Anleihe-Guru: Bill Gross warnt vor dramatischen Folgen der Minizinsen

Anleihe-Guru: Bill Gross warnt vor dramatischen Folgen der Minizinsen

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Der Anleihe-Experte Bill Gross hatte Ende April vor einer sich abzeichnenden Korrektur bei den zu diesem Zeitpunkt stetig steigenden Bundesanleihen gewarnt.

Star-Investor Bill Gross fürchtet, dass die Geldpolitik der Notenbanken die Weltwirtschaft mehr hemmen als anschieben könnte. Er selber will aber nochmal beweisen, dass er besser abschneiden kann als der Markt.

Er selber hat unter den Mini-Zinsen schon sehr gelitten: Als "Anleihe-König" wurde Bill Gross bei Pimco zu einem der einflussreichsten Investoren der Welt. In den vergangenen Jahren stimmten die Renditen seines Fonds aber nicht mehr - Kunden zogen Milliarden ab. Gross stand vor dem Rauswurf und wechselte zum kleinen Fondsanbieter Janus.

Nun warnt Gross vor den verheerenden Folgen der Niedrigzinsen. Sollten die Zinsen rund um den Globus nicht bald wieder steigen, so Gross, könnten die Maßnahmen der Notenbanken das Wachstum der Weltwirtschaft mehr hemmen, als es anzuschieben. "Niedrige Zinssätze auf der ganzen Welt zerstören die finanziellen Geschäftsmodelle, die aber entscheidend sind, damit die moderne Wirtschaft auch funktioniert", schrieb der Fondsmanager am Montag in seinem Monatsbericht.

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Für viele Pensionsfonds und Versicherungsgesellschaften sei dies eine starke Belastung. Sie müssen ihre Gelder so sicher wie möglich anlegen, wofür es aber seit Jahren kaum eine attraktive Rendite mehr gibt. Wegen seiner Erfolge in den vergangenen Jahrzehnten folgen zahlreiche Investoren am Kapitalmarkt mit ihren Anlage-Entscheidungen denen von Bill Gross.

Zumindest in Europa sind die Aussichten auf höhere Zinsen trübe. In diesen Tagen startet die Europäische Zentralbank (EZB) ihr milliardenschweres Anleihekaufprogramm. Bis mindestens September 2016 will die Notenbank monatlich Anleihen für 60 Milliarden Euro kaufen.

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Bill Gross muss also auf die US-Notenbank Fed hoffen. Die könnte angesichts der gut laufenden Konjunktur dieses Jahr - erstmals seit 2006 - die Zinsen wieder anheben. Gross betonte, der erste Zinsschritt sei im zweiten Quartal denkbar. Er sagte zudem, einige Technologie-Aktien seien überbewertet. An der Technologie-Börse kletterte der Nasdaq-Index gerade erstmals seit 15 Jahren wieder über die Marke von 5000 Punkten.

Sollten dadurch die Zinsen wieder steigen, könnte Gross davon profitieren und erneut höhere Renditen erwirtschaften. In einem Interview mit Bloomberg räumte der Investor ein, er wolle für die nächsten zwei bis vier Jahre weitermachen, um zu zeigen, dass er den Markt immer noch schlagen kann. Er sei sehr ehrgeizig und wolle zeigen, dass er weiterhin einen Track Record erzielen kann, wie er es einst bei Pimco geschafft habe.

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