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Deutsche Bank : Kritik wegen eines Todes-Fonds

Quelle: dpa

Er trägt das Leben im Namen, doch es geht um den Tod: beim Fonds „db Kompass Life 3“ spekulieren Anleger auf das Sterben von Menschen. Jetzt kritisiert der Bankenverband die Deutsche Bank für diesen Fonds.

Verkleidete Aktivisten des globalisierungskritischen Netzwerkes attac protestieren in Frankfurt am Main bei der Bilanzpressekonferenz der Deutschen Bank. Jetzt kritisiert der Bankenverband das Geldhaus für seinen Fonds „db Kompass Life 3“ Quelle: dapd
Verkleidete Aktivisten des globalisierungskritischen Netzwerkes attac protestieren in Frankfurt am Main bei der Bilanzpressekonferenz der Deutschen Bank. Jetzt kritisiert der Bankenverband das Geldhaus für seinen Fonds „db Kompass Life 3“ Quelle: dapd

Die Deutsche Bank gerät wegen eines ethisch zweifelhaften Fonds mit einer morbiden Anlage-Idee erneut in die Kritik. Die Ombudsstelle des Bankenverbandes verurteilte laut einem „Spiegel“-Bericht einen Fonds der Bank, bei dem auf die Lebenserwartung von Menschen spekuliert wird.

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„Dies ist mit unserer Wertordnung, insbesondere der in ihrem Mittelpunkt stehenden Unantastbarkeit der menschlichen Würde, kaum in Einklang zu bringen“, schrieb die Ombudsstelle nun laut dem Nachrichtenmagazin einem Anleger.

Ein Gericht müsse nun die Frage klären, ob die „Wette auf die Lebensdauer eines ausgewählten Personenkreises nicht gegen sich aus unserer Sittenordnung ergebende Verhaltensverbote verstößt“. Die Bank wollte sich zu dem Bericht am Sonntag auf Anfrage nicht äußern.

Der Fonds „db Kompass Life 3“ ist dem Bericht zufolge einer von drei Lebensversicherungsfonds, für die die Deutsche Bank über 700 Millionen Euro bei Kleinanlegern eingesammelt hat. Dabei biete sie eine Art Wette auf die Restlebensdauer von rund 500 Personen an. Das Produkt basiere auf komplexen versicherungsmathematischen Modellen.

Das Prinzip ist dennoch einfach: Je früher die sogenannten Referenzpersonen des Fonds sterben, desto höher ist der Gewinn für die Anleger. „Das ist ein makabres Rechenspiel ohne jedes Investitionsobjekt“, sagte Rechtsanwalt Tilman Langer, der laut dem Bericht rund 30 Anleger des Fonds vertritt.

Diskussionen um die Fonds kursieren bereits seit einiger Zeit. Anleger beklagten unter anderem, dass der Fonds nicht die erhofften Gewinne abwirft. Viele Versicherte lebten schlichtweg länger als gedacht.

Quelle: dpa
5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 08.02.2012, 09:06 UhrAnonymer Benutzer: Frank

    "Fond Kompost Life 4"
    Wer stirbt zuerst
    bei der Deutschen-Bank?
    Vorstand oder Aufsichtsrat
    Zeichnen Sie hier 20,5% p.a

    Es ist die Deutsche-Bank
    die den Toten die Augen schließt.
    Fond Kompass Life 4
    Mit Gewinn sterben 20,5% für
    die Deutsche-Bank

    Lautlos herabgeschwebt,
    und gierig Abgesahnt.
    Fond Kompost Life 4
    Die Todeswette der
    "Deutschen-Bank"

    Kompost Life 4
    Schneller sterben mit der
    Deutschen-Bank !
    Zeichnen Sie hier und heute
    20,5% p.a

    An Perversitäten nicht zu Überbieten
    Deutsche-Bank
    90er Jahre Schrott-Immobilien
    2011 Streubomben
    2012 Todeswetten
    Wer Stoppt diesen Wahnsinn ?

    Nicht das Freuen, nicht das Leiden
    stellt den Wert eines Menschen da.
    Fond Kompass Life 4 8,5% p.a.
    Todeswette der Deutschen-Bank

    Jeder muss alleine gehen seinen
    schwersten Gang.
    Das muss nicht sein Todeswetten
    bei der Deutschen-Bank
    Wir lassen Sie nicht einfach Sterben !
    Fond Kompass Life 4 8,5% Zinsen p.a

    Was die Deutsche-Bank uns gewesen
    steht am Grabstein nun zu lesen.
    "Kompass Life 4"
    Todeswette der Deutschen-Bank
    Fond Kompass Life 4 8,5% Zinsen p.a

    Die kranken Gehirne bei der
    Deutsche-Bank
    90er Jahre Schrott-Immobilien
    2000 Streubomben,Todeswetten
    Atom Kraftwerke u.s.w
    Wer Stoppt diesen Wahnsinn ?

  • 06.02.2012, 14:48 UhrAnonymer Benutzer: Sind_wir_scheinheilig

    Eines darf man nicht vergessen, die Versicherungsnehmer, die ihre Police wegen einer schweren Krankheit verkauft haben, um ihr restliches Leben etwas zu versüssen, haben ja etwas von dem Geschäft.
    Diese Menschen hätten ansonsten die Policen kündigen müssen und hätten dabei einen viel kleineren Rückkaufswert bekommen.
    Inwieweit das ethisch bedenklich sein soll, muss mir jemand erklären.
    Die Anleger wussten hoffentlich auf welches Risiko man sich einlässt; wenn das so ist, kann ich in diesem Fonds kein moralisches Problem erkennen. Immer auch mal an die betroffene andere Seite denken!

  • 06.02.2012, 13:46 UhrAnonymer Benutzer: Alibaba

    Och, ist das alles scheinheilig. Die ersten Risiko-LV-Policen wurden 2002/2003 auf den Markt gebracht. Ethisch war das m.E. sauber, da der erste Schritt von den versicherten Personen ausging, welche ihre Policen verkaufen wollten. Ohne deren Mittun gäbe es keinen Markt, da die Versicherungen deutlich weniger Rückkaufswert bzw. gar keinen Rückkaufswert bezahlt haben. Wenn die Anlageklasse nun nicht läuft, muss ja jemand schuld sein. Im Zweifel immer die Bank, die weiß ja alles im vornherein...

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