Edelmetalle: Profianleger wenden sich von Gold und Silber ab

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Edelmetalle: Profianleger wenden sich von Gold und Silber ab

, aktualisiert 21. Mai 2013, 10:21 Uhr

Weil professionelle Anleger Gold den Rücken kehren, geht es nun auch für den kleinen Bruder Silber bergab. Während Immobilien weiter heiß begehrt sind, werden die sonst als sichere Häfen geschätzten Edelmetalle immer uninteressanter.

Edelmetalle wie Gold und Silber scheinen in den Augen professioneller Anleger immer mehr an Strahlkraft zu verlieren. Während sich Gold von seinem massiven Preiseinbruch im April bis heute nicht erholt hat, beschleunigt sich der Sinkflug von Silber. Am Pfingstmontag sank der Preis für eine Feinunze (31 Gramm) auf den tiefsten Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren. Sachanlagen wie Immobilien sind heiß begehrt, während das Interesse an Edelmetallen schwindet.

Rohstoffexperte Weinberg im Interview "Der Goldpreiscrash war keine Manipulation"

Der Goldcrash kam mit Ansage, sagt der Rohstoffexperte Eugen Weinberg und wundert sich über die Abflüsse aus dem weltgrößten Goldfonds.

Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Der Silberpreis fiel zum Wochenauftakt bis auf 20,90 US-Dollar. So wenig hatte das „Gold des kleinen Mannes“, wie Silber aufgrund seines im Vergleich zu Gold geringeren Wertes genannt wird, zuletzt im Herbst 2010 gekostet. In Euro gerechnet ist eine Feinunze Silber nur noch 16,30 Euro wert. Seit Jahresbeginn hat Silber etwa ein Drittel an Wert eingebüßt. Von seinem Rekordhoch bei knapp 50 Dollar - erreicht im Frühjahr 2011 - ist es derzeit meilenweit entfernt.

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Die wichtigsten Fakten zu Gold

  • Goldnachfrage

    Die gesamte Goldnachfrage im dritten Quartal 2014 betrug 929,3 Tonnen. Damit ist die Nachfrage um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q3'13: 952,8) gefallen.

    Quelle: World Gold Council

  • Schmucknachfrage

    Die weltweite Nachfrage nach Schmuck betrug im dritten Quartal 2014 insgesamt 534,2 Tonnen und ist damit um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q3'13: 556,3) gefallen.

  • Industrienachfrage

    Die Nachfrage des Technologiesektors belief sich im dritten Quartal 2014 auf 97,9 Tonnen und fiel, verglichen mit den 103,1 Tonnen im dritten Quartal 2013, um fünf Prozent.

  • Goldbarren- und Münznachfrage

    Die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen ist im dritten Quartal 2014 deutlich gesunken – auf 245,6 Tonnen. Ein Minus von 21 Prozent im Vergleich zu 2013 (Q3: 312,3).

  • EFTs und ähnliche Produkte

    Dass die Gesamtnachfrage nach Gold gefallen ist, ist auch auf die Abflüsse aus Gold-EFTs zurückzuführen. Im dritten Quartal 2014 beliefen sich diese auf 41,3 Tonnen. Allerdings ist das deutlich weniger als im Vorjahr. Im dritten Quartlal 2013 betrugen sie noch 120,2 Tonnen.

  • Notenbanken

    Die Nettoeinkäufe von Zentralbanken betrugen im dritten Quartal 2014 92,8 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von neun Prozent (Q3'13: 101,5).

  • Investment gesamt

    Die Goldnachfrage im Investment belief sich im dritten Quartal 2014 auf 204,4 Tonnen. Das ist eine minimale Steigerung von sechs Prozent, im Vorjahresquartal waren es 192 Tonnen.

Der Kursverfall beim Silber ist umso beachtlicher, als es sich merklich schlechter als sein „großer Bruder“ Gold hält. Das gelbe Edelmetall, das als Krisen- und Inflationsschutz par excellence gilt, hat seit Jahresbeginn „nur“ 20 Prozent an Wert verloren. Gegenwärtig kostete eine Feinunze Gold etwa 1350 Dollar, Anfang 2013 waren es über 300 Dollar mehr. Doch im April wendete sich das Blatt mit einem scharfen Preiseinbruch, gemeinhin als „Goldcrash“ bezeichnet. Innerhalb weniger Handelstage gab der Goldpreis um mehr als 200 Dollar nach. Es war der stärkste Einbruch seit 30 Jahren. Diesem Abwärtsstrudel konnten sich nur die wenigsten Rohstoffe entziehen. Silber gehörte nicht dazu.

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