Börsenpsychologie: Gelassen bleiben - so besiegen Sie die Angst vorm Allzeit-Hoch

Börsenpsychologie: Gelassen bleiben - so besiegen Sie die Angst vorm Allzeit-Hoch

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Der Dax hat den Sprung über 8000 Punkte geschafft. Einigen Anlegern bereitet das bereits Sorgen.

von Saskia Littmann

Viele Anleger haben Angst vor Höchstständen an den Börsen, zu groß scheint die Gefahr sinkender Kurse. Warum ein Tu-nix-Depot in solchen Situationen helfen kann.

Stellen Sie sich vor, Sie machen mit Freunden einen Spieleabend und Ihr Mitspieler hat gerade zweimal hintereinander eine Sechs gewürfelt. Erwarten Sie erneut die volle Augenzahl auf dem Würfel? Vermutlich nicht. Und mit dieser Annahme sind Sie in der Regel nicht allein, denn die meisten Menschen halten das Ereignis für unwahrscheinlich, dabei ist die Wahrscheinlichkeit für das Würfeln einer Sechs bei jedem Wurf gleich hoch.

Ähnlich ausgetrickst werden Anleger durch die aktuelle Börsensituation. Erst am Donnerstag hat der Dax erneut die 8000-Punkte-Marke geknackt und schloss bei 8058 Zählern – dem höchsten Stand seit 2007. Längst ist nicht mehr nur von Jahres-Hoch, sondern sogar von Allzeit-Hoch die Rede. Der höchste Stand des Leitindex, 8151 Punkte aus dem Juli 2007, ist nicht einmal mehr 100 Punkte entfernt. Was nach erfreulichen Nachrichten klingt, löst bei Anlegern regelmäßig Panik aus.

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Denn kaum ist das Knallen der Sektkorken verhallt, bekommen es viele mit der Angst zu tun. Zu hoch scheint die Gefahr, dass die Kurse bald wieder in den Keller gehen. Das Signal ans Gehirn: Ein weiterer Kursanstieg ist unwahrscheinlich. Die Konsequenz daraus liegt auf der Hand. Aus Angst vor Verlusten verkaufen Anleger ihre Papiere und ignorieren dabei oft das weiterhin positive Marktumfeld.

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Ist diese Angst berechtigt? Müssen sich Anleger bereits auf den nahenden Absturz einstellen und verkaufen? Die Historie zumindest scheint den Angsthasen Recht zu geben. Denn bisher übersprang der Leitindex die 8000er Marke zweimal – jedes Mal folgte kurz darauf der Absturz. Das Hoch 2007 markierte gleichzeitig den Beginn der weltweiten Finanzkrise, die die Wirtschaft in eine tiefe Rezession stürzte. Auch im Jahr 2000 war der Höhepunkt der New Economy vom baldigen Platzen der Blase gefolgt. Kein gutes Omen?

Kurzfristig Gewinnmitnahmen möglich

„Grund zur Sorge gibt es immer“, sagt Tobias Basse, Anlagestratege der Norddeutschen Landesbank (NordLB). Das betreffe zur Zeit vor allem Europa. Risikofaktoren seien die politische Situation in Italien nach der Wahl sowie die Probleme Zyperns. Kurzfristig dämpfe sogar die Rally selber die Aussichten, denn aufgrund der guten Performance einiger Anleger könnte es an den Märkten vermehrt zu Gewinnmitnahmen kommen.

Mittel- und langfristig ist Basse allerdings wie viele andere durchaus optimistisch. Die NordLB rechnet damit, dass der Dax in den kommenden zwölf Monaten auf rund 8450 Punkte steigen dürfte. Die Analysten der Commerzbank erwarten sogar 8500 Zähler am Jahresende, im Schnitt liegen die Prognosen der Institute bei 8040 Punkten.

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