Bundesbank: Neuer Zehn-Euro-Schein soll reibungslos eingeführt werden

Bundesbank: Neuer Zehn-Euro-Schein soll reibungslos eingeführt werden

von Saskia Littmann

Als im vergangenen Mai die neuen Fünf-Euro-Scheine in den Umlauf kamen, brachte das einige Automaten durcheinander. Wenn im September der neue Zehner kommt, soll das anders werden.

Die Einführung der neuen Zehn-Euro-Scheine in diesem Herbst soll reibungsloser verlaufen als die der Fünfer im vergangenen Mai. Das erklärte die Deutsche Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt. "Die Unternehmen sind diesmal besser vorbereitet", sagte Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele.

Zur Erinnerung: bei der Einführung des neuen Fünfers hatte es vereinzelt Probleme gegeben, beispielsweise bei Automaten. Viele Ticketautomaten der Deutschen Bahn etwa spuckten den Schein wieder aus. Auch Parkautomaten wollten mit dem Neuling nichts zu tun haben. Denn die Sensoren solcher Automaten sind sehr fein, die Annahme von Falschgeld soll in jedem Fall vermieden werden. Die neuen Sicherheitsmerkmale des Fünfers brachten die Automaten durcheinander, sie konnten mit dem Schein nichts anfangen und mussten nachjustiert werden. Auch einige Händler hielten den neuen, farblich deutlich kräftigeren Schein für Falschgeld und wollten ihn nicht annehmen.

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Derartige Anlaufschwierigkeiten sollen laut Bundesbank diesmal vermieden werden. Die Hersteller der Sensoren seien diesmal gewarnt, viele wollen im Testzentrum der Bundesbank Tests durchführen, um ihre Geräte anzupassen. Der neue Zehn-Euro-Schein, der ab dem 23. September dieses Jahres in den Umlauf kommt, kann für derartige Testzwecke auch bei der Bundesbank geliehen werden.

Frischer Wind im Geldbeutel Der neue Fünf-Euro-Schein ist schwerer

Die Bundesbank hat den neuen Fünf-Euro-Schein vorgestellt. Er soll nicht nur sicherer sein, sondern vor allem strapazierfähiger. Was Sie über den neuen Fünf-Euro-Schein wissen müssen.

Der neue und der alte Fünf-Euro-Schein im Vergleich.

"Ab Ende September werden Verbraucher dann überwiegend neue Zehner aus den Geldautomaten erhalten", sagt Thiele. Allerdings bleibt der alte Zehner im Umlauf - wie damals der Fünfer wird er sukzessive ausgetauscht. Dieser Austausch geschieht relativ schnell, denn gerade Scheine mit kleinem Wert haben eine vergleichsweise kurze Lebensdauer. So hat der im Mai 2013 eingeführte neue Fünfer bereits eine Marktdurchdringung von über 90 Prozent erreicht.

Um die Lebensdauer zu verlängern und damit langfristig die Kosten zu senken, haben die neuen Scheine der sogenannten "Europa-Serie" eine spezielle Lackierung, die sie robuster machen soll. Ob sich diese aufwendigere und auch teurere Lösung lohnt, lässt sich allerdings noch nicht sagen. "Der Fünfer hat eine durchschnittliche Lebensdauer von etwas mehr als einem Jahr", so Thiele. Erst anderthalb bis zwei Jahre nach der Einführung ließe sich sagen, ob der neue Schein tatsächlich widerstandsfähiger ist.

Die Merkmale des neuen Zehners sind denen des mittlerweile zum Alltag gehörenden neuen Fünfers sehr ähnlich. Die Farben sind deutlich kräftiger als das blasse Rosa des alten Scheins. Gleich bleiben werden dagegen die Motive, eine Brücke aus der Zeit der Romantik. Ebenfalls vom Fünfer bekannt sind die smaragdgrüne Zehn auf der Vorderseite und das Wasserzeichen der Europa, einer Gestalt aus der griechischen Mythologie.

Auch Sehbehinderte können den neuen Zehner vom Fünfer unterscheiden. Beide Scheine haben an den Seiten fühlbare, hervorgehobene Strukturen. Damit beide Noten voneinander unterschieden werden können, ist dieses fühlbare Relief beim neuen Zehner in der Mitte unterbrochen.

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Als nächster neuer Schein wird der Zwanziger folgen. Ob dieser allerdings bereits 2015 in den Umlauf kommt, ist laut Thiele noch nicht entschieden. Gedruckt werden die neuen Scheine in Deutschland und anderen Ländern der Euro-Zone. Das Bargeld, welches jede Notenbank der Euro-Zone beisteuern muss, richtet sich nach ihrem Anteil am Gesamtkapital der EZB. Deutschland muss dementsprechend das meiste liefern.

Wer welche Scheine drucken muss, wird in der Regel einmal im Jahr vom EZB-Rat bestimmt. Die Druckkosten muss dann jede Bank selber tragen. Die Bundesbank schreibt die Aufträge jeweils aus. Etwa acht Cent kostet die Herstellung einer Banknote im Schnitt, kleinere Scheine wie Fünfer sind laut der Bundesbank etwas günstiger. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Kosten für die Bargeldversorgung laut Bundesbank auf rund 80 Millionen Euro. Allerdings schwanke der Wert stark, so Thiele, je nach dem, wie viele Scheine in einem Jahr ausgetauscht werden müssten.

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