Einigung in Berlin  : Was der Koalitionsvertrag Geldanlegern bringt

Einigung in Berlin  : Was der Koalitionsvertrag Geldanlegern bringt

, aktualisiert 27. November 2013, 11:57 Uhr
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Reichstag in Berlin: Der Koalitionsvertrag von SPD und CDU/CSU bedeutet handfeste Nachteile für Immobilienanleger.

von Jens HagenQuelle:Handelsblatt Online

Die lange Nacht der Koalitionäre ist vorbei. Das Resümee für Anleger fällt zwiespältig aus. Der Anlegerschutz soll verbessert werden, dafür drohen Steuern für Investments. Vermieter müssen sich in Zukunft bescheiden. 

DüsseldorfKaum haben sich CDU, CSU und SPD auf den Koalitionsvertrag geeinigt, da sorgt dieser bei Börsenprofis schon für allgemeines Schmunzeln. Auf Seite 141 des Vertrags finden die geneigten Leser folgende Formulierung: „Um Börsengänge für junge, innovative und wachstumsstarke Unternehmen wieder zu beleben, werden wir die Einführung eines neuen Börsensegments „Markt 2.0“ prüfen“.

Anleger erinnern sich angesichts solcher Formulierungen an den „Neuen Markt“ der Deutschen Börse in Frankfurt, der ab dem Jahr 1997 nach Vorbild der US-Börse NASDAQ für Börsengänge der New Economy sorgen sollte. Wegen verheerenden Kursverlusten geriet das Segment schnell im Verruf. Im Juni 2003 wurde der Neue Markt geschlossen und viele Titel in den neuen TecDax überführt.

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Will die neue Regierung nun also den „Neuen Markt“ wiederbeleben? Und wie kann eine Regierung beschließen, dass ein neues Marktsegment eingeführt werden soll, wo diese Entscheidungen doch bislang den Börsenbetreibern unterlagen? Das sind nicht die einzigen Fragen, die sich Geldanleger beim Blick in den Koalitionsvertrag stellen dürften.

Die Redaktion von Handelsblatt Online hat die 185 Seiten starke Blättersammlung gesichtet und zeigt, womit Geldanleger rechnen müssen. Da es sich noch nicht um Gesetzesvorlagen handelt, gibt der Koalitionsvertrag vor allem die grundsätzliche Zielerichtung der neuen Regierung vor.

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