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Chartsignal: Kampf um den Goldpreis

von Anton Riedl

Die von Vielen erhoffte Goldrally lässt auf sich warten. Zwischen 1550 Dollar und 1700 Dollar entscheidet sich, ob das Metall seinen großen Trend fortsetzt. Eine Entscheidung bahnt sich langsam an.

Gold Quelle: REUTERS
Setzt das Edelmetall die große Aufwärtsbewegung fort? Im Chart spitzt sich die Entscheidung zu Quelle: REUTERS

Seit zehn Monaten warten Goldfans darauf, dass das Edelmetall die große Aufwärtsbewegung fortsetzt. Im Chart spitzt sich die Entscheidung zu. Dass Gold jedoch nahtlos seinen großen Trend nach oben fortführt, ist keineswegs ausgemacht.

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Der Preisverlauf gibt Warnsignale. Im Dezember 2011 brachen die Notierungen den seit 2008 bestehenden Aufwärtstrend (1), kurz danach rutschten sie unter die Durchschnittslinie der vergangenen 200 Börsentage (2). Die 200er-Linie eroberte Gold zwar wieder zurück, kam aber nur bis an den alten Trend (3), dessen Bruch damit bestätigt wurde. Bei derzeit rund 1620 Dollar verläuft der Goldpreis wieder unter der 200er-Linie, die nun auch noch abkippt; ein Zeichen von Schwäche.

Diagramm: Edelmetall auf der Kippe Quelle: Thomson Reuters
Diagramm: Edelmetall auf der Kippe (zum Vergrößern bitte klicken) Quelle: Thomson Reuters

Durch die Schwankungen der vergangenen zwölf Monate ist das Bild eines großen, symmetrischen Dreiecks entstanden (4). Ein solches Dreieck kann durchaus einen Trend beenden, wenn Gold aus der Formation unten herauskippt. Noch aber hält die Basislinie des Dreiecks, die derzeit bei 1550 Dollar verläuft (5).

Im Dreieck selbst halten sich Bullen und Bären die Waage: Positiv ist, dass die Anstiegsphasen dynamischer verlaufen als die Kursrückgänge; negativ, dass die Notierungen aktuell in der unteren Hälfte des Dreiecks liegen und nicht in der oberen.

Geldanlage Die Entwicklung des Goldpreises

Der Preis für die Feinunze Gold in Dollar

Nachdem der Goldpreis mehrmals das Basisniveau um 1550 verteidigt hat, sollte er kurzfristig mindestens zur 200-Tage-Linie (bei 1650) oder besser noch zur Dachlinie des Dreiecks (bei 1700) klettern (6). Dann wäre der leichte Vorteil der Pessimisten wieder ausgeglichen.

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Danach wäre sogar ein Bruch der 1700er-Linie möglich – und im Anschluss daran die Fortsetzung der großen Aufwärtsbewegung. Die Chancen dafür stehen 60 zu 40.

Dennoch immer die Untergrenze bei 1550 im Auge behalten. Sollten die nicht halten, kann es schnell in Richtung 1400 oder 1300 Dollar gehen.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 12.07.2012, 21:06 UhrFrosch

    Vollkommen richtig. Mir ist der Dollarpreis Gold so was von egal.
    Ich lebe im Euroland und für mich ist der Europreis entscheidend. Und dieser ist relativ stabil, stabiler auf jeden Fall als so manch andere "sichere" Anlage. Ich bin selbst seit 35 Jahren Banker und staune über soviel Naivität der vielen Papiergeldanleger. Der Zug fährt voll gegen die Wand.

  • 12.07.2012, 13:37 UhrInput

    Gold steht aktuell bei ca. 1568 Dollar die Unze.
    Der Euro fällt und fällt und steht im Moment bei 1,217.
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    Macht 1288 EURO die Unze Gold.
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    ...........................kann es schnell in Richtung 1400 oder 1300 Dollar gehen.

    Und? Ist der EURO dann bei 1,10 gelandet , notiert die Unze Gold immer noch in der Region um 1280 EURO.

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    Bei Silber verhält es sich genau so . Man konserviert also sein Vermögen bei dem Erwerb von Edelmetallen. NICHTS anderes umtreibt dieses Käuferklientel.
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    Sie glauben doch wohl nicht im Ernst das Aktien , Staatsanleihen , Privat Equity & Co. auch nur annähernd besser performen?
    Im Kondratieff Winter sind diese Anlageformen ein Fall für den Vermögensbestatter.

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