
DüsseldorfDer Dax legt zu. Seit Tagen schon. Mittlerweile kratzt der Leitindex wieder an der Marke von 7000 Punkten. Anfang Juni, als der Dax sogar kurzeitig unter 6000 Zähler gerutscht war, hätten das nur Wenige für möglich gehalten.
Ganz geheuer ist vielen Profis die kleine Rally am Aktienmarkt allerdings nicht. 48 Prozent der Vermögensverwalter gehen davon aus, dass die Aktienkurse im August sinken werden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Münchener DAB Bank. 39 Prozent erwarten dagegen eine gleich bleibende Entwicklung, 13 Prozent setzen auf steigende Märkte.
Befragt wurden sämtliche Teilnehmer des Depot-Contests, eines Wettbewerbs unter Vermögensprofis, den die Münchener Direktbank ausrichtet. Insgesamt 30 Vermögensverwalter messen sich seit Januar. Dabei kommt es darauf an, wessen Musterdepot am Ende des Jahres am besten dasteht.
Es ist die Suche nach der Zauberformel gewissermaßen. Die DAB Bank unterscheidet zwischen drei verschiedenen Depotkategorien: „Sicherheit“, „Ausgewogen“ und „Chance“. Insgesamt haben die Geldverwalter eine Million Euro Spielgeld zur Verfügung, das es zu mehren gilt. Anleger können die aktuellen Depots der Profis, ihre Wertpapierkäufe und -verkäufe im Internet unter www.depot-contest.de mitverfolgen.
In der Kategorie Ausgewogen liegt derzeit die Consulting Team Vermögensverwaltung vorn. Seit Jahresanfang hat das Depot mehr als sieben Prozent zugelegt. Bei den ausgewogenen Depots führt derzeit die Wolfgang Müller Wertpapiermanagement deutlich mit einem Plus von rund elf Prozent. Knapper geht es in der Kategorie „Chance“ zu: Die Vermögensverwalter Sand & Schott, die Top Vermögensverwaltung sowie die Vermögensverwalter Schneider, Walter und Kollegen haben ihr Spielgeld bislang um mehr als 8,7 Prozent vermehrt.
Den größten Unsicherheitsfaktor bildet für die Finanzprofis nach wie vor die europäische Staatsschuldenkrise. Die Hälfte der befragten Vermögensverwalter hält deutsche Aktien derzeit für fair bewertet. Für 35 Prozent sind sie aktuell unter, für 13 Prozent überbewertet. Vor zwei Monaten hatten noch mehr als über 80 Prozent der Befragten gesagt, deutsche Aktien seien günstig.
Verglichen mit vorangegangenen Umfragen waren die Profis pessimistisch wie noch nie seit Beginn der Befragung im Oktober 2011.




















