Anlageverhalten: Schizophrene deutsche Sparer

Anlageverhalten: Schizophrene deutsche Sparer

von Kerstin Dämon

Der deutsche Privatanleger ist schwer zu verstehen. Er fürchtet zwar die Inflation wie der Teufel das Weihwasser, auf sein Anlageverhalten wirkt sich das jedoch nicht aus. Was ihn treibt, was er tut.

Die „German Angst“ schlägt an der Börse zu. Finanzkrise, europäische Schuldenkrise und die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank schüren die Angst vor dem Monster Inflation. Das ist schon lange so, die Inflationsangst ist für den Rest der Welt ein Markenzeichen der Deutschen.
Das bestätigt auch eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Infratest Ende 2011im Auftrag der Allianz, derzufolge 46 Prozent von 2277 Befragten vor der Inflation zittern. Prinzipiell hätte es deshalb deutschlandweit zu Depotumschichtungen, Zukäufen, Verkäufen und Ähnlichem kommen müssen. Aber erstaunlicherweise legte eine weitere Umfrage von TNS Emnid einen anderen Schluss nahe: Zwar zittert ganz Anlegerdeutschland vor der Inflation, aber fast 90 Prozent der Teilnehmer gaben an, ihr Anlageverhalten nicht ändern zu wollen.
Der Grund für diese Diskrepanz: Der Privatinvestor hat nicht nur Angst, er ist auch verunsichert.„In was kann man überhaupt noch anlegen?“, laute die immer wieder gestellte Frage, sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Dabei sind die Folgen von drohenden Staatspleiten und Bankencrashs an den meisten deutschen Anlegern spurlos vorbeigegangen. Eine weitere Emnid-Umfrage hat ergeben, dass 67 Prozent der Privatinvestoren „keine Auswirkungen“ durch Finanz- und Schuldenkrise spürten. Lediglich 27 Prozent hätten geringe Verluste erlitten.

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Scheinbar ein Grund zum Aufatmen. Die meisten Deutschen sind laut TNS Infratest sogar durchaus zufrieden mit ihrer Vermögenssituation. Nur wissen sie nicht, wohin mit ihrem Geld. 45 Prozent gaben an, sie wüssten nicht, wo ihr Erspartes sicher sei. In den Euro haben sie kein Vertrauen, vor Aktien haben sie Angst, viele setzen jetzt auf Betongold, sprich: Immobilien. Das eigene Häuschen bleibt ja schließlich stehen, egal, wie stark die Inflation wütet. Auch Betriebsrenten sind beim unsicheren Privatanleger beliebt.

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