Börse für Einsteiger: Welche Fondskategorien es gibt

Börse für Einsteiger: Welche Fondskategorien es gibt

von Heike Schwerdtfeger

Ein international gestreutes Depot zusammenzustellen ist mühsam. Investmentfonds nehmen dem Anleger die Arbeit ab und machen die Geldanlage bequemer.

Der Fondsmanager sucht die Wertpapiere für den Fonds, er muss das Geld der Anleger nach gesetzlichen Vorgaben breit streuen und mindestens jedes halbe Jahr die gesamten Fondspositionen veröffentlichen. Alle Investmentfonds müssen eine saubere Trennung der Fondsgelder von Geldern der Fondsgesellschaft nachweisen und überwacht werden sie von einer Depotbank, die auch die Wertpapiere verwahrt. Vor Kursverlusten schützen diese Regeln allerdings nicht.

Die müssen aber nicht dauerhaft sein und bestenfalls kann der Anleger mit einer längeren Haltedauer zwischenzeitliche Verluste wettmachen. Wer einen Fondsmanager für sich arbeiten lässt, der muss für dessen Dienste auch einiges zahlen. Deswegen sollte jeder seine Fonds auch hin und wieder prüfen. Wenn der Fondsmanager sein Geld nicht mehr wert ist, ist ein Umsatteln jederzeit möglich. Fonds können üblicherweise täglich verkauft werden.

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Aktienfonds:

Es gibt inzwischen spezielle Aktienfonds für jeden noch so exotischen Börsenplatz und auch für einzelne Branchen oder Themen wie Nachhaltigkeit.

Wer es bequem haben will, fährt am besten mit einem guten weltweit anlegenden Aktienfonds, der das Geld über viele verschiedene Länder und Branchen streut. Einen solchen Fonds kann man kaufen und durchaus auch mal einige Zeit unbeobachtet liegenlassen.

Rekordbörse Fallschirm für Ihr Aktieninvestment

An der Börse geht es steil aufwärts, die Märkte sind in Rekordlaune. Aber was hoch steigt, kann auch tief fallen. So sichern Sie Ihr Depot vor einem Kurssturz.

Ein Fallschirm für die Börse: Wer jetzt die Börsenrally mitnehmen möchte, sollte sich frühzeitig auf wieder fallende Kurse vorbereiten Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Wer sich jedoch für einen Länderfonds für japanische, amerikanische, chinesische oder deutsche Titel entscheidet oder auf Goldaktienfonds, Technologie- oder Immobilienaktienfonds setzt, sollte sie stets im Auge behalten. Bei gutem Timing – also einem Kauf zu niedrigen Kursen und Verkauf zu hohen- erzielen solche Fonds Traumrenditen. Geht das Timing allerdings schief, sind die Verluste hoch.

Ein internationaler Aktienfonds kann in einem Depot durchaus 20 Prozent ausmachen, Spezialitäten-Fonds maximal 10 Prozent.

Rentenfonds:

Sie sind nicht speziell für die Altersvorsorge gemacht, sondern enthalten vor allem verzinste Anleihen, so genannte Rentenpapiere. Aber von denen gibt es ganz unterschiedlich riskante Papiere. Die Bandbreite reicht von Staatsanleihen bester Schuldnerländer über Unternehmensanleihen solider Zahler bis zu Hochzinspapieren pleitegefährdeter Firmen und Staaten.

Auch hier gibt es sehr breit gestreute Fonds die sich beispielsweise nur auf Staatsanleihen konzentrieren aber dabei die ganze Welt abdecken oder gemischte Portfolios. Neben der Zinsentwicklung, dem aktuellen Zinsniveau spielen auch die Währungen eine Rolle in den Depots und bei der Performance. Da die Verluste der Rentenfonds üblicherweise niedriger sind als bei Aktienfonds, werden sie vorsichtigen Anlegern gern empfohlen.

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Immobilienfonds:

Das Geld der Fonds wird direkt in Immobilien angelegt. Es steckt dann in Bürotürmen, Shoppingcentern, Hotels oder Logistikhallen. Einige der Immobilienfonds suchen weltweit nach vielversprechenden Investments, andere beschränken sich auf Europa. Üppig sind die Renditen nicht. Anleger müssen zudem Mindesthaltefristen und Kündigungsfristen beachten, die kürzlich eingeführt wurden um zu verhindern, dass zu viele Anleger auf einen Schlag Fondsanteile verkaufen und die Fonds dann nicht mehr liquide sind. 

Gemischte Fonds: Bei ihnen haben Fondsmanager den größten Spielraum. Sie können Aktien, Anleihen und mitunter Immobilienfonds sowie Rohstoffe und Währungen mischen. Doch stets im besten Markt den größten Schnitt zu machen gelingt den Profis selten. Viele Fonds haben eine feste Quote für Aktien oder Anleihen, das ist für den Anleger dann verlässlich, aber nicht unbedingt erfreulich.

Mit einem großen Spielraum kommen allerdings auch nur sehr gute Fondsmanager zurecht. Faustregel: Risikoscheue Anleger wählen Fonds mit höheren Anleihenanteilen, risikobereite werden mit Fonds glücklicher, die einen höheren Aktienanteil haben und dadurch auf längere Sicht mehr Performance machen sollten.

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