Dividendenfonds: Dividenden können Risiken nicht ausblenden

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Dividendenfonds: Lukrative Langeweile gegen wacklige Märkte

Dividenden können Risiken nicht ausblenden

Durch die Untergewichtung besonders volatiler Aktien werden Schocks durch fallende Kurse immerhin besser abgefedert. Außerdem sind die Aktien-Investments in den Fonds oft gegen Währungsschwankungen abgesichert. „Unsere Anleger müssen nicht befürchten, einen Crash voll abzubekommen“, sagt Kitowski von Bantleon.

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Mit Klimafonds anlegen. Quelle: Getty Images

Der volumenstarke DWS Top Dividende hat in diesem Jahr hingegen unter den Wechselkursschwankungen gelitten. Insbesondere die für viele überraschend deutliche Aufwertung des Euro hat dem Fonds, der derzeit seinen Schwerpunkt auf Dividendenpapiere aus den USA setzt, die diesjährige Performance verhagelt. Seit Jahresbeginn konnte er nur um gut zwei Prozent zulegen, allein in den vergangenen sechs Monaten ging es 2,9 Prozent runter. Dass er bei Anlegern weiter so beliebt ist, verdankt der von Thomas Schüßler gemanagte Fonds seiner langen Erfolgshistorie. Für die vergangenen fünf Jahre bringt der DWS Top Dividende ein Plus von mehr als 60 Prozent aufs Papier. Der beliebte DWS-Fonds sammelt somit beständig neue Anlegergelder ein.

Das Beispiel des DWS Top Dividende zeigt aber auch, das Wechselkursschwankungen die Wertentwicklung eines global investierenden Fonds bremsen oder sogar zunichtemachen können. Zwischen dem Zwölf-Monats-Tief des Euro bei 1,03 Dollar im Januar und dem Euro-Hoch 1,20 Dollar im September legte die Gemeinschaftswährung um knapp 17 Prozentpunkte zu. Entsprechend verlor der Dollar an Wert – und damit auch die Dollar-Positionen im Portfolio des DWS Top Dividende. Insgesamt ist der Fonds zu 45 Prozent in Dollar-Papieren investiert, der Euro-Anteil liegt hingegen nur bei rund 17 Prozent.

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Moderne Kennzahlen helfen dabei, die Verlustrisiken von Fonds besser einzuschätzen. Quelle: Getty Images

Wer also mittels eines Fonds eine Dividendenstrategie verfolgt, die auch auf ausschüttungsstarke Unternehmen außerhalb der Euro-Zone setzt, sollte die Wechselkursschwankungen im Blick haben und nötigenfalls seine Depotstruktur anpassen. In unruhigen Zeiten - wie diesen - können sich die etwas höheren Gebühren für die Währungsabsicherung schnell bezahlt machen. Allerdings ist das meist nur für solche Anleger sinnvoll, die kurz- bis mittelfristig investieren. „Ich würde eine hundertprozentige Währungsabsicherung nicht machen, weil sich die Wechselkursschwankungen über einen langen Anlagehorizont in der Regel wieder ausglätten“, sagt Röhl. „Wer so eine Absicherung trotzdem macht, zahlt nur eine zusätzliche Versicherungsprämie.“

Letzten Endes ist nämlich auch die Höhe der Fondsgebühren für den Anlageerfolg ein entscheidender Faktor – insbesondere für langfristig orientierte Anleger.

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