Anleger suchen Sicherheit: Indizien für ein Gold-Comeback

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Anleger suchen Sicherheit: Indizien für ein Gold-Comeback

von Andreas Toller

Der Goldpreis ist zuletzt mit den schlechten Nachrichten zur Konjunktur und aus den Krisengebieten gestiegen. Einiges spricht dafür, dass die Nachfrage nach dem Edelmetall wieder anzieht.

Zunächst war die Partei Alternative für Deutschland (AfD) vom Erfolg ihres Online-Goldhandels überrascht. Die Euro-Kritiker wollten mit dem Verkauf von Goldbarren und -münzen ihre Parteikasse füllen. Tatsächlich fanden sich unter den Fans der Partei zahlreiche Goldkäufer.

Allein in den ersten 48 Stunden nach Eröffnung des Online-Goldhandels hatte die AfD Gold im Wert von 210.000 Euro umgesetzt. Kurz nachdem der Handel am 8. Oktober eröffnet hatte, meldete die AfD bereits den Ausverkauf einer von fünf angebotenen Goldmünzen.

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Wie Anleger die Geldanlage Gold beurteilen

  • 76 Prozent

    Die deutliche Mehrheit – 76 Prozent – der Bürger ist der Meinung, dass Gold eine gute Ergänzung zu anderen Geldanlagen ist.

  • 68 Prozent

    68 Prozent halten Gold für eine sichere Geldanlage.

  • 58 Prozent

    58 Prozent finden, dass Gold für risikoscheue Anleger geeignet ist.

  • 46 Prozent

    Der Aussage 'Gold ist zur Zeit eine lohnende Anlage, weil die Kurse steigen werden' stimmt knapp jeder zweite Bürger zu.

Doch der schnelle Erfolg rief offenbar inzwischen Hacker auf den Plan. Ein Unbekannter habe sich Zugriff auf E-Mails verschafft und die Daten von Goldshop-Käufern vergangene Woche im Internet veröffentlicht, sagte Parteisprecher Christian Lüth. „Wir gehen davon aus, dass das politisch motiviert war.“ Sicherheitsbeamte überprüfen derzeit den betroffenen Server, der Goldverkauf ist bis zum 22. Oktober vorerst gestoppt – offiziell zunächst wegen der kaum noch zu bewältigen Nachfrage.

Hohe Goldnachfrage

Aber nicht nur unter den AfD-Anhängern ist die Nachfrage nach Gold hoch. Auch unter nüchtern kalkulierenden Investoren ist sie wieder gestiegen. Seit sich Anfang Oktober die Talfahrt am Aktienmarkt merklich beschleunigte, ist der Goldpreis gestiegen.

Damals markierte Gold mit 1190 Dollar je Feinunze gerade auf dem tiefsten Stand seit fast einem Jahr. Während der Aktienmarkt seine rapide Talfahrt fortsetzte und die Angst vor einer neuerlichen Finanzkrise wuchs, kletterte der Goldpreis wieder auf mehr als 1250 Dollar – ein Plus von fünf Prozent in nur zwei Wochen.

Während der Goldpreis trotz der besorgniserregenden Nachrichten aus der Ukraine, dem Nahen Osten und den von der Seuche Ebola geplagten Staaten Afrikas auf niedrigem Niveau verharrte, sorgen die Unsicherheiten inzwischen wieder vermehrt für Goldkäufe. Commerzbank-Experte Eugen Weinberg begründet in seinem Kommentar zum Edelmetallmarkt den Anstieg mit den jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten, was die Nachfrage nach Gold als sicheren Hafen für Vermögen neu belebte. „Zudem setzten zuletzt auch spekulative Finanzanleger wieder verstärkt auf einen steigenden Goldpreis“, schreibt Weinberg.

Die börsengehandelten Goldfonds (Gold-ETFs) kauften Weinberg zufolge in der vergangenen Woche fünf Tonnen Gold mehr als sie verkauften - und verzeichneten somit den stärksten wöchentlichen Zufluss seit Mitte Juli. Aber allein gestern verkaufte der weltweit größte Gold-ETF, der SPDR Gold Trust, 8,9 Tonnen.

Dennoch zeigte sich der Goldpreis stabil und stieg sogar noch. Ein Anzeichen dafür, dass das Verlustpotenzial bei Gold inzwischen sehr begrenzt ist.

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