Designierte Fed-Chefin: Lockere Geldpolitik geht erst einmal weiter

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Designierte Fed-Chefin: Lockere Geldpolitik geht erst einmal weiter

Die lockere Geldpolitik der USA soll auch unter der designierten Chefin der Notenbank Fed, Janet Yellen, erst einmal beibehalten werden. Die US-Wirtschaft müsse sich noch weiter erholen.

Die künftige US-Notenbankchefin Janet Yellen will trotz anziehender Konjunktur die Geldschleusen weiter offen halten. "Es ist geboten, dass wir alles tun, um einen starken Aufschwung zu fördern", betonte die designierte Nachfolgerin von Ben Bernanke an der Spitze der Federal Reserve in der Anhörung anlässlich ihrer Nominierung vor dem Bankenausschuss des US-Senats am Donnerstag. Sie sei persönlich dazu fest entschlossen, denn Wirtschaft und Arbeitsmarkt blieben bis dato weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. "Es liegt noch mehr Arbeit vor uns", sagte die aktuelle Vizepräsidentin der Fed und Stellvertreterin Bernankes in Washington und dämpfte damit Spekulationen, die Fed könne wegen der Konjunkturerholung ihre Geldspritzen schon bald verringern. Die New Yorker Wall Street reagierte mit Kursgewinnen.

Die 67-jährige Top-Ökonomin und frühere Chefin der Fed von San Francisco gab mit dem Auftritt vor dem Ausschuss einen ersten Hinweis auf die künftige Geldpolitik der USA unter ihrer Führung. Sie wird voraussichtlich im Februar das Erbe von Bernanke antreten und dann als erste Frau an der Spitze der mächtigsten Notenbank der Welt stehen. Zuletzt hatten einige Fed-Vertreter den Dezember als Termin für ein langsames Ende der ultralockeren Geldpolitik signalisiert.
Yellen betonte, es gebe keinen festen Zeitpunkt für das Drosseln der Wertpapierkäufe von derzeit 85 Milliarden Dollar pro Monat. Bislang überwiege der Nutzen des Programms die Kosten. Zugleich gehe sie davon aus, dass die Geldpolitik noch geraume Zeit "sehr konjunkturstimulierend" bleibe, auch wenn eines Tages das Volumen der Käufe reduziert werden müsse. Die Geldpolitik könne "nicht für immer" so locker bleiben.
Yellens deutliches Plädoyer für eine Stützung der Konjunktur wird dennoch als Signal gewertet, dass die Notenbank ihre Wertpapierkäufe im Dezember noch nicht zurückfahren wird. "Eine Reduzierung noch in diesem Jahr dürfte damit vom Tisch sein", urteilt LBBW-Analyst Uwe Streich. Fed-Beobachter Bernd Weidensteiner erwartet nun, dass die Notenbank wohl erst im März 2014 die Konjunkturhilfen zurückfahren wird.

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"Das wäre kein schlechter Einstand", sagte der Commerzbank-Ökonom. Obwohl Yellen eher als Verfechterin einer lockeren Geldpolitik gelte, könne sie damit dann zeigen, dass sie auch zu unpopulären Maßnahmen bereit sei.Vor den Senatoren ließ Yellen jedoch keinen Zweifel daran, dass sie den Zeitpunkt jetzt noch nicht für gekommen sieht: Eine Unterstützung der Konjunktur sei momentan der sicherste Weg, um zu einer normalen Geldpolitik zurückkehren zu können. Yellens Gegner befürchten zunehmende Inflationsgefahren, wenn die Fed unter ihrer Führung zu spät die Geldflut an den Märkten wieder eindämmen sollte.
Die erforderliche Mehrheit im Senat für die Nominierung dürfte der ersten Frau auf dem Chefsessel der Fed dennoch sicher sein, auch wenn einige Republikaner mit kritischen Fragen die Bestätigung zu erschweren versuchten. Der mehrheitlich mit demokratischen Parteifreunden von US-Präsident Barack Obama besetzte Bankenausschuss prüft Yellens Qualifikation für den Job, bevor der gesamte Senat über die Personalie abstimmt.

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