Bundesbank: Rücktransport der Goldreserven kostete bisher 600.000 Euro

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Bundesbank: Rücktransport der Goldreserven kostete bisher 600.000 Euro

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Gekennzeichnete Goldbarren der Deutschen Bundesbank.

Die Bundesbank verlagert einen Teil ihrer im Ausland lagernden Goldreserven zurück nach Frankfurt. Um diesen Rücktransport ranken sich nicht nur viele Verschwörungstheorien, er ist auch nicht billig.

Die Verlagerung der Goldreserven aus dem Ausland zurück nach Frankfurt wird für die Bundesbank zu einem immer schwierigeren Thema. Nicht nur, dass sich haufenweise Verschwörungstheorie um die im Ausland lagernden Goldbarren ranken, die Verlagerung ist auch noch teuer. Bisher hat sich die Bundesbank die Verlagerung nach Deutschland 600.000 Euro kosten lassen. Eine Sprecherin der Notenbank in Frankfurt bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht des „Spiegel“. Die Summe umfasst Transport, Versicherung und das Umschmelzen der Barren.

Der Großteil der deutschen Goldreserven lagert aus historischen Gründen im Ausland, vor allem in den Tresoren der US-Notenbank Fed in den USA. Die Bundesbank will bis spätestens 2020 die Hälfte des Goldschatzes von fast 3400 Tonnen - aktueller Wert rund 95 Milliarden Euro (Stand Ende Januar) - in heimischen Tresoren unterbringen.

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Zu den Gesamtkosten der Aktion macht die Bundesbank keine Angaben. Das hängt nach Einschätzung von Experten unter anderem damit zusammen, dass sich die Kosten für die Versicherung des Edelmetalls am jeweiligen Goldpreis orientiert. Ein weiterer Kostenfaktor ist das Umschmelzen der Barren: Weil viele der bei der Fed gelagerten Barren nicht dem heutigen gültigen Standard entsprechen, lässt die Bundesbank die Barren nach der Verlagerung in Europa umschmelzen.

Über den Atlantik transportiert werden dürfte das deutsche Gold auf dem schnellsten Weg: per Flugzeug - in kleinen Tranchen, um das Risiko zu minimieren. Die Bundesbank selbst äußert sich nicht zu den Details. Zu groß ist das Sicherheitsrisiko für den teuren Transport. Die Bundesbank verweist allerdings darauf, dass auch bei regulären Geldtransporten derartige Sicherheitsvorkehrungen gelten.

2013 wurden 37 Tonnen Gold nach Deutschland geholt - 32 Tonnen aus Paris und fünf Tonnen aus New York. In diesem Jahr sollen es deutlich mehr sein: Aus New York sollen 30 bis 50 Tonnen Gold nach Frankfurt geholt werden, aus Paris 50 Tonnen, wie die Bundesbank-Sprecherin erklärte. Da bisher relativ wenig Gold nach Deutschland geholt wurde, fürchten Kritiker weiterhin, die Bestände im Ausland seien gar nicht mehr vorhanden. Die Bundesbank wehrt sich allerdings gegen diese Vorwürfe und rechtfertigt das mit der Anlaufzeit, die das Projekt braucht.

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2012 war in Deutschland eine öffentliche Debatte über die Sicherheit des deutschen Goldes entbrannt. Der Bundesrechnungshof forderte regelmäßige Stichproben der Bestände im Ausland. Die Bundesbank reagierte mit der Ankündigung, einen Großteil des Goldes künftig in Deutschland zu lagern. Im Zuge der Umlagerung sollen die Goldbarren auch auf Echtheit geprüft werden, einige werden auch in aktuelle Lagerformen umgeschmolzen.

Das im Ausland lagernde Gold war vor allem in den 1950er und 1960er Jahren als Bezahlung hoher deutscher Außenhandelsüberschüsse in den Besitz der Bundesbank übergegangen: Die Wirtschaftswunderjahre brachten der Bundesrepublik dank des Exports viele Dollar ein, die bei der US-Zentralbank gegen Goldforderungen eingetauscht werden konnten.


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