Deutschland-Fonds: Wie Anleger Dax-Schwankungen meistern

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Deutschland-Fonds: Wie Anleger Dax-Schwankungen meistern

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von Heike Schwerdtfeger

Die jüngste Korrektur an der Börse könnte nur der Anfang gewesen sein. Wer die Risiken einzelner Aktien scheut, schont seine Nerven mit guten Mischfonds, die auch in heimische Titel investieren.

Die 10.000 Punkte beim Dax schienen am vergangenen Montag zunächst in weite Ferne gerückt zu sein. Knapp um fünf Prozent war das deutsche Börsenbarometer innerhalb weniger Tage gefallen, es ging von 9758 auf 9316 Punkte abwärts. Doch schon am Dienstag haben sich die Kurse leicht erholt.

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Die deutschen Aktien boomen, weil das Geld vieler angelsächsischer Investoren ins Euroland fließt. Probleme mit der „Eurorettung“ blendeten diese Investoren derzeit aus, meint Christian Krahe, mitverantwortlicher Anlageberater des Mischfonds Deutsche Aktien Total Return (DATR), der in heimische Aktien und Unternehmensanleihen investiert. Nach Ansicht von Krahe könnte das Bundesverfassungsgericht diese Investoren allerdings verunsichern, wenn es voraussichtlich im April darüber entscheidet, ob die Europäische Zentralbank Kompetenzen beansprucht, die sie nach dem Grundgesetz nicht haben dürfte.

„Würde die EZB bei der Eurorettung Schranken erhalten und könnte EZB-Präsident Mario Draghi also nicht  - wie versprochen - alles tun, um den Euro zu retten, drohen neue Turbulenzen“, meint Krahe. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau gäbe es kontroverse Meinungen unter den achte Richtern des Zweiten Senats, die über ein Urteil zum Anleihe-Kaufprogramm der EZB beraten.

Nur das Wachstum zählt

Aber nicht nur die Angelsachsen, auch die Manager der deutschen Aktienfonds blicken darüber derzeit hinweg. Gute Zahlen zum Wirtschaftswachstum aus den großen Industrienationen sind für sie wichtiger. Auch die aktuellen Turbulenzen in Schwellenmärkten wie Argentinien und der Türkei beeindrucken manchen wenig. Sie investieren derzeit meist offensiv in Unternehmen, die von dem weltweiten Konjunkturaufschwung profitieren sollen. Und das sind meist die großen Exportwerte aus dem Dax, die bei Branchenriesen wie der Deutsche Asset & Wealth Management (DWS)  oder  Fidelity derzeit gut ankommen.

Wie wichtig allerdings nach dem starken Anstieg des Marktes die richtige Aktienauswahl ist, zeigte sich auch gleich zu Anfang des Jahres durch drei Gewinnwarnungen. Sowohl die Deutsche Bank als auch ElringKlinger aus dem MDax und Pfeiffer Vacuum aus dem TecDax konnten die hohen Erwartungen der Börsianer nicht erfüllen und wurden mit hohen Kursverlusten bestraft. Fidelity-Fondsmanager Christian von Engelbrechten sieht beim Dax trotzdem weiteres Potenzial. Im Portfolio des von ihm gemanagten Fidelity Germany stecken mit VW, Daimler, BASF und Siemens viele Exportwerte unter den größten Titeln. Damit die Gewinne der Unternehmen steigen, benötigen sie eine brummende Weltwirtschaft. Davon geht von Engelbrechten aus.

Rally auf vier Rädern

Interessant findet er vor allem den Autosektor: „China hat zwar Probleme, sorgt aber immer noch für  steigende Absatzzahlen und der Automarkt in Europa erholt sich von Tiefständen.“ Unter den deutschen Autobauern hält er vor allem VW für günstig. Die Aktie kostet das Achtfache der für 2014 erwarteten Gewinne, das Wachstum des Unternehmens würde bei diesem niedrigen Wert unterschätzt, meint der Fondsmanager. Die Wolfsburger verkaufen inzwischen jedes zweite Auto in Wachstumsmärkten und neue Modelle wie der Porsche Macan und der Passat sollten den Verkauf ankurbeln. Die Schwäche im US-Geschäft hält er für nicht dramatisch. Ähnlich positiv wie VW sieht er den Zulieferer Continental, der nicht nur bei Reifen, sondern mit Töchtern wie VDO Automotive in vielen Wachstumsfeldern im Autobereich präsent ist. „Ich erwarte, dass Conti schneller wächst als der Markt und bei der Bewertung noch aufholen kann“, sagt von Engelbrechten. Von den 48 Einzelwerten im Fonds sind rund 20 mittelgroße und kleinere Nebenwerte. Auch hier spielt für den Experten im Autosektor die Musik. Er ist mit den MDax-Titeln Bertrandt und SHW im Portfolio vertreten ist. Nebenwerte sind für ihn im Technologiesegment erste Wahl. Bei Dialog Semiconductor etwa rechnet er mit höheren Gewinnen, als der Markt, weil Smartphones und Tablet- Computern boomen.

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