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Drohende Deflation: Fällt der Goldpreis auf 1000 Dollar?

Ein deflationärer Schock an den Finanzmärkten könnte auch den Goldpreis hart treffen. Aber das wäre kein Grund zur Panik.

Gold Quelle: dpa
Je länger die Zinsen tief und die Kreditrisiken hoch bleiben, umso mehr Geld sollte in Gold fließen Quelle: dpa

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Ein Goldbarren verschwindet nicht einfach und sagt: „Ich zahle nicht.“ So sehen das auch Schwellenländer, die hohe Währungsreserven aufgebaut haben. Weil sie diese Reserven meist in Form von Staatsanleihen halten, gehen sie Kreditrisiken ein. Um diese zu reduzieren, kaufen sie Gold. So hat Russland seine Goldbestände im Mai auf einen Rekordstand von 911,3 Tonnen aufgestockt.

Der Wert des Euros schmilzt - so sehen derzeit viele Experten die Zukunft des Euros. Die Probleme der Währungsunion, insbesondere in den Staaten Portugal, Italien, Spanien und Griechenland sorgen für die pessimistischen Prognosen. Doch wie sich der Euro gegenüber anderen Währungen wirklich geschlagen hat, kann nur ein Blick auf die Zahlen verraten.

Alle Kursangaben zeigen die Veränderung seit Jahresanfang.

Bild: dpa

Goldbesitzern, die keine Zinsen bekommen, entgehen anderswo kaum Einnahmen. Das Sparbuch bringt kaum Zinsen, Sparer tragen aber auch hier ein Kreditrisiko. Je länger die Zinsen tief und die Kreditrisiken hoch bleiben, umso mehr Geld sollte in Gold fließen.

Am Goldpreis selbst ist das kaum zu merken. Wenn kurzfristig Liquidität beschafft werden muss, wird alles verkauft, auch Gold. Das betrifft weniger physisches Gold, dafür aber Gold-Futures an den Terminmärkten, wo der Goldpreis gemacht wird.

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Das bringt immer wieder attraktive Kaufgelegenheiten. Sollten sich die deflationären Tendenzen verstärken, weil die Notenbanken den nächsten Einsatz der Notenpressen hinauszögern, um den Druck auf die Politik zu erhöhen, dann könnte es auch den Goldpreis noch einmal hart treffen.

Selbst ein Test der 2009 nach oben durchbrochenen 1000-Dollar-Marke wäre denkbar. Aber auch das wäre kein Grund zur Panik. Die Bedeutung von Gold liegt in seinem Besitz, weniger in seinem Preis.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 04.07.2012, 13:09 UhrJayJay

    Ich sage nur, Gold & Silber Ahoi

  • 03.07.2012, 14:59 UhrNEARCO

    Zum Einstieg in Gold wird neuerdings sogar geklingelt: Gold heute 1.609 USD. Leute kauft Gold!!! Die Devise heisst Papier in Edelmetall tauschen. Die 1.000 USD pro Unze sehen wir nie wieder.

    Gold 8.000 USD in 2-5 Jahren.

  • 03.07.2012, 11:20 Uhrpuenktli

    Seit vier Jahren lese ich regelmässig in Wirtschaftskolumnen, dass Gold in der endgültigen Blase ist, dass Gold abstürzen wird, usw. Das Einzige was man über Gold mit grösster Sicherheit sagen kann: Sein Preis wird so offensichtlich seit Jahren künstlich nach unten manipuliert, dass das inzwischen jeder Trottel sehen kann.

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