Baustellen im Fondshaus: DekaBank gibt Performance Priorität

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KommentarBaustellen im Fondshaus: DekaBank gibt Performance Priorität

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Auf der Jahrespressekonferenz der DekaBank wurde klar, dass sich die Bank ordentlich anstrengen muss, um das Ergebnis von 2012 in Zukunft noch halten zu können.

von Heike Schwerdtfeger

Die DekaBank, der Fondsgigant der Sparkassen, sucht nach neuen Geschäften, um wegbrechende Provisionen aus dem Investmentfondsgeschäft zu kompensieren. Privatanleger sollen auch davon profitieren.

Kunden einer Sparkasse haben meist Investmentfonds der Deka im Depot und die Entwicklung des Fondsanbieters der Sparkassen ist für sie entsprechend wichtig. Geht es der Bank gut, kann sie auch in das Fondsmanagement investieren, gute Leute anlocken und das sollte Anlegern längerfristig bei der Performance Vorteile bringen. Theoretisch zumindest. Vor allem bei den Aktienfonds hat das aber noch längst nicht funktioniert.

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Auf die Privatkunden entfallen rund zwei Drittel des insgesamt bei der Deka verwalteten Volumens von 158 Milliarden Euro. Die daraus erzielten 786 Millionen Euro an Provisionen klingen üppig, lagen aber im Vorjahr schon bei höheren 810 Millionen Euro. Auf der Jahrespressekonferenz der DekaBank am 9. April 2013 wurde klar, dass sich die Bank ordentlich anstrengen muss, um das 2012er Ergebnis in Zukunft noch halten zu können. Denn die Mittelabflüsse aus den Fonds sind offenbar kaum zu stoppen.

Bankberater haben es immer schwerer, den Kunden noch Investmentfonds zu verkaufen, weil die Beratung immer strengeren Vorschriften genügen muss und die risikoscheuen Kunden dann lieber mit Sparanlagen versorgt werden als mit Investmentfonds, die im Kurs schwanken können.

Die wichtigsten Fondstypen im Überblick

  • Aktienfonds

    Wie der Name schon sagt, legen diese Investmentfonds in Aktien an. Aufgrund der breiten Anlagestreuung ist ein Investment in Aktienfonds weniger risikoreich als eine Direktanlage in Einzeltitel. Aktienfonds haben spezielle Anlageschwerpunkte – etwa bestimmte Branchen, Länder, Regionen oder Anlagestile.

  • Börsengehandelter Indexfonds (ETF)

    Dieser Investmentfonds – auch Exchange Traded Funds (kurz ETF) genannt – bildet einen Index wie beispielsweise den Dax eins zu eins nach. Die Zusammensetzung dieses Fonds verändert sich nur, wenn sich die Zusammensetzung des zugrunde liegenden Index verändert. Deshalb spricht man von einem passiven Investment. ETFs können fortlaufend über die Börse gehandelt werden. Ihre Verwaltungsgebühren sind sehr gering, Ausgabeaufschläge wie bei „aktiv“ gemanagten Fonds entfallen.

  • Geldmarktfonds

    Für die kurzfristige Anlage eignen sich vor allem Geldmarktfonds. Sie investieren in Geldmarktinstrumente wie beispielsweise Festgeld und kurz laufende, festverzinsliche Wertpapiere. Die Kursschwankungen dieser Fonds sind gering, die Renditeaussichten allerdings auch.

  • Immobilienfonds

    Offene Immobilienfonds legen das Geld der Anleger in Grundstücken, Erbbaurechten und Beteiligungen an Büro- und Geschäftsimmobilien an. Anleger profitieren von den Miet- und Zinseinnahmen sowie den Wertsteigerungen der Immobilien. Die Anzahl der ausgegebenen Anteile ist anders als bei geschlossenen Immobilienfonds nicht begrenzt.

  • Lebenszyklusfonds (Zielfonds)

    Sogenannte Lebenszyklusfonds sind im Grunde Mischfonds mit einem bestimmten Anlageziel beziehungsweise -horizont. Die Lebenszyklusfonds haben eine feste Laufzeit, gegen Ende dieses Zeitraums – das können 20, 25 oder 30 Jahre sein – schichtet das Fondsmanagement schrittweise von Aktien in Anleihen um, um das Kapital und die angefallenen Kursgewinne zu sichern.

  • Mischfonds

    Diese Fonds legen in Aktien und Anleihen an. Der Fondsmanager kann so in stagnierenden oder fallenden Märkten verzinsliche Wertpapiere übergewichten, bei steigenden Akteinkursen den Anlageschwerpunkt aber wieder verlagern. Das Ziel: einen höheren Ertrag als reine Rentenfonds zu erzielen und beim Risiko niedriger als bei einem Aktienfonds zu liegen. Der typische Aktienanteil liegt zwischen 30 und 70 Prozent – je nach Geschmack der Anleger.

  • Rentenfonds

    Rentenfonds investieren ausschließlich oder überwiegend in festverzinsliche Wertpapiere wie Pfandbriefe, Kommunalobligationen oder Länder- beziehungsweise Unternehmensanleihen. Da regelmäßig Erträge in Form von Zinszahlungen anfallen, bieten Rentenfonds in der Regel stetige Erträge.

Zudem wird der Deka durch die Landesbanken viel Konkurrenz gemacht und sie schießen dem Frankfurter Haus, das künftig als "gemeinsames Wertpapierhaus der deutschen Sparkassen" wahrgenommen werden will,  auch heftig gegen das Knie, wenn sich Interessen von Deka und Landesbanken in die Quere kommen.

Das ist beispielsweise der Fall seit dem Einstieg in das Zertifikate-Geschäft durch die Deka im Januar. Aber der Zertifikatemarkt ist gut besetzt. Und ob tatsächlich die guten Ratingnoten der Deka bei der Bonität den Verkauf erleichtern, muss sich langfristig zeigen. Der Markt wächst seit der Finanzkrise nicht mehr stark, weil viele Anleger seit der Lehman-Pleite Zertifikate meiden, für deren Rückzahlung der Emittent - in dem Fall die Dekabank haftet.

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