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Banken wittern Geschäft: Kinder sparen mehr als ihre Eltern

Junge sparen mehr als ihre Eltern, besagt eine Studie. Die Sparquote junger Menschen bis 25 Jahre liegt bei 28 Prozent. Die Sparwut greifen Banken auf und raten zur Geldanlage für die Schultüte.

Stolze 27 Euro haben Deutschlands Kinder im Durchschnitt monatlich in der Tasche. Was tun sie damit? Und was treiben sie sonst in ihrer Freizeit am liebsten? Seit 20 Jahren erlaubt die Kids-Verbraucher-Analyse des Egmont Ehapa Verlages repräsentative Einblicke in das Konsum- und Medienverhalten des Nachwuchses.

Bild: dpa

Die vermeintlich konsumorientierte Jugend in Deutschland ist einer Studie zufolge besonders sparsam. Junge Menschen legen fast ein Drittel des ihnen zur Verfügung stehenden Geldes zurück, hat eine am Mittwoch vorgestellte repräsentative Online-Umfrage im Auftrag der Deutschen Bank ergeben. Prinzipiell könnte man jetzt darauf verweisen, dass junge Menschen auch in der Regel deutlich geringere Ausgaben haben, als ihre Eltern beziehungsweise die Elterngeneration. Dennoch ist die Sparquote von 28 Prozent deutlich über dem Schnitt sämtlicher Haushalte. Diese sparten im vorigen Jahr 11 Prozent ihres Netto-Einkommens und erreichen damit im internationalen Vergleich einen sehr hohen Wert.

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Mehr sparen trotz weniger Einkommen

Junge Menschen im Alter von 14 bis 25 Jahre sind noch vorsichtiger: Von durchschnittlich 446 Euro im Monat wandern demnach 130 Euro in die meist traditionellen Sparformen wie Sparbücher, Bauspar- oder Sparverträge. 2011 waren es noch 112 Euro. Damit ist der Sparbetrag um 16 Prozent gestiegen. Das ist besonders bemerkenswert, weil das Einkommen der Jugendlichen aus Taschengeld, Nebenjobs, Ausbildung und Berufstätigkeit im Vergleich zum letzten Jahr um durchschnittlich 37 Euro gesunken ist. Junge Männer haben mit 494 Euro monatlich 47 Euro weniger in der Tasche. Bei den weiblichen Befragten ist das Einkommen im Schnitt um 28 Euro auf 438 Euro pro Monat gesunken. Wie in den Vorjahren steht jungen Frauen durchschnittlich insgesamt weniger Geld zur Verfügung als jungen Männern. Der Unterschied liegt immerhin bei 56 Euro pro Monat. Dennoch legen auch junge Frauen mit 115 Euro mehr Geld zurück als im Vorjahr (86 Euro). Ihre männlichen Altersgenossen sparen 145 Euro (2011: 137 Euro). Damit ist insgesamt unter den jungen Menschen die Bereitschaft gestiegen, trotz geringeren Einkommens mehr Geld auf die hohe Kante zu legen. Offensichtlich wirkt sich hier die Wirtschaftslage entsprechend aus: Laut Umfrage machen sich 58 Prozent der Jugendlichen Sorgen um ihre wirtschaftliche Zukunft.

Die jungen Konservativen

Grundsätzlich setzen junge Menschen bis 25 Jahre auf konservative Anlagemethoden, an Aktien oder Fonds versuchten sich nach eigenen Angaben nur 11 Prozent der Jungen gegenüber 15,5 Prozent in der Gesamtbevölkerung. Die jungen Männer sind bei der Geldanlage noch ein bisschen mutiger als die Frauen: Von ihnen entscheiden sich 14 Prozent für Aktien, bei den jungen Frauen waren es nur neun Prozent. Hinter der Vorsicht stecken bei der Mehrheit von 55 Prozent größere Konsumwünsche wie Führerschein, Auto oder eine Reise. 26 Prozent legen Geld für die eigene Ausbildung zurück. 19 Prozent schaffen Rücklagen für die Altersvorsorge.

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