deutlich steigen werden – sie  ist jedenfalls gestiegen, nachdem die großen Notenbanken die Geldmenge ins schier Unendliche ausgeweitet haben. Aktien, als Unternehmensanteile gewissermaßen Sachwerte, sind  dagegen kein schlechter Inflationsschutz. Dieses Gefühl  wiederum sagt uns: Ganz ohne Aktien geht es dann doch nicht.

Maßvoll also, nicht aufs Ganze gehen, so in etwa könnte die Aktienstrategie dieser Zeit aussehen. Ganz wichtig dabei ist die Aktienauswahl. Das gilt eigentlich immer und klingt irgendwie zutiefst banal. In Zeiten wie diesen stimmt es aber umso mehr. Investoren unterscheiden sehr genau zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Konzernen. Bei früheren Rallys, der im Frühjahr 2009 etwa, stiegen alle Aktien, auch die, die eigentlich nix taugten. „Die Flut hebt alle Boote“, heißt eine alte Börsenweisheit, auch die mit Löchern im Rumpf. Diesmal stimmt das nicht. Die ollen Kähne saufen diesmal ab.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 26.08.2012, 05:56 UhrJoselyn

    So ein dummes Geschwätz. Es gibt genug seriöse Aktien, wie z.B. BASF, Nestle, Kraft Foods, um sein Geld sicher anzulegen.

    Wer sich natürlich von hohen Risiken und hohen Dividenden locken lässt, wird schnell feststellen, dass man auch viel Geld damit verlieren kann.

  • 24.08.2012, 15:35 Uhrtalha99

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    bei der Empfehlung von Aktien empfiehlt sich auch ein Blick auf die Umsätze.
    Damm in Spanien ist definitiv nicht handelbar.

    Vielen Dank.

    MfG

    Kain Abel

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