Bitcoin-Rekord: Wie kann ich Bitcoins kaufen?

Bitcoin-Rekord: Wie kann ich Bitcoins kaufen?

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Nur Attrappe: Weil Anleger nicht in physische Bitcoin-Münzen investieren können, müssen sie kreativ werden.

von Sebastian Kirsch

An der Terminbörse in Chicago sollen Anleger bald auf den Bitcoinkurs setzen können. Ein Novum, denn noch sind die Möglichkeiten begrenzt, Bitcoins zu handeln. Wo Sie einsteigen können.

Die Ankündigung löste am Dienstag direkt einen Kurssprung aus. Die Chicago Mercantile Exchange (CME) will bis Jahresende einen Future auf den Bitcoin auflegen. Fünf Prozent ging es daraufhin für die weltweit führende Kryptowährung nach oben. Mit über 7000 Dollar hat der Bitcoin mittlerweile ein neues Allzeithoch erreicht.

Mit dem Future der CME, einem Terminkontrakt, können Anleger auf die Kursentwicklung des Bitcoin wetten. Solche Produkte stammen ursprünglich aus dem Rohstoffhandel. Zwei Handelsparteien regeln damit Kaufpreis und Menge einer Ware, die zu einem Zeitpunkt in der Zukunft ausgetauscht werden soll.

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Warum den Umweg über einen Future wählen, um Bitcoins zu handeln? Der Grund ist simpel: Noch sind kaum Anlageprodukte zugelassen, die den Bitcoinkurs abbilden. Selbst für institutionelle Investoren, die große Nachfrage nach dem Bitcoin signalisieren, ist die Auswahl sehr eingeschränkt.

Quelle: Bitcoinity

Seit Jahren arbeiten Cameron und Tyler Winklevoss an einem börsengehandelten Indexfonds (ETF), der den Bitcoinkurs abbilden soll. Den ETF hatte die US-Finanzaufsicht SEC im Frühjahr aber nach einer Prüfung mit Verweis auf die Risiken für Anleger abgelehnt. Sie blockiert den Handel mit Bitcoins an US-Börsen. Sie hält die Finanzprodukte für zu riskant für Anleger, weil keine zentrale Stelle die Kryptowährung reguliert.

Doch ihre Einschätzung greift für die Zulassung des Bitcoin Futures nicht, denn die Aufsicht von Derivaten wie Futures liegt außerhalb des Mandats der SEC.

Stattdessen ist die Commodity Futures Trading Commission zuständig. Und die zeigt sich offener als die SEC. Seit 2015 hat sie den Bitcoin als Rohstoff eingestuft. Damit wird er wie Mais, Öl oder Gold handelbar. Im April erhielt bereits LedgerX die Erlaubnis der CME, Tauschgeschäfte und Optionen für den Bitcoin anzubieten. Bei LedgerX handeln aber nur Profis.

Und trotz des Bitcoin Futures an der CME in den USA: Deutsche Privatanleger werden weiterhin kaum an Bitcoin-Produkte kommen. Denn Zugang zum Handelsplatz der CME gewähren kaum eine deutsche Depotbank oder ein Onlinebroker. Lediglich bei Spezialisten wie Lynxbroker oder Interactive Brokers gibt es Zugang zur weltgrößten Terminbörse.

Anleger müssen deshalb kreativ sein, um sich am Bitcoin zu beteiligen. Ein paar Möglichkeiten gibt es bereits.

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