BaFin: Mittelstandsbonds: Aufsicht fragt Banken

exklusivBaFin: Mittelstandsbonds: Aufsicht fragt Banken

von Heike Schwerdtfeger

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat den Markt für Zinspapiere mittelständischer Unternehmen im Visier.

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Die BaFin will Mittelstandsanleihen kontrollieren

Die BaFin-Wertpapieraufsicht befragt derzeit die Banken über ihre Emissionstätigkeit (Ausgabe von Wertpapieren und deren Platzierung) bei den Minibonds. Grund sind offenbar sich häufende Insolvenzen in dem bei Privatanlegern beliebten Börsensegment. Zwar gibt es mit dem Suppenwürfelhersteller Zamek aus Düsseldorf in diesem Jahr erst die erste Insolvenz – aber schon die 14. seit dem Start der Minibonds vor knapp vier Jahren. Als gefährdet gilt auch der Maschinenbauer Rena, der jüngst eine Tochter in die Insolvenz schickte und dem die Ratingagentur Euler Hermes geringe Zukunftsaussichten bescheinigte.

Wie die WirtschaftsWoche berichtet, sind die Banken über das plötzliche Interesse der Aufseher beunruhigt. Beobachter erwarten, dass sich die BaFin im nächsten Schritt etwa für Discountplatzierungen interessieren könnte. Großanlegern sollen bei einigen Emissionen vorab Papiere zu Preisen unter dem Nennwert angeboten worden sein. Sobald die Nachfrage von Privatanlegern anzog, konnten sie die günstig erhaltenen Bonds mit Gewinn verkaufen. Bei den üppigen Emissionsgebühren, die Banken verdienten, blieb für die Rabatte genug Spielraum.

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