Auktionen: Münzen mit Seltenheitswert

Auktionen: Münzen mit Seltenheitswert

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Ein Rubel aus der Zeit Nikolaus I. (1796 bis 1855). Von den fünf geprägten Serien zeigt nur die erste das Doppelkinn des Zaren. Daneben ein römisches Goldstück (Aureus), auf dem der Kopf der Tochter des Mark Anton zu sehen ist (45 n. Chr.)

In Zeiten unsicherer Währungen werden Sammlermünzen immer beliebter, vor allem Stücke aus Asien. Besonders seltene Stücke können auf Auktionen Preise im sechsstelligen Euro-Bereich erzielen.

Auf einer der größten Sammlermessen für Münzen, der World Money Fair in Berlin, rollt vom 3. bis 5. Februar in Berlin der Rubel. Und das nicht nur im übertragenen Sinne. Vor dem Messebeginn, am 2. Februar, versteigert das Auktionshaus Künker fünf rare Rubel aus der Zeit des Zaren Nikolaus I. (1796 bis 1855). Der Potentat wollte zum zehnjährigen Thronjubiläum sein Konterfei und die Gesichter seiner Familie auf Gedenkmünzen verewigen. Doch da dem als eitel bekannten Zaren sein darauf abgebildetes Doppelkinn missfiel, ordnete er eine Neuauflage an. Insgesamt wurden fünf Serien dieser „Familienrubel“ gefertigt, die erstmals – bei Schätzpreisen von bis zu 250.000 Euro pro Rubel – zusammen auf einer Auktion angeboten werden. Auch wenn der Run auf russische Münzen etwas nachgelassen hat, dürften die seltenen Preziosen diese Preisregion noch erreichen.

Glänzend aufgelegt
Die wichtigsten Termine deutscher und internationaler Münzauktionen 
Auktionshaus/Ort Datum
Künker/Berlin2. Feb
Hirsch/München8. bis 11. Februar
Baldwin’s/London11. Feb
Teutoburg. Münzaukt./Burgholzhausen23. bis 25. Februar
Gorny & Mosch/München5. bis 9. März
Felzmann/Düsseldorf6. bis 7. März
Künker/Osnabrück 12. bis 16. März
London Coins/London3. bis 4. April
Morton & Eden/London23. Apr
Busso Peus/Frankfurt25. bis 27. April
Möller/Kassel30. Mai bis 1. Juni
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Derzeitiger Renner auf dem Markt der Numismatik sind Münzen aus China. „Chinesische Sammler“, sagt Erik Masuch vom Düsseldorfer Auktionshaus Felzmann, „kaufen jetzt ihre Kultur zurück, nachdem viele Münzen nur in den Export gingen.“ So ist es auch kein Wunder, dass ein chinesischer Probe-Dollar von 1911 im vergangenen Jahr mit 460 000 Euro beim Auktionshaus Künker zur teuersten in Deutschland versteigerten Münze avancierte. 1500 numismatische Raritäten aus dem Reich der Mitte kommen am 23. und 24. Februar bei den Teutoburger Münzauktionen unter den Hammer. Der Asien-Boom bescherte dem Auktionshaus 2011 die relativ höchste Preissteigerung: Eine kleine Kupfermünze aus Sezuan von 1903 vertausendfachte sich im Wert von geschätzten 50 auf 52 000 Euro. „Den nächste Asien-Boom“, prophezeit Masuch, „werden Münzen aus Indien, Thailand oder Korea auslösen.“ Das Münchner Auktionshaus Hirsch versteigert am 8. Februar Münzen aus der Zeit der römischen Republik, darunter ein Goldstück (Aureus) mit dem Kopf der Tochter des Mark Anton aus dem Jahr 45 n. Chr. (Schätzpreis 5000 Euro).

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